Wenn Gras gefährlicher als freilaufende Ziegen ist ….

Wie unbeschwert das Leben sein kann, merke ich immer, wenn „sie“ zu Besuch ist. Wenn An- und Ausziehen akrobatisch wird – wenn ZEIT DAUERT – wenn Essen zum KunstWerk wird – Selbstständigkeit wichtiger als Zeitmaß ist,  neue Prioritäten einZug halten.
„Sie“ ist mittlerweile zwei Jahre und ein paar Monate und verbringt ab und an ein langes Wochenende bei mir. Jedes Mal ist es eine Freude, das strahlende Lächeln zu sehen, dass ihr von Gott mitten ins Gesicht geschrieben wurde. es ist ein HERRliches Lachen, das alle Herzen öffnen kann. Sie lacht rund um die Uhr – sie lächelt gerne Menschen an, sie benimmt sich in der Öffentlichkeit vorbildlich und bringt jeden zum Lachen. Natürlich ist sie zu Hause auch eine kleine „ichprobiereallesaus“ sie misst ihre Ausdauer an meiner – sie schläft einfach nicht, obwohl ihr die Augen zu fallen – sie lacht mich an, wenn ich mit ihr schimpfe, als ob sie sagen wollte „Ach Mari, ist doch nicht so wichtig“ und sie kann auf Kommando losheulen so laut und herzerweichend, dass es echt peinlich werden kann, dann lache ich sie an und denke „ach Liebes – das Leben ist viel zu schön, um zu weinen“ wenn sie in diesem Moment Aufmerksamkeit bekommt, dann brechen alle Dämme – Krokodilstränen tanzen über ihr Gesicht – sie springen förmlich aus ihren Augen, als ob sie von einem Trampolin hüpfen – die Nase läuft aus Sympathie mit – das ganze Gesicht ein einziger Weltuntergang ….. innerhalb von Sekunden der perfekte Wechsel – die Sonne geht wieder in ihrem Gesicht auf, weil sie irgendetwas anderes entdeckt hat, das sie mehr beschäftigt als dieser Weltschmerz – oft fällt ihr kurz der Weltschmerz nochmal ein, wird noch einmal von einem Beben durchschüttelt und schon ist alles Böse vergessen, sie strahlt mit einem großen Seufzer, der großen, tiefsitzenden Weltschmerz ausdrückt, dann schlägt alles in unbändige Freude über die kleine Blume am Wegesrand um.
Dieses Wochenende sind wir einen kleinen Trampelpfad lang gegangen, der ziemlich hoch mit Gras bewachsen war – links und rechts wurde sie von Gras überragt und manchmal hingen die Gräser in den Weg hinein – so ungestüm sie oft durch die Gegend rennt, sich sicher im Ziegengehege unseres Tierparks bewegt und Hörner für sie einfach nur großes Spielzeug sind, so vorsichtig ging sie diesen Weg – es muss ihr wie ein undurchdringlicher Dschungel vorgekommen sein – wenn sie sich nicht mehr traute den nächsten Schritt zu gehen, rief sie „Maiiiiiiii“ nach jeder Ermutigung, ging sie den nächsten Schritt, so kamen wir langsam weiter und weiter, bis dieser ihr endlos scheinende Weg in einem Feld mit Mohnblumen endete. „Bume, Bume“ wurden diese begrüßt – wie schön es ist, einem solchen Wesen zuzusehen und sich Zeit zu nehmen, um für das eigene Leben zu lernen – wenn unser Weg ein Dschungel des Lebens  ist, sollten wir das Ende mit der gleichen Begeisterung begrüßen „Bume, Bume“ das ist doch alles was zählt.
Am Besten war die Frühstücksbestellung „Boot, Kakao, Ei und Käse“ – beim Bäcker angekommen hieß es „da Boot“ und „Kuken“. So kaufte ich natürlich Milchbrötchen und Kuchen. Zu Hause angekommen wurden die Teller von ihr einzeln auf den Tisch gestellt, kreuz und quer über den hohen Tsich verteilt, die Brötchen mittendrin – Eierlöffel und „Buta“ – aus Käse wurde „Wuast“ und ein strahlendes Gesicht, blaue Augen in denen das Glück lebendig wird, ein Lächeln, das seinesgleichen sucht, setzte sich in den Hochstuhl…. ein Gebet – Hände ineinander gelegt – lange Stille – große Augen und ein „Aaaem“ so ein Mensch erhellt einem das Leben – ich weiß nicht, wie es später sein wird, wenn ihr das Leben mitteilt, wie hart es bereits zu ihr war, aber ich weiß, dass ich all diese Bilder in ein Buch des Lebens legen werde,Das Glück der Welt um ihr zu zeigen, wie schön der Plan Gottes geworden ist – in diesem Buch werden unendlich viele Fotos zu sehen sein – mit unterschiedlichen Schuhpaaren in verschiedenen Farbe, Formen und Fußstellungen – Fotos mit Seifenblasen und hohen Gräsern – Fotos mit Mohnblumen, die ihr über den Kopf hinausragen – unendlich viele mit diesem herzlichen, offenen Lachen, das nur sie schenken kann – ich hoffe, dass sie dann versteht, dass Gott einen guten Plan mit ihr hat und „sie“ plante, lange bevor „sie“ gezeugt wurde.

Psalm 27, 10 Wenn Vater und Mutter mich verlassen – so ist Gott für mich
Jesaja 43 : “ Aber jetzt sagt der Herr, der euch geschaffen hat, ihr Nachkommen Jakobs, der euch zu seinem Volk gemacht hat: „Hab keine Angst, Israel, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst zu mir. Wenn du durch tiefes Wasser oder reißende Ströme gehen musst – ich bin bei dir, du wirst nicht ertrinken. Und wenn du ins Feuer gerätst, bleibst du unversehrt. Keine Flamme wird dich verbrennen. Denn ich, der Herr, bin dein Gott, der heilige Gott Israels. Ich bin dein Retter. Ich bezahle ein hohes Lösegeld für deine Befreiung: Ägypten, Äthiopien und Seba. So viel bist du mir wert, dass ich Menschen und ganze Völker aufgebe, um dich am Leben zu erhalten. Diesen hohen Preis bezahle ich, weil ich dich liebe.“

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Über maripoet

I follow the carpenter und lächle, wenn was schief geht - schließlich ist es ja schon passiert und nicht mehr zu ändern ... Es gibt so vieles bemerkenswertes, das wirklich Wert ist bemerkt zu werden und so schreibe ich mir von der Seele was auf ihr liegt, so wird sie leichter und ihr habt was zum grinsen oder denken - an sehr guten Tagen beides :-)
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