Zu früh

Mein Neffe ist gestorben – er war 14 Jahre jünger als ich und 14 Jahre älter, als mein Sohn, das ist ziemlich traurig, denn mit ihm geht jemand, der ein gutes Herz hatte und mehr noch – sich eingesetzt – sich gekümmert hat und leider nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens gelebt hat. Er wurde enttäuscht von Menschen, die ihn eigentlich supporten sollten – engste Familie und auch von mir. Abstand war zwischen uns – nicht weil er mir etwas getan hatte, sondern weil ich Angst hatte jemandem zu begegnen, der Dreck in meinem Leben aufwirbelt, den ich eigentlich mit der Hilfe Gottes begraben habe. Jemand der auslöst, dass der “alte Mensch“ in mir aufersteht – zumindest scheinbar. Meine Vergangenheit bestimmt nicht meine Zukunft – das weiß ich, aber es gibt Menschen, wenn ich mit denen in Kontakt stehe – ist es als ob jemand mit einem Schild rumläuft und mich an viel Dreck erinnert. Mein Neffe hatte mit all dem nichts zu tun – ganz im Gegenteil, er hat vieles bereinigt, aber er war zu nah an dieser Person und selbst seine eigene Trennung von dieser Person hat nicht dazu geführt, dass ich mutiger wurde – jetzt weiß ich, dass da noch was zu klären ist, denn so viel Macht möchte ich dieser Person nicht geben. Das muss ich mit Gott ausmachen und ich frage IHN was zu tun ist – das ist aber nicht das Thema von heute. Als ich über den Tod meines Neffen trauerte, meldeten sich alle möglichen Menschen – Christen hauptsächlich … und ich bin sehr dankbar, dass viele einfach mittrauerten – aber ich wollte eines nicht hören … ich glaube ja daran, dass man “Jesus annehmen muss“, um in Ewigkeit mit Gott – also im Himmel sein zu können, denn Jesus hat gesagt ich bin der Weg und die Wahrheit … Johannes 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. 7Wenn ihr mich kenntet, so kenntet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.… Nun ich weiß nicht, ob mein Neffe diese Wahrheit angenommen hat – erstens war ich ihm seit über 37 Jahren nie so nah und zweitens habe ich die Chance verpasst, während seiner Krankheit zu ihm zu gehen und zu tun, was der Heilige Geist mich eigentlich drängte zu tun … er war ziemlich lange in der Uni-Klinik und letztes Jahr hatte ich voll den Eindruck ich müsse ihn besuchen – der Alltag und nicht zu sein, wie jmd anders in unserer Familie, war stärker – oder meine Angst … ich war nicht da … und bevor Du jetzt sagst “Wenn Gott Dich gerufen hat, dann hat er sicher auch noch jmd anders gerufen und man weiß ja nie, was so in den letzten Wochen und Monaten insbesondere im Koma passiert ist“ .. das ist eine billige Ausrede. Meine Trauer lässt diesen Gedanken nicht zu – ich finde sogar, dass das eine billige, einfache, christliche Ausrede sein kann – ich meine, wenn uns das tröstet , warum erzählen wir dann überhaupt von Jesus. Also – eigentlich ist das auch so ein Kampf in mir – ich kann mir nicht vergeben, dass ich die Chance nicht genutzt habe und ja hier läuft auch jemand mit einem Schild rum “nanenanenana … den hab ich kassiert und DUhU kannst nix mehr tuhun!“ Klar Gott hat die letzte Entscheidung insbesondere über Leben und Tod und auch darüber, wen ER begnadigt und wen nicht. Die Beerdigung war irgendwie schön, so wertschätzend – sein Leben wurde hier gewürdigt und seine Freunde haben ihm zu “You never walk alone“ ans Grab getragen – kein Wort über das Leben nach dem Tod – kein Wort über Gott – kein Wort das man sonst auf Beerdigungen hört – Gott war nicht anwesend….

und ich bin den letzten Gang nicht mehr mitgegangen – weil diese Person anwesend war und sich suchend umschaute, ich habe mich hinter einen Baum gestellt, um nicht gesehen zu werden. Noch erschreckender war, als ich zur Beerdigung ging, sprang jemand aus einem Auto, der meinem Neffen 1:1 ähnlich sah, nur 20 Jahre jünger – also genauso wie mein Neffe vor 20 Jahren – er kennt mich nicht, merkte aber, wie sehr ich erschrocken bin – ich habe mich nicht getraut, mich zu outen, ich weiß wer er ist – auch mein Neffe jemand den ich noch nie gesehen habe – das war unser erstes Aufeinandertreffen und wieder einmal habe ich nichts gesagt. So viel Macht ist noch in der Hand dieser Person – das will ich nicht und das muss ich dringend klären – mit Gott.

