ups – vergessen zu beten

Es gibt da etwas, was ich gerne noch in meinem Leben sehen würde – also betete ich jeden Morgen dafür – ein Zeit lang – dann kamen andere Prioritäten und ich “vergaß“ dafür zu beten, wenn es mir einfiel, holte ich es nach ….. irgendwie hinterhergeschoben, mit ups – vergessen zu beten, aber das lieber Gott wäre schon cool, wenn …. Gerade eben hatte ich eine Unterhaltung mit mir selber oder mit meiner Seele oder mit welchem Ich von mir auch immer, in der ich gefragt wurde “Sag‘ mal Mari, ist DIR DAS nicht mehr so wichtig?  Warum hörst Du auf zu fasten und warum vergisst Du dafür zu beten?“ Schwupp war das schlechte Gewissen aufgewacht und frohlockte: “NäneNäneNäna Mari ist zu nachlässig – jetzt bekommt’s siehis nihicht !!!“ “Aber ist Gott nicht Liebe? Ist Gott nicht der, der mein Herz kennt?“ “Und kann es nicht sein, dass mein Gebet schon längst erhört wurde und ich IHN nur noch langweile?“

Also liebes schlechte Gewissen leg dich wieder, die Aufregung ist völlig umsonst – denn das  will ich Dir sagen – und merke es Dir für die Ewigkeit!

  1. Gott sieht mein Herz und kennt meinen Herzenswunsch
  2. Ich muss Gott nicht immer mit demselben Anliegen nerven
  3. Mein Fasten ist kein Geld dass ich in einen Automaten schmeiße, um Gebetserhörung zu bekommen
  4. Und wenn es nicht passiert, dann war es nicht Gottes Wille und gut für mich, dass es nicht passiert ist.
  5. Gott ist nicht der “einarmige Bandit“ an dem ich lang genug speilen muss, bis der Jackpot kommt

Also lieber Leser, liebe Leserin – sei gewiss, wenn Du Dein Leben in Gottes Hände legst, passiert alles was für Dich gut ist (auch wenn wir es manchmal nicht verstehen) Ja – Gebet ist gut, denn das hilft uns – Gott weiß schon, bevor Du betest, was Dir am Herzen liegt – auch wenn die ein oder andere Geschichte der Bibel durch gebet verändert wurde, musst Du dich nicht unterkriegen lassen. Wenn es so sehr auf Deinem Herzen brennt, dann vergisst Du es nicht und betest es durch – aber manchmal genügt es auch Gott anzuvertrauen, was Du “gerne“ hättest und Gott die Chance zu geben Dich zu überraschen – wie oft habe ich schon erlebt, dass eine Herzenswunsch erfüllt wurde, als ich ihn beiseitegelegt (vergessen) hatte und mich auf die nächsten Prioritäten fokussiert habe.

