Wie geht es Dir Gott?

Mein erster Gedanke heute früh war “Guten Morgen lieber Gott – wie geht es Dir?“ Der “liebe Gott“ ist mir noch aus Kindertagen hängen geblieben – ich weiß ja, dass es als Floskel gilt, aber ich mag es ihn bewusst genau so zu nennen – weil ich ihn als gerecht und liebevoll erlebt habe und dankbar dafür bin – auch andere Seiten kenn ich, aber das ist heute nicht mein Thema.
“Guten Morgen lieber Gott – wie geht es Dir?“ denke ich also so um 04:52 Uhr, schon erschrecke ich mich vor mir selber – Wie frech ich doch bin, so etwas zu fragen, den ALLMÄCHTIGEN zu fragen, wie es IHM geht – und das auch noch ernsthaft – also nicht so wie mein Bäcker mich oft fragt und dann sowieso nicht zuhört, wenn ich antworte.
Darf ich das überhaupt – darf ich den Schöpfer aller Dinge fragen wie es IHM geht? Darf ich eine Antwort erwarten? Als ER an diesen Tagen die Welt (neu) schuf, ER sah mehrfach “dass es gut war!“ (1. Mose 18 … Und Gott sah, dass es gut war. 21 … und Gott sah, dass es gut war. 25. … Gott sah, dass es gut war. 31 Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut )
Darf ich diesen Schöpfer fragen “Wie geht es Dir?“ Einfach so – pauschal – ohne zu reduzieren – ohne zu fragen

Wie geht es DIR mit …
– dem Himmel
– der Erde
– den Tieren
– den Menschen
– der Freiwilligkeit des Menschen sich “für oder gegen“ zu entscheiden?

Wie geht es Dir Du allmächtiger – allwissender Gott?
Kenne ich die Antwort und stelle eine dumme Frage? Bin ich ein Narr in Gottes Augen? Sitzt der „liebe Gott“ nun auf seinem Thron und verspottet mich armen, kleinen Wurm, der wissen will wie es dem Allmächtigen geht?
“Hey Jesus, hast Du die bemerkt? Die Kleine da, fragt wie es mir geht – mich DEN Allmächtigen? Das ist doch ein Scherz, oder? Die ist ja noch nicht Mal richtig wach – ganz verschlafene Augen und gewaschen ist sie auch noch nicht“ Jesus antwortet wohlmöglich “So isse, will immer was Besseres sein – will wissen wie es dem ALLMÄCHTIGEN geht! Das nenne ich mal Neugieriges Weib“ und beide hau‘n sich dabei auf den Schenkel und spötteln „Wurm, Wicht, Laus, …“
Wie geht es Dir Du allmächtiger – allwissender Gott? Wenn ich wüsste wie sie spötteln – würde ich trotzdem fragen?
Wie geht es Dir Du allmächtiger – allwissender Gott?
Nein, ich glaube nicht, dass er spöttelt – ER wacht schon die ganze Zeit über mich und freut sich, dass ich die Augen öffne – ist dieser erste Gedanke sogar der Beweis dafür, dass ER in dieser Nacht bei mir war und mich vor den Alpträumen beschützt hat?
Wie geht es Dir Du allmächtiger – allwissender Gott?
Wird er über die IS klagen – die 500 Menschen, die letzte Nacht ertrunken sind? Wird er mich herausfordern aufzustehen (also nicht aus dem Bett – sondern gegen Rassismus und so) Wird er mir sagen, wie sehr er die Freiwilligkeit bereut? Bereut er sie überhaupt?
Wie geht es Dir Du allmächtiger – allwissender Gott?
Wird er mich auf den Gesang der Vögel aufmerksam machen , die um diese Zeit Ihm das Lob bringen? Das Lob in dem er wohnt? Oder wird er mir die Blüten zeigen, in denen sich SEINE Schönheit offenbart? Den Menschen, dem ich heute begegne – ermutigt er mich diesen Menschen zu dienen egal was sie mir tun, egal was es mit mir macht? (Was Du dem Geringsten und ihnen getan hast …)
Wie geht es Dir Du allmächtiger – allwissender Gott?
Kann es einem Gott denn gut oder schlecht gehen? Ist SEINE Antwort nicht “neutral“? Liebe Mari, es geht mir “neutral“!. Mit dieser Antwort wäre mir nicht gedient – eine Antwort wie “Es geht!“ oder “ICH kann nicht klagen (es hört ja niemand zu)!“ oder was mache ich denn wenn es IHM schlecht geht? Versuche ich IHN aufzumuntern und erzähle ich ihm einen Witz und wenn ja, kennt er die Pointe nicht schon im Voraus und es ist witzlos? Grinse ich ihn nur an und sage “Das wird schon wieder“?
Wie geht es Dir Du allmächtiger – allwissender Gott?
Mari, danke dass Du fragst – lebe doch heute Dein Leben, wie es MIR gefällt – dann geht es mir gut …. wie überheblich anzunehmen, wenn ich ihm wohlgefällig bin, dass es IHM gut geht ….
Nein ich kann es nicht verändern – ich kann mein Bestes geben – und wenn ich falle, wieder aufstehen und neustarten – bloß nicht liegen bleiben ….
Der Gedanke “Wie geht es Dir Du allmächtiger – allwissender Gott?“ wird in meinem Sein bleiben in der Seele tief verankert – Wenn Gott in mir ist und ich in ihm, beantwortet sich die Frage vielleicht doch von selbst, oder sagt er “Danke es geht mir gut Mari und wie geht es Dir?“

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Über maripoet

I follow the carpenter und lächle, wenn was schief geht - schließlich ist es ja schon passiert und nicht mehr zu ändern ... Es gibt so vieles bemerkenswertes, das wirklich Wert ist bemerkt zu werden und so schreibe ich mir von der Seele was auf ihr liegt, so wird sie leichter und ihr habt was zum grinsen oder denken - an sehr guten Tagen beides :-)
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Eine Antwort zu Wie geht es Dir Gott?

  1. lebensraumgestaltung schreibt:

    Mari, DANKE für diese Frage …. Es ist wirklich wichtig, die Perspektive einmal zu verändern und zu schauen, wie es GOTTES HERZEN geht mit dieser Welt und seinen [manchmal sehr widerborstigen] Geschöpfen und Kindern.

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