Mit meinem Versagen kann ich zu Gott gehen und es IHM abgeben – aber ich will auf der andere Seite keinen billigen Ausgang – obwohl Gott gnädig ist – sich wünscht, dass ich zu IHM komme und ER will mit mir gemeinsam durch dieses Tal gehen und das möchte ich an der Hand Gottes durch dieses dunkle Tal gehen. Mein Neffe ist zu früh gestorben – nicht nur weil er so jung war und eine junge Familie hinterlässt – sondern zu früh, weil ich bis zu seiner Beerdigung bzw. eigentlich bis heute nicht begriffen habe, wie viel Macht diese Geschichte noch hat und nicht nur diese Geschichte, es gibt da noch eine andere – ich möchte das mit Gott klären, ich werde mit Ihm reden (beten) und Antworten (in der Bibel) suchen – ich möchte keine billige Ausrede und ich will diese Zeit nicht vergessen – denn sie soll Antrieb werden, dass mir das nicht mehr passiert – ich will diese alten Geschichten so abschließen, dass ich aufrichtig gehen kann, dass ich vielleicht dem anderen Neffen offen gegenüber treten kann – dass ich der Mutter meines verstorbenen Neffen eine Hilfe sein kann und ihr vielleicht Trost und Hoffnung bringen kann – aber dafür benötige ich erstmal Hoffnung – man kann nicht weitergeben, was man selber nicht hat – also muss ich mir erstmal was von “oben“ holen.

Also wenn Du etwas tun möchtest, um mir zu helfen – dann bete mit mir – “heilige Kommentare“ helfen nicht – ich muss da selber was finden – sonst werde ich es wieder als heilige Ausrede nehmen – ich will das GOTT zu mir spricht – nicht durch Menschen, die wissen wie es mir geht – sondern direkt Herz zu Herz das wünsche ich mir.

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Almosen – oder ein Geschenk für Jesus?

Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. 2. Korinther 9,7

Bald ist wieder Weihnachten und Zeit zu spenden – wie jedes Jahr – wir spenden an Organisationen am besten an “Brot für’s Leben“ das klingt ziemlich heilig. Unser Gewissen ist beruhigt und wenn wir auf dem Weihnachtsmarkt stehen, den fünften Glühwein trinken die dritte Bratwurst essen und zum Abschluss noch an einer Zuckerwatte lutschen, ist die Welt versorgt.