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Seeblauer Moment 

Manchmal erinnere ich mich an diesen Moment, als die Wohnmobiltüre aufging, Deinen Kopf herein stecktest und kopfschüttelnd wieder verschwandst. Lustig, dachte ich, denn ich wusste, dass Du mich suchtest – wir waren schließlich verabredet. Du als Vertreter Deiner Firma und ich als Vertreter Eures Geschäftspartners, dann kamst Du zurück, ziemlich verunsichert und ich sah zum ersten mal Deine Grübchen, als Du verschüchtert lächeltest. Schnell fanden wir zu einem gemeinsamen Lachen – als Du die Geschichte erzähltest, erwähntest Du immer, wie ich Dir einen Kaffee anbot und die Tasse aus dem obersten Fach herausholte, das war ein beeindruckender Moment für Dich …. Damals ahnten wir noch nicht, dass aus uns die schönste Geschichte der Welt werden würde, jedoch eine nach Nicolas Sparks – ohne Happyend. Niemals werde ich den Moment vergessen, an dem ich zum ersten Mal die Güte in Deinen Augen sah, die Güte, die die schlimmste Katastrophe in meinem Leben zu einem wundervollen Moment machte. Leise flüstertest Du: ich glaube, wir sollten eine Runde gehen – diese Runde endete um 6 Uhr am nächsten Morgen, ich war voller Adrenalin, um 7 mussten wir frühstücken inmitten der neugierigen Blicke der Kollegen – woher sollten Sie wissen, das wir die ganze Nacht Rücken an Rücken verbracht hatten und xnur Gott die Welt uns durch die Münder lief – wir redeten ohne Unterlass, selbst als uns die Worte ausgingen – Du warst der erste Mensch in meinem Leben, der an mir interessiert war, ohne mir zu nahe zu kommen, Du berührtest meine Seele indem Du da warst. Der folgende Tag war wunderschön, wir blickten uns an und erzählten uns in Sekunden mehr, als andere sich in Jahrzehnten erzählen würden. Wir sprachen über den Gesang der Vögel, über den Sound der Baumaschinen, die krachend an unserem Messestand vorbei fuhren, Estriche und die Sterne, die letzte Nacht unseren Worten lauschten und die tausend Tränen trockneten, die geflossen waren – es waren Geschichten über Verrat und Ermutigung Geschichten, die Dein und mein Leben schrieb, getrennt voneinander, jeder hatte seien eigene Geschichte, die in diesen Tagen aufeinanderprallten. Mit aller Kraft hast Du versucht, die schwarzen Wolken zu vertreiben, sobald sie am Horizont auftauchten, strahltest Du sie mit Deinen seeblauen Augen fort, nie zuvor hatte ich ein solches Blau gesehen, ich wollte nie wieder aufhören in ihnen zu versinken. In der Woche habe ich weniger geschlafen, als in den Wochen nach der Geburt meines Sohnes und doch war ich so voller Energie, eine Energie, die ich nie zuvor kannte, trotz aller Schwere in meinem Leben, war ich leicht und das Leben war sanft. Nächte voller Worte, voller Schweigen. Es gab keinen Moment ohne Worte, selbst wenn wir nicht sprachen, tanzten unsere Seelen Walzer und Wogen sich im Takt der Poesie unserer Leben. Und dann kehrten wir zurück, Du zu Deiner Familie, ich in mein Chaos – in meinem Leben war Krieg ausgebrochen und ich musste die Scherben zusammen sammeln, aussortieren und ein neues Lebensbild finden . Durch die Momente, die wir gemeinsam verbracht hatten, hatte ich die Kraft gefunden mutig zu sein – dafür habe ich Dir nie gedankt und jetzt ist es zu spät – dort wo Du jetzt bist gibt es keine Worte, keine seeblauen Augen, Du bist blass und zerfällst in Staub, nur Knochen sind jetzt noch übrig, ich weiß noch nicht mal ob Du verbrannt wurdest und wo die Stätte ist, an der sie Dich begruben – das steht mir auch nicht zu – ich habe die Erinnerung, die mir niemand nehmen kann, ich lächle weil ich in Gedanken, den unsicheren Bären sehe, der Grübchen im Gesicht hatte, wenn er lachte.

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Dankbar

Gestern, als ich den gewohnten Kilometer vom Auto zur Arbeit ging, hielt ein Van neben mir an (oder wie hei0en die neuen VW-Busse) eine Mitteltüre öffnete sich und unzählige Männer in Arbeitskleidung stiegen aus – ein kurzer Blick in den Innenraum ließ es so erscheinen, als sei dieses Auto immer noch picke packe voll mit Menschen ….. Da fiel es mir wie … naja es wurde mir extremst bewusst, wie gut ich es doch habe – in Wallraff-Manier kamen in mir Bilder hoch, wie sich Männer als Angestellte in einer Leiharbeitsfirma doch um ihren Job bemühen müssen – die Entlohnung entspricht sicher nicht den Entbehrungen und ich als verwöhnte, festangestellte Göre mecker, wenn mein Büro nicht richtig geheizt ist oder der PC mal viel zu langsam läuft ….. Dankbarkeit kroch in mir hoch und Zufriedenheit – klar ist das Vergleichen der Anfang allen Übels, aber manchmal kann es auch hilfreich sein und man kommt wieder auf den Teppich des Bodens der Tatsachen …..

