Was es braucht, damit es Dir gut geht

In meiner Abteilung findet gerade eine große Veränderung statt – nicht nur, dass es viele neue Vorgesetzte gibt – sie kommen von extern und jeder bringt so seine eigenen Ideen mit – zusätzlich werden Systeme umgestellt. So stirbt eine alte Gewohnheit nach der anderen. Getoppt wird alles von der Art und Weise wie Kommunikation geführt wird und wie scheinbar achtlos, der ein oder andere Beteiligte ist. Grund für diese Achtlosigkeit ist ‘Jugend“ oder ‘Zielorientiertheit‘ und somit sind Ton und Refrain der Musik nicht unbedingt angenehm, die ein oder andere Schramme wird verteilt und wer sich selbst am nächsten ist, ist Sieger. Allerdings hat er meist das große Ziel nicht mehr vor Augen – ich selber bin nicht direkt betroffen, aber die Ausläufer sind noch ganz schön heftig. Mitunter falle ich in das Fettnäpfchen und schwimme mit dem Strom des hinterfurzigen Flurfunks.

In diesem Szenario fragte mich heute früh ein Kollege, wie es mir geht – seine Erwartungshaltung war nicht groß – ich entgegnete, dass es mir ‘sehr gut‘ geht um es sogar zu toppen ‘Super gut’ – wie das geht wollte er wissen – da es nur ein kurzweiliges Küchengespräch war, wollte ich jetzt nicht heilig antworten – also schoss mir in den Kopf ‘zufrieden sein‘ und weil die heutige Losung so gut war, fügte ich noch ‘zufrieden und dankbar sein‘ hinzu. Habt Ihr schon mal gesehen, wie ein Schleier sich hebt? So war das bei dem Kollegen – er lächelte und gab mir zu verstehen, dass er mit dieser doch so treffenden Antwort nicht gerechnet hat. Jedes Mal wenn er mich jetzt sieht, wird er sicher an diese Antwort erinnert und ich hoffe, dass ich diese treffende Wahrheit auch wirklich für mich Realität wird und ich das leben kann, in jeder Situation etwas finden was mich zufrieden und dankbar macht – iss schon wie ein kleines Stück Himmel, oder? aber in den schwachen ist Gott stark und so werde ich über mein Versagen nicht verzweifeln.

 

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Abschied – Freundin

20 Stufen für Dich zu viel
Du gingst sie nur für mich
Noch einmal sein, wie‘s früher war
Kino, Popcorn – Du und ich

Du hast gekämpft mit Deinem Sehnen
Abschied – ich hab’s nicht bemerkt
ich sah den Film nicht Deine Tränen
ich ahnte nicht, was so schnell kam

Du bist ganz schön alt geworden
die Beine schwer, das Herz so schwach
die Lebensmitte voller Sorgen
bleiern der Gang, der Atem flach

Nun bist Du fort, ganz leis gegangen
es kam zu schnell, was kommen muss
ich bin im ‘Hier und Jetzt‘ gefangen
für Dich war es des Lebens Schluss

So ohne Dich, fehlt mir das Beste
zu hart der Schnitt und das “danach“
spür nur noch schal, der Freundschaft Reste
Dein Herz ist stumm, die Welt zerbrach

Du hast den Kampf scheinbar verloren
Ich fass es nicht, Du warst so stark
Du ruhst jetzt sanft, bist neu geboren
am Ende mehr als nur ein Sarg

Nun werde ich wohl Abschied nehmen
von allem was uns hier verband
ich weine leise – laute Tränen
ist besser so, spricht der Verstand

Ist es so? Was ist das Beste
Leben im Schmerz oder der Tod
ich weiß es nicht, wir sind nur Gäste
Die Ewigkeit, weiß was sich lohnt

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Samstag der Tag zwischen Verzweiflung und Ewigkeit