Bald ist wieder Weihnachten, deshalb schreibe ich heute – es ist noch warm, ja es gibt sie schon Lebkuchen, Printen und Spekulatius und ich freue mich sehr darüber, dass es sie jetzt schon gibt, denn ich habe immer die Hoffnung, dass all diese Süßigkeiten auf den hinweisen, den wir an Weihnachten feiern. Sozusagen das Evangelium auf Paletten in den Supermärkten – ja ich bin sehr naiv – ist mir aber egal – ich glaube ohne eine gewisse Naivität könnte ich das auch nicht. Derzeit arbeite ich in einem Street-team mit und mache jeden Sonntagmorgen kleine Papiertüten – ich male ein Smiley drauf und schreibe eine Vers oder etwas Lustiges auf die Tüten. Sonntags fülle ich sie mit etwas zu trinken, ein paar Süßigkeiten, Obst, Brot und einem Ei. Beim Brote machen ist mir heute Gott begegnet – ER hat mich gefragt, ob ich ihn liebe natürlich habe ich sofort JA geantwortet – da bin ich wie Petrus – immer schnell dabei – und ER sagt Moment bevor Du antwortest denk doch mal über Deine Brote nach. Ja wie jede Woche Herr – und ER : Genau! Ich so: „na und?“ und ER so Na ? Und??? diese Brote zu machen liebe ich – ich schmiere immer eine extra runde Butter drauf belege sie übermäßig und bete für die Menschen, die sie essen. begegne ihnen Herr – segne sie und ER fragt, wie soll ich ihnen begegnen? Mit Liebe und mit Überfluss das ist meine schnelle Antwort und so schaue ich auf das Brot das ich gerade geschmiert habe – es fließt über die Marmelade tropft an den Seiten herunter und las ich nochmal hinsehe – merke ich, weil es vom Anfangsstück des Brotes ist, ist die Schnitte ziemlich klein und schäme mich – so mache ich einfach noch eins. In Gedanken sehe ich Gott lächeln – aber ich weiß, ER ist noch nicht fertig mit mir, obwohl ich schon darüber nachdenke, wie ich das Frühstück für Freunde organisiere, wie ich diese Brote schmiere – ich möchte für beides dieselbe Intension haben – denselben Antrieb und dieselbe Liebe  – die Kleiderspenden – ja, ich habe viel gegeben, insbesondere als ich umgezogen bin – alles musste raus – ich bin in eine kleinere Wohnung gezogen und mein Überfluss wurde sichtbar – wie oft war ich auf der Müllkippe, um Überfluss abzuladen …. und meine Kleidung – alles was ich nicht mehr trug weg damit – die Guten ins Töpfchen die Schlechten in den Müll – was für ein gutes Werk ich doch getan habe – WIRKLICH??? heute fragt mich Gott, was ist wenn Deine beste Freundin, die Empfängerin wäre – ja, aber diese Sachen sind doch noch alle gut ….ok die Ärmel sind etwas abgeschabt, aber das Teil ist von “Hugo Boss“ “Würdest Du das Deiner besten Freundin geben?“ Stell Dir vor, wer immer dieses Teil bekommt, stirbt darin und wird gefunden und man sagt – der arme Kerl hatte noch nicht mal vernünftige Kleidung, die ihn warm hält, sieh mal, alleine nur die Ärmel – was würdest Du denken? Würdest Du Dich schuldig fühlen? sicher ist er nicht nur gestorben, weil die Ärmel schäbig waren – aber was gibst Du? Almosen oder eine Liebesgabe. Warum gibst Du, weil Du was loswerden möchtest oder weil Du jemandem was Gutes tun willst. Was wäre, wenn Deine beste Freundin – Dein bester Freund auf der Straße lebt – was wäre, wenn Du Jesus etwas schenken dürftest? Was wäre, wenn Jesus eines Deiner Päckchen bekäme?

Nur das Beste – keine Reste – das ist die DNA unserer Kirche – ist es auch die DNA Deines Gebens ? Wie wäre es, wenn Du Deinen Schrank durchforstest und weg gibst, was Du nicht tragen kannst, weil Du keine Zeit dafür hast – weil es keine Gelegenheit gibt, diese Schuhe zu tragen? Es gibt Menschen mit genügend Zeit diese Sachen zu tragen und Gelegenheit haben sie auch!!! Was wäre, wenn Du etwas kaufst, mit dem Gedanken es weg zu geben? Was ist, wenn Du Dein Lieblingsteil “Deiner besten Freundin – Deinem besten Freund oder Jesus“ schenkst, indem Du es spendest? Jesus ist in den Armen und Obdachlosen auf der Straße – ER ist in den Verfolgten ER ist ein Kriegsopfer – ER ist in Beirut und am Hauptbahnhof – kannst Du Dein Geben in diesem Gedanken tun und fröhlich sein, sogar Frieden empfinden? Ich möchte nicht jemanden damit beschäftigen, der meine abgegebene Kleidung noch prüfen muss, ob sie gut ist oder kaputt, sauber genug oder zu schmutzig – ich will nichts Löchriges geben – ich will aus dem vollen Becher schöpfen, den Gott mir im Übermaß geschenkt hat ich will den Überfluss teilen und nicht was ich übrig habe – das Gute und nicht das was “nur“ zuviel ist – Dein Herz Herr, soll in meinem Geben sein – keine Mülltüten in denen ich etwas abgebe – sondern Geschenktüten mit Lieblingsteilen für meinen Lieblingsmenschen!!! Vielleicht gebraucht – aber dennoch etwas, was mir am Herzen liegt – etwas, was ich selber gerne tragen würde – Mode von heute und nichts, was aus der Mode gekommen ist – auch wenn es in 20 Jahren wieder modern ist – heute gebe ich und nicht morgen!!! Das Lieblingskleid im Tausch gegen die die Liebe Gottes, die durch diese Gabe offenbar wird.

