Und am Abend wissen wir mehr…

am frühen Morgen noch eine Weile da zu liegen, ohne mich zu bewegen und die Jungfräulichkeit des Tages zu genießen – die morgens um 5 stärker zu spüren ist, als um 07:37, aber selbst jetzt ist sie da – ich denke darüber nach, dass ich noch nichts von dem Tag weiß – was wird er mir bringen – wie wird es sich stellen – wer wird mir begegnen – es gab einmal eigene Morgen an dem meine Augen aufgingen gleichzeitig meine Beine sich aus dem Bett schwangen und ich sitzend rief “wo bin ich – wie heiß ich und wo muss ich hin“ meine Freundin, die im selben Zimmer (ach was waren Freizeiten cool) lag, lachte und ich stakste orientierungslos ins Bad. In meinem letzten Traum – (die letzte Nacht war voll mit Träumen – mit bösen und bodenlosen Konstrukten – mit Menschen, an die ich lange nicht gedacht habe, mit guten Gedanken jeder Traum für sich bedenkenswert – es war eine seltsame Nacht) – aber in meinem letzten Traum hat meine Freundin mich wieder ins Bett geschickt – sie meinte, ich sähe noch nicht so aus, als sei ich bereit für den Tag – ehrlich? Bin ich auch nicht, es war so angenehm, als sie zu mir sprach, in der Küche am offenen Fenster den Blick hatte ich auf die Blumenwiese gerichtet und die Sonne schien – jetzt im wachen ehrlichen Leben, ist es trübe da draußen – es regnet sanften Sommerregentropfen – ich mag den Sommerregen. Den Tag hatte ich schon einmal begonnen, heute früh – habe die Tageslosung gelesen und eine Art Auslegung dazu – das mache ich immer bevor ich aufstehe – ich greife zu meinem Handy und lese was es zum Tag zu sagen gibt – manchmal verschwimmen die Buchstaben oder sie sind mit einem Schatten hinterlegt, so wie die Buchstaben beim Augenarzt es für mich ganz oft sind – ich trage nämlich keine Brille, wenn ich schlafe – im Traum sehe ich auch ohne sie sehr gut – so müssen meine Augen schon ihr erstes Training absolvieren – auf der rechten Seite bin ich fast blind und links gleicht es aus – morgens jedoch, wenn die Augen noch voller Schlaf sind, können sie das nicht, irgendein Schleier liegt meistens noch auf den Pupillen und ich vergrößere die Schrift, um es ihnen zu erleichtern – hilft auch nicht immer. Einmal hat meine Freund beim Frühstück diese Auslegung vorgelesen, hörte sich anders an, als das was ich morgens gelesen hatte – obwohl es derselbe Dienst ist – das nehme ich in Kauf, nur um meine verhasste Brille nicht am Bett haben zu müssen. Es gibt Tage, da bin ich komplett fertig und stehe unten am Auto, da fällt mir erst auf, dass ich sie noch nicht trage, ohne sie bin ich ziemlich blind – so muss ich zurück, um sie zu finden, wenn ich’s eilig habe, dauert es mir immer viel zu lange – als mein Sohn noch bei mir wohnte sind wir oft zu zweit durch die Wohnung geirrt und haben sie gesucht – ich glaube er fand das nie so prickelnd. Heute wollen wir (ich bin bei meiner Freundin in Ostfriesland – ihr Mann sie und ich haben Pläne für heute gemacht)  eine Fahrradtour machen 50 km, klingt nach Anstrengung und Muskelkater – aber beim letzten Mal habe ich es gut überstanden – beim letzten Mal ging es mir auch besser und es hat nicht geregnet. Es soll zu einer Fähre gehen “Hol üver“ oder so sagen sie hier – bei Fähre fällt mir immer ”Don’t pay the ferryman“ ein, ich mochte den Song noch nie – also den Text, die Melodie hat sich festgesetzt,. habe oft darüber nachgedacht, was passiert wenn ich doch schon voraus bezahle – wobei es in dem Song sicherlich nicht um die ostfriesischen Fähren geht, die einen festen Preis haben – der Song hat sich auch eine tiefgehender Bedeutung, aber heute zu Beginn des Morgens möchte ich nicht darüber nachdenken. Wir haben also Pläne – mein Kreislauf sagt – lass mal Kleene, meine Magen kommt mit den 5 kg Obst von gestern nicht klar – Erdbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren und Kirschen – er streikt und moppert – wahrscheinlich kommen daher auch die wirren Träume der letzten Nacht – egal – ich werde mich als gleich aus dem Bett schälen und zum Frühstück runter gehen und den Tag beginnen, oder ich drehe mich einfach nochmal um ….