Karfreitag ist vorbei – die, die schrien “Kreuzige ihn!“ gingen nach Hause – heiser und müde – der Römer, der die Nägel durch das Fleisch ins Kreuz schlug, hatte seine Arbeit getan – niemals zuvor war eine Kreuzigung wie diese – Menschen standen um das eine Kreuz herum und nicht nur die Mutter, sondern viele weinten, um diesen Mann – und der Verbrecher, den er kreuzigen musste bat um Vergebung für ihn – das war ein besonderer Tag – das Wetter spielte verrückt, es wurde dunkel anders als sonst – es war finster – kein Stern am Himmel – kein Mond und keine Sonne. Und das fröhliche ausgelassene Spiel um das Gewand war intensiver – irgendwas war mit diesem Mann am Kreuz, er musste einfach prüfen, ob er wirklich tot war, bevor er ihn seinen Leuten gab. Das Einzige was noch zu tun war, war getan Jesus liegt im Grab Josephs und damit niemand diesen Toten irgendwie aus dem Grab holt, werden Wachen vor das geschlossene Grab gestellt, ein Stein, der von einer Menschenhand nicht bewegt werden kann – der Körper liegt hinter dem Stein und kann nicht fliehen, selbst wenn er noch lebt stirbt er spätestens dort – es ist vorbei, der Spuk hat ein Ende und seine Gedanken bekommt er auch noch in den Griff, auch wenn es diesmal schwerer scheint als sonst, er wird sich ablenken mit seinen Frauen, seinen Freunden, er will den Tag vergessen ….

Der Tag mittendrin wird in der Bibel nicht groß erwähnt, man liest, dass die Jünger sich voller Angst zurückgezogen hatten. Sie haben 3 Jahre mit Jesus verbracht und mussten zusehen, wie er verraten, verkauft, misshandelt und gekreuzigt wurde … sie haben ihre Hoffnung verloren – Petrus heult sich sicher die Seele aus dem Leib und Thomas zweifelt an all dem was geschehen war – vielleicht diskutieren sie darüber was es bedeutet ES IST VOLLBRACHT, vielleicht schieben sie sich gegenseitig die Schuld zu, weil sie im Garten nicht genug gebeten haben – sie versuchen einen Plan für sich zu finden – wie soll es weitergehen? Sie können nicht oder nur schlecht schlafen – die Ereignisse de letzten Woche sind einfach zu viel sie sind aufgewühlt und verzweifelt. Alles hat sich verändert.

Was macht Maria an diesem Tag? Liegt sie in den Armen Johannes und weint – was empfindet eine Mutter die näher an Gott war als es jemals ein Mensch zuvor oder nachdem war? Der Engel sagte, dass ihr Herz durchbohrt wird, so war es nun am Samstag, aber sie hatte auch die anderen Worte die sie in ihrem Herzen bewegte (Lukas 2,19) vielleicht sprach sie mit Johannes darüber und hoffte aufgrund all der Ereignisse und Wunder, das dies nicht das Ende sein könne. Eine Mutter hat eine innige Beziehung zu Ihrem Kind – insbesondere wenn es so besonders ist. Vielleicht bereitete sie sich auf etwas in großer Erwartung vor, von dem sie nicht wusste was es war, oder vielleicht ahnte sie etwas – der heilige Geist war ja schon einmal mit ihr und die Geschichte von Lazarus kam ihr in Erinnerung – ich weiß es nicht, weil es nirgends geschrieben steht.

Jesus – wie erlebte er diesen Tag dazwischen? Er ging durch die Hölle und zurück!
Sein Vater Gott ist Liebe – das lesen wir in unzähligen Beweisen und Worten in der Bibel – was macht die Liebe an einem Tag wie diesen?
In Offenbarung 21 finden wir diese Worte: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; 4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. 5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! 6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. 7 Wer überwindet, der wird dies ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.