Kannst Du glauben, dass Jesus lebt und ER inmitten dieser Menschen ist und eine Deiner Tüten bekommt – kann er das Brot genießen und mit seinen Kumpeln über Gott sprechen? Oder was, wenn ER den super schicken Markenpullover bekommen hat, an dem nichts dran ist – kein Flecken – kein Loch – alle fragen, wo hast Du den, denn her? Und ER berichtet von der Großzügigkeit Deiner Kirche und von der Großzügigkeit Seines Vater unseres Gottes, der alles gibt nur – um (D)ein Leben zu retten!!!

Also, wenn Du spendest oder etwas tust – dann denk‘ dabei, es ist für Deinen besten Freund oder Deine beste Freundin – vielleicht hast Du nicht die Gabe des Gebens, dann mach etwas anderes von ganzem Herzen für Gott – wir müssen nicht alle Kleider spenden oder Brote schmieren – wir dürfen auch unsere eigene Begabung einbringen – meistens haben wir sie genau deshalb erhalten.

Vielleicht bist du gerade deshalb Königin geworden, um …. Esther 4, 14

Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes. 1 Petrus 4,10

11So werdet ihr reich sein in allen Dingen, zu geben in aller Lauterkeit, die durch uns wirkt Danksagung an Gott. 12Denn der Dienst dieser Sammlung füllt nicht allein aus, woran es den Heiligen mangelt, sondern wirkt auch überschwänglich darin, dass viele Gott danken. 13 Um dieses treuen Dienstes willen preisen sie Gott für euren Gehorsam im Bekenntnis zum Evangelium Christi und für die Lauterkeit eurer Gemeinschaft mit ihnen und allen. 14 Und in ihrem Gebet für euch sehnen sie sich nach euch wegen der überschwänglichen Gnade Gottes bei euch. 15Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe! 2. Korinther 9

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Happy Birthday

Happy Birthday
will ich Dir schreiben
doch ehrlich gesagt
ich weiß nicht wohin

meine Gedanken an Dich
zu vertreiben
ehrlich gesagt
das krieg ich nicht hin

nein, ich werd’ Dich nicht besuchen
da wo Du bist, kann ich Dich nicht sehn
niemand wird Dich
aus meinem Herzen vertreiben
unsere Freundschaft bleibt immer bestehen

mir egal wo Dein Körper jetzt ist
Du bleibst, so wie Du warst,
in meiner Seele
Freundin, Vertraute, Verbündete,
ich vermisse Dich

Happy Birthday

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Wer

Wer ist der Künstler,
der schreibt oder der spricht?
der spricht oder der hört
der malt oder der sieht
stehenbleibt und einen Moment inne hält
der Noten aneinander reiht oder
der sie uns zu Ohren bringt
Klavier – Gitarre – Geige – Schlagzeug – Gesang
oder ist es hören – tanzen oder schweigend sehen
der Tag – die Nacht oder die Dämmerung
der Sonnenauf- oder ihr Untergang

Wer ist der Künstler ?
Der das Drehbuch schreibt oder
der sein Leben gibt
performt oder applaudiert
ist Kunst – Theaterbühne – Leinwand oder TV

Was ist Kunst?
Papier oder Stift
gesehen oder nicht

Wer ist Kunst
Worte – Farben – Bewegung
stille Blicke – innehalten
Ist ein Film gut – auch wenn nur wenige ihn sehen?

Seelen, die berühren spüren, und leise Schätze für ihre Kammer der Verlorenheit davon tragen, bis der Moment kommt, in dem sie ihn als Licht brauchen, sie geben der Kunst Raum und Sinn.

Kunst ist immer ZWEIseitig

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Manchmal braucht es den Mut der anderen

Hilflos ertragen, wie das Leben weiter geht
es hält nicht an, es wartet nicht,
einmal durchatmen und anhalten – nur einmal …
unbarmherzig geht es weiter, das Leben,
es lässt zurück, wer nicht mitkommt,
wer einen Moment stehenbleibt, muss sich beeilen um am Puls der Zeit zu bleiben
ist es gut, am Puls zu bleiben?
Ist es nicht doch eher ratsam, einfach mal zuzusehen,
wie sie sich abrackern und beeilen, um Schritt zu halten mit dem Lauf der Zeit
stehen bleiben – Ruhe finden – durchatmen – die Schönheit erkennen und festhalten
keine Werbeunterbrechung – sondern einfach mal Stille finden
ist es das, was Du gerade machst – innehalten – ausschlafen
vielleicht verstehen wir es nicht, vielleicht machst Du es richtig – schweigend zu protestieren
das Leben geht weiter – die Welt dreht sich – verpasst Du was?
Verlieren wir Dich? Gewinnst Du gerade? Wo bist Du?
Was ist das, was tust Du? Kämpfst Du um Dein Leben oder forderst Du das Leben auf, um Dich zu kämpfen?
Hast Du einfach aufgehört zu tun – aufgegeben dem Lauf der Zeit zu folgen?
Bist Du in einer Parallelwelt in der alles langsamer läuft – ist das die Antwort auf Dein Rufen?
Was ist passiert?
Vielleicht müssen wir einfach mutig sein, unseren Mut für Dich zusammen tun und für Dich eintreten – ein paar Schritte vorauseilen – hoffend dass Du uns bald wieder zur Seite stehst.