 

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Die Wunder Gottes im Alltag sehen

Heute bekam ich schon sehr früh eine WhatsApp meiner besten Freundin, ich hatte ihr letzte Nacht einen Spruch geschickt: “Habe gestern den Schokoladen Pudding auf den Stepper gestellt, damit er ein paar Kalorien verliert! Ich bin sehr clever!“ (ihr merkt schon, wie ich heute drauf bin ….) und nachdem ich heute früh meine Tageslosung und mein Jahresbegleitbuch gelesen hatte (also nur die heutige Seite) noch die Nachricht hinterher geschickt “Gott ist stolz auf Dich!“ Ihr müsst wissen, dass meine Freundin alles vor Neun als viel zu früh einstuft und so wundere ich mich, als ich um 05:50 die Antwort bekam “Und auf Dich!“ Dann ging es immer hin und her ….. app1 sie schickte mir dann auch eines von sich …. mit dem Text app-neu….

Da fiel mir auf, dass wir (Christen) doch immer sagen wir glauben, dass Gott auch heute noch Wunder tut – also täglich – ich schaute wieder in den Spiegel (mittlerweile für’s Büro fertig) ….und bemerkte, dass das schon das allererste Wunder für heute war … diese Verwandlung und das jeden Morgen …..meistens höre ich Lobpreismusik morgens … da gibt es ein Lied „“Du machst alles neu, Schönheit fällt wie der Regen …!“ … ich lächle und singe laut mit „ooooooooohoho ohohoho …“ – ob der Liedschreiber wusste, dass dieser Text morgens früh eine ganz besondere Bedeutung für mich hat? Sicher nicht ……, aber es kommt ja auch nicht darauf an was er sich gedacht hat, sondern wie es bei mir ankommt und mit welchen Gedanken ich es singe und zu wem – ich lächle und bin so dankbar (für all die Kosemtikprodukte und so viel mehr)  …. heute starte ich etwas später als sonst ins Büro – gehe über einen sehr leeren Flur und wundere mich, ob Feiertag ist, denn normalerweise ist immer schon jemand vor mir da … heute nicht … heute ist einfach ein Tag, der langsamer beginnt, als andere und so beschließe ich, einfach auf die Hinweisliste nicht zu reagieren und den Kolleginnen und Kollegen keine Mail zu senden mit den Text, dass ich etwas für das System benötige, zumindest jetzt noch nicht … ich erwarte einfach und schau mal wie es so geht – heute am Entschleunigungstag …..mehr oder weniger kurz vor’m Wochenende – vielleicht mache ich auch heute früher frei, wenn keine Katastrophe geschieht ….. Danke für diesen Wunder VOLLEN Tag

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Montagmorgen

Fröhlich springst Du umher du gute Laune, wartest nur darauf, dass ich mit Dir tanze, aber ich bin zu müde. die Nacht war gut, aber zu kurz. Heute bin ich wieder vor dem Wecker wach geworden, es fühlte sich an als wenn jemand meine Füße kitzelt, der Montagsgriesgram sagt, das sei der Fußpilz, die gute Laune flüstert mir zu, dass es Gott ist, der darauf brennt den Tag mit mir zu beginnen.  Ich lese in meinem Losungsbuch, schlage die vorgeschlagenen Bibelverse auf (Prince of Peace“ drücke ich weg, ich bin aj schon wach – zumindest sind die Augen auf und lesen)  lese ein Kapitel im Johannesevangelium, so gestärkt sinke ich auf meine Knie und lege Gott den Tag im Vertrauen vor die Füße. Okay ich danke ihm für die Menschen, für die ich sonst ausführlicher bete und sicherheitshalber erinnere ich ihn an ein paar wünsche, die ich still in meinem Herzen trage – jetzt muss ich darüber grinsen, als wenn Gott das nicht wüsste, ist er es doch der mich kennt. Im Auto auf dem Weg zur Arbeit höre ich Radio Tim Bendzko rettet die Welt, ich sehe auf die Uhr gleich müsste „Kirche im WDR“ kommen darauf warte ich, denn oft schon hat mich dieser kleine Teile um kurz vor 6 Uhr ermutigt – so auch heute:

