Eli, Eli, lamma sabochtani? – Mein Gott, mein Gott warum hast Du mich verlassen?

Worte zu einem Zeitpunkt, der mir immer wieder Rätsel aufgibt – bis vor ein paar Tagen, als ich eine Freundin besuchte – sie erwähnte, dass sie irgendwo gelesen habe, dass Gott sich evtl. in diesem Moment weggedreht hat, weil er es nicht ertragen konnte.
Das machte mich hellhörig zumal es vorher den Satz gibt: “Herr, vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!“ hatte Jesus Gott davon abgehalten einzugreifen?

Nein, ich werde Gott nie verstehen – aber hier kommt ein kleiner Funke “Beruhigung“ in mein Denken – denn auch ich werde nie verstehen, dass Gott seinen Sohn opfert – ja in seiner Allmächtigkeit und so …, emotional ist und bleibt es mir ein Rätsel ….. bis zu dem Zeitpunkt in dem ich alles verstanden habe – es aber nicht mehr bloggen kann – dann wenn mein Körper wieder zu Staub wird.
Also was mich beruhigt ist folgendes:
Als Abraham seinen Sohn opfern sollte (1.Mose 22) wurde er im letzten Moment von Gott durch einen Engel zurückgehalten es wirklich zu tun.

Als Mose für sein Volk eintritt (2. Mose 32) und sagt: „dann lösche eher meinen Namen im Buch der Bücher“
entgegnet Gott: :
»Ich streiche nur den Namen dessen aus meinem Buch, der sich gegen mich vergangen hat. «
Nur den Namen der sich gegen mich vergangen hat … Jesus war ohne Schuld …. das lasse ich mir auf meiner seelischen Zunge zergehen und ich suche weiter ….
In Jakobus 1 finde ich: Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veränderung noch Wechsel des Lichtes und der Finsternis. Das gibt mir die Zuversicht, dass wir einen guten Gott haben.

Allerdings oder gerade deshalb hat er sich entschieden seinen eigenen Sohn zu unserer Rettung gegeben (Johannes 3)
In der Schöpfungsgeschichte steht, dass wir nach seinem Abbild geschaffen sind “IHM ähnlich“ (1. Mose 1,26) und das lässt mich aufhorchen.

Ein ganz banales Beispiel ist der Termin beim Zahnarzt – wir wissen, dass das nötig ist und wie oft verschieben wir unseren Anruf zur Terminvereinbarung und wenn wir den Termin haben, geht es uns mies – auf dem Stuhl schließen wir die Augen – kommt es zum „Schlimmsten“ Bohren oder sogar Zahn ziehen.
Oder wir steigen in die Achterbahn (bei mir riecht schon die flinke Maus) und schließen einfach die Augen, wenn es brenzlig wird – beim Thriller im Kino drehen wir uns weg – ein Reflex!!!
Stellen wir uns nun vor, dass wir an Gottes Stelle zusehen müssten, wie unser Sohn durch die Hölle gehen muss, da wir wissen, dass er der Sieger sein wird, feuern wir ihn zuerst an – ermutigen ihn und geben ihm Kraft – aber …. wird es nicht einen Moment geben in dem es auch für Gott zu viel wurde? Nur eine Millisekunde ??? Durch die direkte Verbindung von Jesus zu Gott hat er das sofort gemerkt – er bittet ihn sich wieder umzudrehen – sich ihm wieder zuzuwenden. „Eli, Eli, lamma sabochtani“

Um nochmal auf einen anderen Satz in dieser Szene zurückzukommen, hier öffnet sich mir schier unglaubliches: “Herr, vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!“ hatte Jesus Gott davon abgehalten einzugreifen?
Vielleicht ist es uns nicht bewusst – aber Jesus wusste bereits zu der Zeit, als er den Jüngern die Füße wusch und das letzte Abendmahl einnahm das geschehen wird, was geschehen ist – ihm war klar – war er doch Mensch und Gott zugleich, dass er weltliche Schmerzen erleiden muss – Schmach ertragen und dass er durchhalten muss, sonst wäre der Plan Gottes nicht erfüllt worden.

Der Prophet Jesaja hatte bereits 770 Jahre vorher niedergeschrieben was geschehen musste (Jesaja 42,1-4 + 49,1-6) die Leiden wurden genau beschreiben in Jesaja 50,4-9 diese Stellen kannte Jesus genau wie Jesaja 52 + 53.
Die Kindheitsjahre von Jesus werden nicht beschrieben und ich mag auch keine Bücher lesen, die irgendetwas von verschwundenen Rollen berichten oder Verschwörungstheorien beschreiben – ich glaube, dass diese Zeit, die heilige Zeit Gottes war!!! Zeit, die auch wir mit gott haben nicht so intensiv und lang – aber auch wir habe nab und an solche Zeiten. Jesus wurde auf die drei Jahre vorbereitet – diese Zeit war sehr intensiv zwischen Gott und Jesus – und wenn wir heute merken was uns die Kinder einfach aufgrund ihres kindlichen Glaubens glauben, war es genau die richtige Zeit im Menschenleben Jesus, ihn vorzubereiten.

Kinder können so präzise fragen – sie nehmen etwas auf, was wir ihnen sagen und hinterfragen es, wenn es in ihnen zu Unkalrheiten oder Ungereimtheiten kommt. Bei Jesus war das bestimmt auch so. Gott hat ihm etwas geoffenbart und Jesus hat die existierende Welt damit verglichen und dann gefragt. Die letzte Antwort wird sicher gewesen sein: Der Mensch hat einen eigenen Willen bekommen, damit er sich entscheiden kann und diese Entscheidung wird Gott nicht zwanghaft umdrehen, dass der Mensch sich entscheidet wie ER, der ICH BIN, es gerne hätte, denn dann wäre der freie Wille ja nicht frei.

Stellen wir uns nun vor, wir sehen wie unser Kind verhöhnt oder sogar geschlagen wird – wir als Eltern greifen doch ein, wenn unser Kind aber sagt: “Hey ich regel das erstmal alleine!!“ oder etwas in diese Richtung stehen wir ihm bei und warten ab:

“Herr, vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!“

Vielleicht drehen wir uns auch um, um nicht automatisch einzugreifen, was natürlich ein vollkommen normaler Reflex ist.

Noch etwas kam in diesem Gespräch mit der Freundin auf. Jesus muss eine göttliche Person gewesen sein – wenn wir vor unserem Termin mit dem Zahnarzt schon voll panisch sind – oder wenn der Chef uns ruft und wir wissen, dass da nix Gutes auf uns zu kommt – wie kann es sein, dass Jesus in seinen letzten Stunden – isst und trinkt – Gleichnisse über das was kommt erzählt und seine Jünger sogar noch tröstet – obwohl er Jesaja kennt – selbst der großherzigste Mensch, der immer an alle anderen denkt – wäre er fähig gewesen so zu sein.

Die Geschichte mit Jesus ist unglaublich – sie ist intensiv und sureal – sie hat viele Facetten – dieser Blog stößt eine davon an – zum Nachdenken und forschen und wer weiß, was sich alles finden lässt, wenn wir danach suchen.

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Über maripoet

I follow the carpenter und lächle, wenn was schief geht - schließlich ist es ja schon passiert und nicht mehr zu ändern ... Es gibt so vieles bemerkenswertes, das wirklich Wert ist bemerkt zu werden und so schreibe ich mir von der Seele was auf ihr liegt, so wird sie leichter und ihr habt was zum grinsen oder denken - an sehr guten Tagen beides :-)
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