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Was es braucht, damit es Dir gut geht

In meiner Abteilung findet gerade eine große Veränderung statt – nicht nur, dass es viele neue Vorgesetzte gibt – sie kommen von extern und jeder bringt so seine eigenen Ideen mit – zusätzlich werden Systeme umgestellt. So stirbt eine alte Gewohnheit nach der anderen. Getoppt wird alles von der Art und Weise wie Kommunikation geführt wird und wie scheinbar achtlos, der ein oder andere Beteiligte ist. Grund für diese Achtlosigkeit ist ‘Jugend“ oder ‘Zielorientiertheit‘ und somit sind Ton und Refrain der Musik nicht unbedingt angenehm, die ein oder andere Schramme wird verteilt und wer sich selbst am nächsten ist, ist Sieger. Allerdings hat er meist das große Ziel nicht mehr vor Augen – ich selber bin nicht direkt betroffen, aber die Ausläufer sind noch ganz schön heftig. Mitunter falle ich in das Fettnäpfchen und schwimme mit dem Strom des hinterfurzigen Flurfunks.

In diesem Szenario fragte mich heute früh ein Kollege, wie es mir geht – seine Erwartungshaltung war nicht groß – ich entgegnete, dass es mir ‘sehr gut‘ geht um es sogar zu toppen ‘Super gut’ – wie das geht wollte er wissen – da es nur ein kurzweiliges Küchengespräch war, wollte ich jetzt nicht heilig antworten – also schoss mir in den Kopf ‘zufrieden sein‘ und weil die heutige Losung so gut war, fügte ich noch ‘zufrieden und dankbar sein‘ hinzu. Habt Ihr schon mal gesehen, wie ein Schleier sich hebt? So war das bei dem Kollegen – er lächelte und gab mir zu verstehen, dass er mit dieser doch so treffenden Antwort nicht gerechnet hat. Jedes Mal wenn er mich jetzt sieht, wird er sicher an diese Antwort erinnert und ich hoffe, dass ich diese treffende Wahrheit auch wirklich für mich Realität wird und ich das leben kann, in jeder Situation etwas finden was mich zufrieden und dankbar macht – iss schon wie ein kleines Stück Himmel, oder? aber in den schwachen ist Gott stark und so werde ich über mein Versagen nicht verzweifeln.

 

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Abschied – Freundin

20 Stufen für Dich zu viel
Du gingst sie nur für mich
Noch einmal sein, wie‘s früher war
Kino, Popcorn – Du und ich

Du hast gekämpft mit Deinem Sehnen
Abschied – ich hab’s nicht bemerkt
ich sah den Film nicht Deine Tränen
ich ahnte nicht, was so schnell kam

Du bist ganz schön alt geworden
die Beine schwer, das Herz so schwach
die Lebensmitte voller Sorgen
bleiern der Gang, der Atem flach

Nun bist Du fort, ganz leis gegangen
es kam zu schnell, was kommen muss
ich bin im ‘Hier und Jetzt‘ gefangen
für Dich war es des Lebens Schluss

So ohne Dich, fehlt mir das Beste
zu hart der Schnitt und das “danach“
spür nur noch schal, der Freundschaft Reste
Dein Herz ist stumm, die Welt zerbrach

Du hast den Kampf scheinbar verloren
Ich fass es nicht, Du warst so stark
Du ruhst jetzt sanft, bist neu geboren
am Ende mehr als nur ein Sarg

Nun werde ich wohl Abschied nehmen
von allem was uns hier verband
ich weine leise – laute Tränen
ist besser so, spricht der Verstand

Ist es so? Was ist das Beste
Leben im Schmerz oder der Tod
ich weiß es nicht, wir sind nur Gäste
Die Ewigkeit, weiß was sich lohnt

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Samstag der Tag zwischen Verzweiflung und Ewigkeit