„Sage ja zu den Überraschungen, die deine Pläne durchkreuzen, deine Träume zunichtemachen, deinem Tag eine ganz andere Richtung geben – ja, vielleicht deinem Leben. Sie sind nicht Zufall. Lass dem himmlischen Vater die Freiheit, selber den Verlauf deiner Tage zu bestimmen.“ Dom Helder Camara

In mir höre ich ein lautes JA, jedoch ist der Zweifler, der Montagsgriesgram ermahnt mich “und wenn ER Dir nimmt woran Dein Herz hängt?“ Tja in meinem Leben hat es schon viele Wendungen gegeben, Träume sind geplatzt schneller als Seifenblasen – zack “Lass dem himmlischen Vater die Freiheit ….“ Jemandem die Freiheit geben, kann man nur wenn man nicht zweifelt, wenn man einfach zulässt, weil man weiß oder ahnt es wird schon gut – kann ich das? Nach all den Enttäuschungen in meinem Leben, nach all den Menschen, die von ihrem Ursprung her verpflichtet waren anders zu sein, mich zu lieben statt mich zu verstoßen – nach all dem kann ich vertrauen? Interessanterweise habe ich Gründe gefunden, warum das ein oder andere so war wie es war – nicht weil ich es nicht besser verdient habe – sondern weil Menschen nicht anders konnten. In einem weiteren Episode in der Kirche im  WDR – Mediathek les ich etwas über ein Lied von Katy Perry, keine meiner Lieblingssängerinnen, zu schrill für mich, auffällig rebellische Tochter eines Pastors , sie singt über bedingungslose Liebe, so wie ich sie mir wünsche und weiß, dass Gott sie mir schenkt. ER sagt er liebt mich: “Weil du so bist, wie du eben bist. Mir in manchem ähnlich und in vielem nicht, manchmal meine Stütze, aber nie meine Krücke.“ Er gibt mir die Freiheit, mich zu entfalten und bewahrt sich die eigene Freiheit, auch mal etwas Überraschendes geschehen zu lassen – am frühen Montagmorgen, wenn ich merke wie mein Atem im Schal gefriert und die Freude immer noch um mich herumtanzt – sie lässt sich nicht vertreiben, sie ist einfach da – die Freude, die von innen kommt …..

Wenn früh der Atem im Schal gefriert
der Mond mit seinen Sternen tanzt
Schönheit sanft Dein Herz berührt
wird Freude in Dein Herz gepflanzt

PS das Lied heißt Unconditionally und ist Track 5 der CD: Prism, Capitol (Universal) 2013, ich höre es mir wohl mal an und wer weiß, vielleiocht wird das heute meine nächste Überraschung  …..

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“Hilfe, da hat mich jemand erwischt !!!!“