Wenn Gott Liebe ist, dann ist ER an diesem Tag bei Seinem Sohn – feiert mit ihm, dass er treu war und nicht aufgegeben hat weder im Garten noch als ER – Gott –  es nicht mehr ertragen konnte –  Gott feiert mit ihm, tröstet ihn, verbindet die Wunden kümmert sich, Jesus hat den Lauf vollendet!!! ES IST VOLLBRACHT  und dann sitzen sie beisammen und sehen wie die Welt darauf reagiert – die Hoffnung Marias, die Angst der Jünger, die Tränen Maria Magdalenas, sie sprechen darüber wie die Welt auf die Zugabe reagieren wird – wie es wohl sein wird, wenn Jesus Maria Magdalena begegnet – der Geringsten unter allen die mit Jesus zusammen waren – eine Frau, die 7 Dämonen hatte – eine Frau deren Sünden jeder kannte – sie war im Dorf  stadtbekannt und die Jünger wunderten sich immer wieder über die Gnade und Barmherzigkeit die Jesus ihr zu Lebzeiten entgegen brachte. Sie sollte ihn das erste Mal sehen – aber auch hier sollte es keine imposante Erscheinung sein – Jesus solle in Fleisch und Blut als ….Friedhofsgärtner??? zu Maria sprechen. (diese Art Gärtner steht nicht sauber und gewaschen mit der grünen Gießkanne rum, es ist einer der harte Arbeit leistet, mit Dreck und schwerem Gerät umgeht, der schwitzt und schmutzig ist)
Gott und Jesus verbrachten einen sehr guten Vater Sohn Tag, einen Tag der nur ihnen gehörte, einen Tag an dem Jesus Kraft tanken konnte, so wie er es auf Erden in der Wüste oft machte – aber niemals zuvor war er so leer, wie an diesem Tag gewesen – an diesem Tag konnte nur die direkte Beziehung mit Gott – Zeit mit IHM die Kraft, das Blut und den Schweiß zurück geben, Jesus musste lebendiges Wasser zu sich nehmen, durch Gott, damit ER wieder auf die Erde zurück kommen konnte – Gott war an diesme Tag sicher nicht im Himmel, sondern bei ihm im Grab, so nah auf der Erde, wie ER damals Adam den Odem einhauchte – diesmal brauchte sein eigener Sohn Jesus neuen Odem – Engel leuchten die Höhle aus und Gott hält ihn umarmt, tröstet, stärkt und ermutigt ihn und sie feiern, dass Jesus bis zum Ende durchgehalten hat.

So bekam Jesus die Kraft das Zeit- und Raumkontinuum zu durchbrechen, um Maria und den Frauen am Grab, den Aposteln im Versteck und auf den Weg nach Emmaus, am Meer und überall wo er es tat, zu begegnen.

Vielleicht war es so – vielleicht aber auch ganz anders – größer – liebevoller – ich weiß es genau sowenig wie alle, ich bin nur eine liebevolle Mutter – wer weiß was ein liebevoller Vater an einem Tag wie diesen tut….

Jesaja 44, 23 Sing, Himmel, denn der HERR hat es vollbracht. Freue dich, du Tiefe der Erde! Berge und Wälder und alle Bäume, jubelt! Denn der HERR hat Jakob erlöst und wird sich in Israel verherrlichen.

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Achte auf Deine Worte und hüte Deine Zunge

Eine heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens; aber eine lügenhafte bringt Herzeleid. Sprüche 15:4

„Ich erinnere mich gern noch an den Spruch, den Sie gesagt haben“ – der Mann, der das sagte, sitzt am Empfang und hat umgehend meine volle Aufmerksamkeit – meine Augen werden größer, meine Gedanken joggen in meinem Hirn, aber was immer ich gesagt habe – ich erinnere mich nicht. Oft habe ich eine große Klappe, klinge selbstbewusst und stark – so sagt man – ich gehe eigentlich auch seit ca. 1 Jahr nicht mehr regelmäßig durch die Lobby des Gebäudes, in dem ich arbeite – ich mag den Hintereingang – morgens früh um 6 Uhr, pling plong macht das Drehkreuz, klapp die Türe, piep das Terminal an dem ich mich einstempel, sanft öffnet sich die Türe des Aufzugs und ich gleite in den vierten Stock – gehe über den noch leeren Flur in mein leeres Büro genieße die Morgenstimmung und während ich das schreibe merke ich, wie sehr ich mich morgens früh abkapsel …. ab morgen wieder Haupteingang – dieser Pförtner also sagt, er hätte nicht vergessen was ich gesagt habe, ich hatte ihm gerade ein Dankeschön geschenkt, weil er so ist, wie er ist  … gespannt warte ich darauf, was er meint –