Karfreitag ist vorbei – die, die schrien “Kreuzige ihn!“ gingen nach Hause – heiser und müde – der Römer, der die Nägel durch das Fleisch ins Kreuz schlug, hatte seine Arbeit getan – niemals zuvor war eine Kreuzigung wie diese – Menschen standen um das eine Kreuz herum und nicht nur die Mutter, sondern viele weinten, um diesen Mann – und der Verbrecher, den er kreuzigen musste bat um Vergebung für ihn – das war ein besonderer Tag – das Wetter spielte verrückt, es wurde dunkel anders als sonst – es war finster – kein Stern am Himmel – kein Mond und keine Sonne. Und das fröhliche ausgelassene Spiel um das Gewand war intensiver – irgendwas war mit diesem Mann am Kreuz, er musste einfach prüfen, ob er wirklich tot war, bevor er ihn seinen Leuten gab. Das Einzige was noch zu tun war, war getan Jesus liegt im Grab Josephs und damit niemand diesen Toten irgendwie aus dem Grab holt, werden Wachen vor das geschlossene Grab gestellt, ein Stein, der von einer Menschenhand nicht bewegt werden kann – der Körper liegt hinter dem Stein und kann nicht fliehen, selbst wenn er noch lebt stirbt er spätestens dort – es ist vorbei, der Spuk hat ein Ende und seine Gedanken bekommt er auch noch in den Griff, auch wenn es diesmal schwerer scheint als sonst, er wird sich ablenken mit seinen Frauen, seinen Freunden, er will den Tag vergessen ….

Der Tag mittendrin wird in der Bibel nicht groß erwähnt, man liest, dass die Jünger sich voller Angst zurückgezogen hatten. Sie haben 3 Jahre mit Jesus verbracht und mussten zusehen, wie er verraten, verkauft, misshandelt und gekreuzigt wurde … sie haben ihre Hoffnung verloren – Petrus heult sich sicher die Seele aus dem Leib und Thomas zweifelt an all dem was geschehen war – vielleicht diskutieren sie darüber was es bedeutet ES IST VOLLBRACHT, vielleicht schieben sie sich gegenseitig die Schuld zu, weil sie im Garten nicht genug gebeten haben – sie versuchen einen Plan für sich zu finden – wie soll es weitergehen? Sie können nicht oder nur schlecht schlafen – die Ereignisse de letzten Woche sind einfach zu viel sie sind aufgewühlt und verzweifelt. Alles hat sich verändert.

Was macht Maria an diesem Tag? Liegt sie in den Armen Johannes und weint – was empfindet eine Mutter die näher an Gott war als es jemals ein Mensch zuvor oder nachdem war? Der Engel sagte, dass ihr Herz durchbohrt wird, so war es nun am Samstag, aber sie hatte auch die anderen Worte die sie in ihrem Herzen bewegte (Lukas 2,19) vielleicht sprach sie mit Johannes darüber und hoffte aufgrund all der Ereignisse und Wunder, das dies nicht das Ende sein könne. Eine Mutter hat eine innige Beziehung zu Ihrem Kind – insbesondere wenn es so besonders ist. Vielleicht bereitete sie sich auf etwas in großer Erwartung vor, von dem sie nicht wusste was es war, oder vielleicht ahnte sie etwas – der heilige Geist war ja schon einmal mit ihr und die Geschichte von Lazarus kam ihr in Erinnerung – ich weiß es nicht, weil es nirgends geschrieben steht.

Jesus – wie erlebte er diesen Tag dazwischen? Er ging durch die Hölle und zurück!
Sein Vater Gott ist Liebe – das lesen wir in unzähligen Beweisen und Worten in der Bibel – was macht die Liebe an einem Tag wie diesen?
In Offenbarung 21 finden wir diese Worte: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; 4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. 5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! 6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. 7 Wer überwindet, der wird dies ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.