Letzten Sonntag, war ich echt erschrocken, als der Pastor von einer Frau sprach, die sich morgens aus dem Bett rollt, um zu beten – ich weiß nicht, ob er meinen Gesichtsausdruck gesehen hat – weitgeöffnete Augen – starrer Blick ….. natürlich ließ ich mir sonst nichts anmerken und verhielt mich den Rest des Aufenthalts in der Gemeinde recht normal. Allerdings als ich nach Hause kam, habe ich die Leiter genommen und im Schlafzimmer, alle Ecken und Enden durchsucht, um die versteckte Kamera zu finden, denn bisher dachte ich, dass nur Gott weiß, wie zerrupft ich oft früh morgens vor meinem Bett knie, um Gnade für den Tag zu winseln ….. und nun beschreibt mein Pastor genau diese Situation. HILFE!!! Das Beste daran war, dass er es gut fand und dass er es jedem Gemeindemitglied empfahl, so zu beten “pray first“ nannte er es …. und nein, er wusste nicht wie sehr ich das nötig habe – jeden Morgen. Diese Woche ist ganz heftig ich stehe vor vier auf, bzw. rolle vor vier aus dem Bett, nachdem ich mein Leseritual vorgenommen habe – Losung + Bibelstellen, Andachtsbuch von Frau Prean und eine Geschichte von Max Lucado, dann aus dem Bett rollen, für den Tag beten, für meine Familie beten, für die Gemeindeleiter + Familien beten –und zum Abschluss das Vater unser (hier sei gesagt, dass das Gebet jeden Tag anders ausfällt, die Betonung entsteht immer unterschiedlich und der Tageslage nach sehr instinktiv und bereitet mich auf den Tag gut vor)  bei Gelegenheit fange ich mal an, dieses Gebet aufzunehmen, das ist echt interessant. Aber heute nicht mein Thema  heute geht es um “Hilfe, da hat mich jemand erwischt !!!!“ Nun unser Pastor wollte erreichen, dass wir wenigstens in de nächsten zwei Wochen über Lifestream oder eben vor Ort um 06:00 Uhr und um 07:00 Uhr an der Gebetswoche teilnehmen. Aus der “alten Gemeinde“ habe ich auch noch die Angewohnheit beim Gebet der ersten Tage im Jahr zu fasten – so faste ich also seit Sonntag – ich verzichte nicht auf alles, aber auf Süßigkeiten (das ist sooooooooo schwer) und es gibt nur eine ausgewogene Mahlzeit am Tag. Da ich derzeit fast jeden Tag einen Mittagstermin habe, gibt es also kein Frühstück und kein Abendessen und am WE versuche ich mal nur mit Wasser über die Runden zu kommen. Fasten ist so ne Sache – immer sitze ich hier und habe Hunger und es gibt meistens nichts auf weiter Flur, das sich zum Naschen anbietet, sobald ich faste kommen aber die besten Sachen um die Ecke, ganz besonders aus völlig unerwarteten Richtungen, wie gestern z.B. “Die Besten von F…..)“ ich freu mich schon drauf, wenn ich nicht mehr faste, obwohl ich ja eigentlich eine Diät anschließen will – vonwegen wenn ich grad dabei bin ….. also gestern kam dieses Ding um die Ecke, ich hatte gerade Fisch, Kartoffeln und ne Banane gegessen und war satt – so konnte ich es ganz easy in die Tasche stecken – ich hatte jedoch nicht mit dem Abend gerechnet – nicht nur, dass im Moment die Werbespots im TV sich alle um’s Essen drehen, nein die Serien und Sendungen sind auch alle sehr kalorienreich. Also mache ich das TV aus, trinke