„So wie Sie die Menschen grüßen und ihnen was nettes sagen einfach so – wiesen Sie ,dass sie damit ihren Tag verändern und Ihnen macht der eigene sicher auch richtig Spaß“

Jetzt musste ich lachen – ja so was sage ich manchmal – in meiner Kleingruppe – meinen Freundinnen – bei einem Vortrag bei Aglow oder sonst irgendwann, wenn ich grad für den Herrn unterwegs bin – aber das ich sowas dem Pförtner im Gebäude meiner Arbeitsstätte sage … was mich da wohl geritten hat …. dieser Mann ist still und sehr korrekt – hält die Vorschriften ein – selbst wenn ich mal meinen Ausweis vergessen hätte, müsste ich mich ausweisen, um einen Besucherausweis zu bekommen – ich mag das. Man muss ihn ansprechen, damit er reagiert ich glaube manchmal, dass er autistische  Züge hat, er wirkt oft stoisch. Er ist oft sehr korrekt und überpingelig – er kann einen zur Weißglut bringen, wenn mal eben schnell was erledigt werden soll und man ihm nicht alle Informationen gibt  – und manchmal, wenn zu viel auf ihn einströmt,  wirkt er überfordert und unsicher, aber er macht diesen Job mit Hingabe – er war glaube ich gerade 2 Tage da, da kannte er schon meinen Namen und grüßte mich mit “Guten Morgen Frau Schmidt“ beim ersten Mal habe ich sicher sehr perplex geguckt – ich habe keine Funktion oder Rang mehr in diesem Haus – aber er kannte meinen Namen. Früher war das normal, viele Menschen in unserem Gebäude kannten mich und grüßten – mein Chef war ziemlich “weit oben“ und einflussreich – da wusste man wer seine Assistentin war und wie sie heißt, aber seit vielen Jahren mache ich diesen Job nicht mehr, der Chef hat den Job gewechselt und ich bin eine von vielen, die morgens das Haus betreten und abends wieder verlassen.

Heute Vormittag ging ich zum Kiosk – wollte mir ein Brötchen holen, weil ich heute durch mehrere Sitzungen musste und eine sollte über Mittag dauern, da braucht man was zu essen – von zu Hause bringe ich mir selten was mit, will das immer wieder ändern und merke an Tagen wie diesen, dass ich das auch sollte …. aus dem Brötchen wurden zwei – eine Milka Dankeschöntafel, eine Prinzenrolle, zwei Ü-Eier …. für den Pförtner das Dankeschön, für den Chef die Prinzenrolle für die Nerven (wer mein Chef ist, braucht Nerven) und für zwei Kollegen, die gerade echt genervt waren jeweils ein Ei …  der Mann im Büdchen war ganz verzückt und wünschte mir überschwänglich einen wunderschönen sonnigen Tag – so viel hab ich ihn noch nie reden hören, was man alles so für 8,10 € bekommt J muss ich öfter machen und dann der Satz des Pförtners … Er lächelte freute sich über seine Tafel – ich lächelte, lachte mich selbst innerlich aus – ein schöner Tag!!!