Wenn Gott Liebe ist, dann ist ER an diesem Tag bei Seinem Sohn – feiert mit ihm, dass er treu war und nicht aufgegeben hat weder im Garten noch als ER – Gott –  es nicht mehr ertragen konnte –  Gott feiert mit ihm, tröstet ihn, verbindet die Wunden kümmert sich, Jesus hat den Lauf vollendet!!! ES IST VOLLBRACHT  und dann sitzen sie beisammen und sehen wie die Welt darauf reagiert – die Hoffnung Marias, die Angst der Jünger, die Tränen Maria Magdalenas, sie sprechen darüber wie die Welt auf die Zugabe reagieren wird – wie es wohl sein wird, wenn Jesus Maria Magdalena begegnet – der Geringsten unter allen die mit Jesus zusammen waren – eine Frau, die 7 Dämonen hatte – eine Frau deren Sünden jeder kannte – sie war im Dorf  stadtbekannt und die Jünger wunderten sich immer wieder über die Gnade und Barmherzigkeit die Jesus ihr zu Lebzeiten entgegen brachte. Sie sollte ihn das erste Mal sehen – aber auch hier sollte es keine imposante Erscheinung sein – Jesus solle in Fleisch und Blut als ….Friedhofsgärtner??? zu Maria sprechen. (diese Art Gärtner steht nicht sauber und gewaschen mit der grünen Gießkanne rum, es ist einer der harte Arbeit leistet, mit Dreck und schwerem Gerät umgeht, der schwitzt und schmutzig ist)
Gott und Jesus verbrachten einen sehr guten Vater Sohn Tag, einen Tag der nur ihnen gehörte, einen Tag an dem Jesus Kraft tanken konnte, so wie er es auf Erden in der Wüste oft machte – aber niemals zuvor war er so leer, wie an diesem Tag gewesen – an diesem Tag konnte nur die direkte Beziehung mit Gott – Zeit mit IHM die Kraft, das Blut und den Schweiß zurück geben, Jesus musste lebendiges Wasser zu sich nehmen, durch Gott, damit ER wieder auf die Erde zurück kommen konnte – Gott war an diesme Tag sicher nicht im Himmel, sondern bei ihm im Grab, so nah auf der Erde, wie ER damals Adam den Odem einhauchte – diesmal brauchte sein eigener Sohn Jesus neuen Odem – Engel leuchten die Höhle aus und Gott hält ihn umarmt, tröstet, stärkt und ermutigt ihn und sie feiern, dass Jesus bis zum Ende durchgehalten hat.

So bekam Jesus die Kraft das Zeit- und Raumkontinuum zu durchbrechen, um Maria und den Frauen am Grab, den Aposteln im Versteck und auf den Weg nach Emmaus, am Meer und überall wo er es tat, zu begegnen.

Vielleicht war es so – vielleicht aber auch ganz anders – größer – liebevoller – ich weiß es genau sowenig wie alle, ich bin nur eine liebevolle Mutter – wer weiß was ein liebevoller Vater an einem Tag wie diesen tut….

Jesaja 44, 23 Sing, Himmel, denn der HERR hat es vollbracht. Freue dich, du Tiefe der Erde! Berge und Wälder und alle Bäume, jubelt! Denn der HERR hat Jakob erlöst und wird sich in Israel verherrlichen.

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Achte auf Deine Worte und hüte Deine Zunge

Eine heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens; aber eine lügenhafte bringt Herzeleid. Sprüche 15:4

„Ich erinnere mich gern noch an den Spruch, den Sie gesagt haben“ – der Mann, der das sagte, sitzt am Empfang und hat umgehend meine volle Aufmerksamkeit – meine Augen werden größer, meine Gedanken joggen in meinem Hirn, aber was immer ich gesagt habe – ich erinnere mich nicht. Oft habe ich eine große Klappe, klinge selbstbewusst und stark – so sagt man – ich gehe eigentlich auch seit ca. 1 Jahr nicht mehr regelmäßig durch die Lobby des Gebäudes, in dem ich arbeite – ich mag den Hintereingang – morgens früh um 6 Uhr, pling plong macht das Drehkreuz, klapp die Türe, piep das Terminal an dem ich mich einstempel, sanft öffnet sich die Türe des Aufzugs und ich gleite in den vierten Stock – gehe über den noch leeren Flur in mein leeres Büro genieße die Morgenstimmung und während ich das schreibe merke ich, wie sehr ich mich morgens früh abkapsel …. ab morgen wieder Haupteingang – dieser Pförtner also sagt, er hätte nicht vergessen was ich gesagt habe, ich hatte ihm gerade ein Dankeschön geschenkt, weil er so ist, wie er ist  … gespannt warte ich darauf, was er meint –

„So wie Sie die Menschen grüßen und ihnen was nettes sagen einfach so – wiesen Sie ,dass sie damit ihren Tag verändern und Ihnen macht der eigene sicher auch richtig Spaß“