ein Liter Wasser, bete und geh schlafen ….. natürlich kommt gerade dann ein E-Mail, deren Antwort nicht warten kann, so stehe ich wieder auf gehe an den PC und erledige was zu erledigen ist, natürlich denke ich an Spaghetti, Schnitzel, Rouladen und sonstige Köstlichkeiten, die im normalen Alltag für mich nie eine Rolle spielen. Als ich wieder zu Bett gehe wälze ich mich von der einen Seite zur anderen, in der Bibel lese ich von dem Land in dem Milch und Honig fließt, bete das Vater unser, das mich sonst immer zur Ruhe kommen lässt, allerdings hat die Zeile “unser täglich Brot gib uns heute“ eine sehr gourmethafte Betonung und ich denke über die deutschen Brotspezialitäten nach (ich habe nie Brot im Haus) ich rieche jedoch förmlich, wie das Brot gerade aus dem Backofen kommt und fühle im Geist, wie die warmen Brötchen nur darauf warten verspeist zu werden ….. Was ist da los? Die Nacht war viel zu kurz und der halbe Stundenrhythmus in dem ich geschlafen habe, ist zusammengerechnet nicht mehr wert als 3 Stunden. Als ich mit einer Freundin in der Nacht schreibe, fragt sie wieso bist du noch wach – da erst merke ich, dass es um Mitternacht ist. Heute Morgen rolle ich also aus dem Bett, bete mein “Vater unser“ und stelle sofort die Kaffeemaschine an, repariere was die Nacht mit meinem Gesicht und meinen Haaren angestellt hat – Morgentoilette anziehen, Kaffee trinken, Losung lesen, Bibelstellen lesen, Andachtsbuch lesen ach ja die Familie segnen, die Pastoren und ihre Familien – heute nenne ich sie nicht namentlich sage nur die Gemeindeleiter und ihre Familien und will eigentlich heulend zurück unter die warme Decke (mir ist bewusst, dass ich dafür schon zu wach bin, aber meine Gefühle wissen das nicht) – ach heute kann ich doch mal zu Hause beten, denke ich und schleife meinen Körper vor den Spiegel – make up – viel make up!!!! und Augenschminke …. naja sieht komisch aus, ist mir egal, dann klingelt der Wecker 05:15 Uhr jetzt muss ich zum Auto “Ich will nicht!!!“ schreit es in mir und als ich zur Garage gehe, regnet es, auf der Autobahn regnet es, LKWs verteilen Schmutz und Nässe in hohen Bögen u.a. über mein Auto – mein Gefühl fragt den Geist “Warum tust du das“ mein Geist schweigt. Irgendwann habe ich es geschafft, stehe betend in der Gemeinde, wie unter einer Decke höre ich, was wir an diesem Morgen auf der Agenda haben, aber dann hüpft mein Geist und die Gefühle wundern sich, während des Gebetes erfahre ich eine fast unaushaltbare Nähe zu Gott, ich traue mich kaum einen Schritt zu machen, weil ich es genießen will und zack die halbe Stunde ist rum, so sitze ich wieder im Auto auf der Autobahn im Regen, LKWs verteilen Schmutz und Nässe in hohen Bögen u.a. über mein Auto und da höre meinen Geist sagen “Deshalb“!!! Ich muss lächeln ja, ich hätte echt was verpasst – heute gab es sogar keinen Stau und ich war schneller im Büro, als gestern, tippe auf den Link im Handy, stecke mir das Earphone ein und bin im Geist wieder mitten im Gebet. Wie cool ist das denn? Sie beten und mich erfüllt die Wärme der Liebe Gottes.