und am Abend wissen wir mehr ….

Tja und am Abend weiß ich mehr …es hörte nicht auf zu regnen und meine Freundin und ich sind dann ein wenig in die Läden gefahren. ich wurde von einem Stuhl verfolgt – selbst der Banker hinter mir fand’s witzig – die beiden Senioren, die eigentlich auf ihr Mittagessen warteten, zu denen der Stuhl eigentlich gehörte, waren voll irritiert – so wie ich … es war wie bei einer fleischfressenden Pflanze, der Stuhl schnappte einfach zu und folgte mir mit lautem Getöse durch den Gang – natürlich habe ich ihm gut zugeredet ihm erläutert, warum er mich nicht begleiten konnte, dass er nicht zu meiner Einrichtung passt habe ich ihm verschwiegen, das wäre zu hart gewesen, als ich ihm klar gemacht habe wie eng so ein Örtchen ist und ich dringend mein Geschäft erledigen müsse, erlaubte er mir ihn wieder an seinen Platz zu stellen, höflich entschuldigte ich mich bei den Senioren, die immer noch ganz fassungslos auf das Geschehen starrten, der Banker hinter mir zwinkerte mir zu und meinte, dass er meine Argumente voll nachvollziehen können – nun weiß ich endlich, dass die Verhältnisse auf der Herrentoilette doch nicht anders sind, als bei uns – auf meinem Rückweg musste ich wieder an ihm vorbei, die Frau beobachtete das Szenario ganz genau – ich habe mich ganz still auf Zehenspitzen an dem Stuhl vorbei geschlichen – er hat’s nicht gemerkt und meine Freundin war auch ziemlich froh, dass sie diese Situation nicht miterlebt hat . ich wollte eigentlich nur auf’s Klo …..die Nichtfahrradtour endete schließlich in einem 5 Stunden durch die Lädenrennmarathon – schmerzenden Füßen und blauen Flecken an den Beinen vom Stuhl … ich weiß nicht, ob es besser gewesen wäre durch den Sommersprühregen 50 km abzuradeln … ich weiß zumindest mehr über den Tag als heute früh – aber ob es mich schlauer macht …. es war ein toller Tag meine Entspannung  hat begonnen morgen stehe ich früher auf – ganz viele Termine und Pläne …..dennoch werde ich mit Matthäus 6, ab 26 zu Herzen nehmen: Darum sage ich euch: Sorget euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung 26 Sehet die Vögel des Himmels an! Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? 27 Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Länge eine einzige Elle hinzusetzen? 28 Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen. Sie arbeiten nicht und spinnen nicht; 29 ich sage euch aber, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie deren eine 30 Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, also kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen? 31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, oder was werden wir trinken, oder womit werden wir uns kleiden? 32 Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden; aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles bedürft. 33 Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles hinzugelegt werden. 34 Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den andern Morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tage genügt seine eigene Plage!

Und falls mir wieder ein Stuhl zu nahe kommt, werde ich ihm geduldig seinen Platz zuweisen,

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Über maripoet

I follow the carpenter und lächle, wenn was schief geht - schließlich ist es ja schon passiert und nicht mehr zu ändern ... Es gibt so vieles bemerkenswertes, das wirklich Wert ist bemerkt zu werden und so schreibe ich mir von der Seele was auf ihr liegt, so wird sie leichter und ihr habt was zum grinsen oder denken - an sehr guten Tagen beides :-)
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