Jetzt musste ich lachen – ja so was sage ich manchmal – in meiner Kleingruppe – meinen Freundinnen – bei einem Vortrag bei Aglow oder sonst irgendwann, wenn ich grad für den Herrn unterwegs bin – aber das ich sowas dem Pförtner im Gebäude meiner Arbeitsstätte sage … was mich da wohl geritten hat …. dieser Mann ist still und sehr korrekt – hält die Vorschriften ein – selbst wenn ich mal meinen Ausweis vergessen hätte, müsste ich mich ausweisen, um einen Besucherausweis zu bekommen – ich mag das. Man muss ihn ansprechen, damit er reagiert ich glaube manchmal, dass er autistische  Züge hat, er wirkt oft stoisch. Er ist oft sehr korrekt und überpingelig – er kann einen zur Weißglut bringen, wenn mal eben schnell was erledigt werden soll und man ihm nicht alle Informationen gibt  – und manchmal, wenn zu viel auf ihn einströmt,  wirkt er überfordert und unsicher, aber er macht diesen Job mit Hingabe – er war glaube ich gerade 2 Tage da, da kannte er schon meinen Namen und grüßte mich mit “Guten Morgen Frau Schmidt“ beim ersten Mal habe ich sicher sehr perplex geguckt – ich habe keine Funktion oder Rang mehr in diesem Haus – aber er kannte meinen Namen. Früher war das normal, viele Menschen in unserem Gebäude kannten mich und grüßten – mein Chef war ziemlich “weit oben“ und einflussreich – da wusste man wer seine Assistentin war und wie sie heißt, aber seit vielen Jahren mache ich diesen Job nicht mehr, der Chef hat den Job gewechselt und ich bin eine von vielen, die morgens das Haus betreten und abends wieder verlassen.

Heute Vormittag ging ich zum Kiosk – wollte mir ein Brötchen holen, weil ich heute durch mehrere Sitzungen musste und eine sollte über Mittag dauern, da braucht man was zu essen – von zu Hause bringe ich mir selten was mit, will das immer wieder ändern und merke an Tagen wie diesen, dass ich das auch sollte …. aus dem Brötchen wurden zwei – eine Milka Dankeschöntafel, eine Prinzenrolle, zwei Ü-Eier …. für den Pförtner das Dankeschön, für den Chef die Prinzenrolle für die Nerven (wer mein Chef ist, braucht Nerven) und für zwei Kollegen, die gerade echt genervt waren jeweils ein Ei …  der Mann im Büdchen war ganz verzückt und wünschte mir überschwänglich einen wunderschönen sonnigen Tag – so viel hab ich ihn noch nie reden hören, was man alles so für 8,10 € bekommt J muss ich öfter machen und dann der Satz des Pförtners … Er lächelte freute sich über seine Tafel – ich lächelte, lachte mich selbst innerlich aus – ein schöner Tag!!!

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Erkältung

Die Nase läuft, der Kopf der brummt
mein Körper schreit „Ich will ins Bett!“
und eine Stimme, die da summt
„Der letzte Traum, war viel zu nett.“

So tobt in mir der große Krieg
Entscheidung schon am frühen Morgen
Ja oder Nein, wer will den Sieg
ich mach mir um den Ausgang Sorgen

Schnell schlucke ich noch ein paar Pillen
Termine hetzen mich hinaus
zur Arbeit gegen meinen Willen
das hält der stärkste Mann nicht aus

Kraftlos schlepp’ ich mich zur Arbeit
Die Frage ist, was soll ich da
ich höre Stimmen keine Klarheit
vielleicht bin ich auch noch nicht da

Kann das sein, die Zeit steht still
denn irgendwie vergeht sie nicht
niemand hat hier Mitgefühl
verloren alle Zuversicht

Am Mittag wollen alle essen
doch ich sitz hier mit dickem Kopf
Ich soll das Atmen nicht vergessen
jetzt pack’ ich selber mich am Schopf

Vorbei, vorbei !!!, hör ich mich sagen
Nein, diesen Kampf geb’ ich nicht auf
kann mich so leidend nicht ertragen
der Nachmittag nimmt seinen Lauf

„Versuche es mit einem Lachen!“
„Strahle die Alltagssorgen weg!“
„Den Tag zu einer Party machen!“
So kriegt der Schnupfen einen Schreck

Kommst Du alsbald erschöpft nach Hause
mit voller Wucht fällst Du ins Bett
dann hat der Körper eine Pause
der neue Traum ist auch ganz nett

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