Ja, Herr, Du hast mich voll erwischt und morgen will ich das wieder …….

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Der Stempel – oder die Schublade

Manchmal muss ich echt grinsen und manchmal macht es mir das Leben schwer – es gibt Menschen, die mir einen Stempel aufgedrückt haben – sie haben mich in eine Schublade gesteckt und lassen mich seit dem nicht mehr sein. Erst letzten Sonntag ist mir das passiert, ja ich verstehe das so gut, denn ich bin nicht anders. Auch ich habe Meinungen über Menschen und stecke sie in Schubladen, freue mich jedoch, wenn sie wieder rauskommen. Auf Facebook, poste ich diesen Advent bewusst ganz viele Fotos vom Weihnachtsmarkt – schreibe darunter irgendwas von Weihnachtsmarktmarathon – ich muss so lachen – plötzlich mutiere ich zum Weihnachtsmarktkenner bzw. zu jemandem, der es mag über volle und gedrängten Weihnachtsmärkten zu laufen – stundenlang!!!! Eigentlich, dachte ich meine Freunde kennen mich besser und wissen, wie sehr ich in vollen Räumen oder auf vollen Plätzen leide. Da ich viele hochsensible Eigenschaften besitze, bin oft sehr eingeschränkt – ich muss immer Platz finden um auszuweichen, ich muss den Lärm abschalten können – ich brauche die 1:1 Beziehung. Ja die Fotos sind keine Fakes, sondern Momentaufnahmen, so wie so vieles auf Facebook eine Momentaufnahme ist. Ein Moment für das Foto und dann wieder zurück in die Stille, die, die mich über Weihnachten nachdenken lässt. Ja, ich liebe Weihnachten, aber all der Trubel und die vollen Geschäfte sind mir zu viel. Für mich ist Weihnachten deshalb so besonders, weil ich am 23.12. den wichtigsten Schritt meines Lebens gemacht habe – ich habe mich zu dem bekannt, der am 24.12. geboren wurde und der in aller Welt gefeiert wird. Das ist unter anderem der Grund, warum ich am 24.12. Party mache – versuche Menschen ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken, als ich es im Alltag tue – dafür ist Jesus doch geboren worden – Frieden auf Erden zu schenken. Mit meiner Feier am Heiligabend möchte ich Menschen diesen Frieden bringen, sie sollen sich um nichts kümmern müssen, sich einfach fallen und verwöhnen lassen – und wenn sie immer mit jemandem feiern, können sie diese Person bzw. diese Personen einfach mitbringen – so ist das doch bei einem offenen Haus. Weihnachtsmärkte sind für mich die Gelegenheit mal was zu besorgen, das ich sonst nicht bekomme – z.B. italienische Wurst- und Käsewaren, Olivenöl und Balsamico Produkte direkt aus Italien – im Alltag nehme ich mir nicht die Zeit entsprechende Produkte zu suchen. Ich mag es Geschenke auszusuchen, weil ich mir vorstelle, wie die beschenkte Person sich freut – ich mache mir echte Gedanken, ob meine Geschenke Lächeln schenken und wenn ich mir nicht sicher bin, lasse ich es. Meine Geschenke erfüllen keinen Sinn, sie sollen zum Lachen führen – einen fröhlichen Moment erzeugen. Erinnerung an diesen Moment sein. Mit meinen Geschenken öffne ich mein Herz für andere, sie machen mich verletzlich. Genauso ist es mit Gott er hat uns ein sehr großes Geschenk gemacht – er hat SEIN Herz geöffnet – niemand kann was mit dem Baby anfangen – Freude schenkt es wie viele Menschen finden Jesus einfach zuckersüß? Wie viele Menschen erinnern sich an die sonderbaren Zeichen, die mit ihm einhergingen. Heute z.B. höre ich auf dem Nachhauseweg, wie ein Mann einen anderen fragt, ob er ein Überbrückungskabel hat – nein sagte dieser – im Vorbeigehen sage ich, dass ich eins habe, alle Männer (Handwerker) schauen mich entgeistert an. Einer ist super begeistert und begleitet mich nach Aufforderung zu meinem Auto, der gefragte Mann raunte mir nur zu, haben Sie auch ein Auto? Ah – da steckte der Fehler, man(n) hat Angst um sein Auto … naja ich gab den Jungs dann noch den Tipp das Licht beim Startvorgang auszuschalten und dann startete das Auto auch sofort – und ich hatte fast den Trieb die Geräusche von Tim der Heimwerkerkönig zu machen, hab’s aber gelassen, mein Grinsen hat glaube ich genug gesagt – also steckt mich nicht in eine Schublade!!! Setzt mir keinen Stempel auf, sondern hinterfragt doch einfach mal – fragt mal warum und was und wie mein Herz schlägt und wenn ihr es einmal verstanden habt, wisst Ihr auch, dass ich nicht immer gleich ticke – ich handle einfach wie mein Herz es gerade möchte, aber meine Motivation ist immer meine Liebe zu Gott und SEINE Liebe zu uns Menschen.

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