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Erkältung

Die Nase läuft, der Kopf der brummt
mein Körper schreit „Ich will ins Bett!“
und eine Stimme, die da summt
„Der letzte Traum, war viel zu nett.“

So tobt in mir der große Krieg
Entscheidung schon am frühen Morgen
Ja oder Nein, wer will den Sieg
ich mach mir um den Ausgang Sorgen

Schnell schlucke ich noch ein paar Pillen
Termine hetzen mich hinaus
zur Arbeit gegen meinen Willen
das hält der stärkste Mann nicht aus

Kraftlos schlepp’ ich mich zur Arbeit
Die Frage ist, was soll ich da
ich höre Stimmen keine Klarheit
vielleicht bin ich auch noch nicht da

Kann das sein, die Zeit steht still
denn irgendwie vergeht sie nicht
niemand hat hier Mitgefühl
verloren alle Zuversicht

Am Mittag wollen alle essen
doch ich sitz hier mit dickem Kopf
Ich soll das Atmen nicht vergessen
jetzt pack’ ich selber mich am Schopf

Vorbei, vorbei !!!, hör ich mich sagen
Nein, diesen Kampf geb’ ich nicht auf
kann mich so leidend nicht ertragen
der Nachmittag nimmt seinen Lauf

„Versuche es mit einem Lachen!“
„Strahle die Alltagssorgen weg!“
„Den Tag zu einer Party machen!“
So kriegt der Schnupfen einen Schreck

Kommst Du alsbald erschöpft nach Hause
mit voller Wucht fällst Du ins Bett
dann hat der Körper eine Pause
der neue Traum ist auch ganz nett

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Wenn Du selbstverständlich sein kannst bist Du zu Hause

So fühlt es sich immer an, wenn ich hier bin – hier das ist ein kleiner Ort in Ostfriesland – ein typisches Dorf mit kleinen Läden – man kennt sich und auch die Touristen dir regelmäßig da sind. Selbst die Kühe winken mir schon zu, wenn ich auf die kleine Straße fahre – an dessen Seite sie stehen – links ein Maisfeld rechts die Kühe – meine Freunde.

Hier will ich sein, wenn ich den letzten Lebensabschnitt lebe – viele meiner Freunde lachen darüber, aber sie sind dann doch wohl eher nur Bekannte – wären sie Freunde, wüssten sie, dass ich hier einfach nur sein kann.

Gestern z:B. kam ich auf die Hauptstraße dieses Dorfes und sofort war ich angekommen … fuhr in das Blumenfachgeschäft und fand sofort meine kleinen Mitbringsel, die ich immer meiner Freundin und Ihren Eltern mitbringe. Meine Freundin arbeitete noch, also bewaffnete ich mich mit gedecktem Apfelkuchen, aus der Bäckerei direkt am Blumenhandel und der nur hier so schmeckt, wie er muss. Fuhr in die gegenüberliegende Straße parkte direkt am Haus klingelte und sah in zwei strahlende Augen und ein herzerwärmendes Lächeln, die Tür war so weit geöffnet, dass niemand mehr sagen musste komm rein und schon stand ich plappernd im Flur – kurz den Ort aufgesucht setzte ich mich in das warme Wohnzimmer Glück, Freude, Wohlsein einfach so. Nach ein paar Sätzen ging ich in die Küche und kochte wie selbstverständlich den Kaffee – ich war zu Hause …. wir deckten gemeinsam den Tisch scherzten und lachten als die Frau des Hauses dazu stieß – ein kurze Gebet mit Dank für die Freude – und haps der Kuchen im Mund …. wie geht es dem und was macht der, eine kleine lustige und irgendwie absurde Geschichte über den verlorenen Schwiegersohn und sein Auto – Tisch abräumen … weiter – im Haus meiner Freundin angekommen – Koffer – schwer wie Blei ins Zimmer getragen in der Küche gesessen und gewartet bis sie von der Arbeit heim kommt …schwer bepackt – müde und erschöpft – ein Blick – zwei Worte und wir schnippeln gemeinsam die Zutaten für die Suppe, die es am nächsten Tag in der Gemeinde geben soll, so als hätten wir uns vor einer Stunde erst gesehen – was macht der – wie geht ihr – weißt doch noch ….gestiefelt und gespornt stehen wir an der Türe schnick schnack schnugg wer holt die Brötchen und ab zum Lobpreisabend – nebeneinander und doch jeder für sich begegnen wir unserem Gott – in der niedlich kleinen Gemeinde, die so voller Liebe steckt, dass ihr Dach sich nach oben wölbt – alte Bekannte treffen und umarmen, die Freude spüren, dass man da ist – und ein Teil von allem sein, als wäre man nie fort gewesen … das ist zu Hause – alles was meinen Alltag so bedrückt liegt nun auf einer Wolke der Glückseligkeit und kommt erst zurück, wenn ich die A 31 in Richtung Köln verlasse … ich bin zu Hause

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Beten

Dein Reich komme und Dein Wille geschehe – ohne Dich möchte ich diesen Morgen nicht sein, das bete ich fast täglich, ich will nicht ohne Gott sein, niemals Freitag kurz vor dem Gebetstreffen  habe ich von dem Tod einer befreundeten Kollegin erfahren – ich habe mit ihr nicht so richtig gebetet, war der erste Gedanke der sich festsetzte  – Jesus immer nur so gezeigt, weil ich war, wie ich bin, war das genug? Der Gedanke, dass sie vielleicht nicht in den Himmel kommt, obwohl sie ihr Leben lang nur Gutes getan hat …. – ich war völlig daneben. nicht genug gebetet – für sie  – ich hätte mehr tun können, klarer zu ihr sprechen sollen. mehr im Gebet an sie denken müssen – ich bin schuld, wenn sie in der Hölle landet – lauter Anklagen überfielen mich – so hat mich noch niemand im CZD gesehen – Tränen die meine Augen nicht mehr halten konnten, liefen übers Gesicht – Trauer war über mein Gesicht geschrieben, was hätte ich anders machen sollen – das passiert nur mir, alle anderen können das besser und sofort fielen mir alle möglichen Personen ein, die Menschen zu Jesus geführt haben, wie es so heißt.

Die Anwesenheit der anderen tat mir gut, ich wollte nicht viel sprechen – nicht über meine Gedanken, nicht über Susanna, die Ratschläge, die sie mir gaben entsprachen nicht dem ,was ich hören wollte  “die viele Arbeit lenkt ab“, ich will nicht abgelenkt werden, oder gar verdrängen – mich hat das wachgerüttelt – ich habe zwei sehr enge Freundinnen, die schwer krank sind, es hat mich wach gerüttelt ….der Input bei diesem Treffen, hatte ein ganz anderes Thema, aber die Gegenwart Gottes war perfekt.

Gott fördert und der Feind fordert, hörte ich den sagen, der gerade den Input macht, gleichzeitig sprach eine Stimme leise zu mir: Wenn der Feind Deinen Kopf mit Deinen Verfehlungen vollstopft, dann kann Du sicher sein, dass Gott gerade Deine Siege zählt. Langsam kam Entspannung und ich konnte mich wieder beteiligen und beten so beten wie ich bin – ich bete immer sehr praktisch mit wenigen Floskeln, ich sage direkt was ich möchte und eben anders – dafür schäme ich mich oft – wie die andere beten – welche Sprachregelungen sie finden, das will ich auch – aber ich kann das so nicht,. ich muss immer direkt und gerade aus – so wie ich bin – kindlich und aus dem Herzen Freitag auch – ich betete, dass die Person, die gerade sagte, das sein Handy nach einer sehr großen Konferenz vergessen hatte – dass er nicht mehr so vergesslich ist und dass Gott das Handy wieder zurück gibt und tatsächlich wurde das zweite Anliegen innerhalb einer Stunde erhört, das erste werden wir irgendwann feststellen J Gott ist so gnädig.

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. Psalm 66,20Euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. Matthäus 6,8

Das war die Losung Freitag – Gott sagt nicht, bete nicht, sondern bevor Du es tust … ER wartet also auf Dein Gebet.  Hör nicht auf zu beten, nur weil Du denkst Gott weiß alles – oder weil Du gerade ziemlich down bist ….

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