“Könnte – Würde und Sollte“ bringen Dich nicht ans Ziel – sie sind die Anker Deines Anliegens am fernen Horizont

Konjunktiv

Ein Ja sei ein Ja und ein Nein sei ein Nein…
Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel. Matthäus 5,37 Das ist einer meiner Lieblingssätze in der Bibel, weil es das Leben so einfach macht – kennt Ihr diese Sätze wie: “Ich wäre froh, wenn ich hier Schützenhilfe bekommen könnte.“ Der Songwriter UweX ein Lied über den „“Den Konjunktiv“ geschrieben, das er auch in seinen Konzerten vorträgt, alle finden das sehr lustig. Leider lacht niemand, wenn er sofort im Anschluss sagt: Ich würde Euch gern meinen Bassisten vorstellen. So ist das mit dem Konjunktiv – wir bemerken die “Könnte und Würde“ dieser Welt garnicht. Nun ich persönlich bin da sehr allergisch – “ich stelle euch jemanden vor“ oder “ich freue mich über Schützenhilfe“ die würdest Du und könntest Diese Aussagen habe ich verjagt, daher kann es passieren, wenn ich in meiner Funktion um etwas gebeten werden, dass diese Antwort kommt: die Bitte lautete so : würdest du bitte meine Komm- und Geh-Zeiten nachtragen. die Antwort so:        ja ich würde, wenn ich das sollte, aber ich könnte auch … Hey, ich werde dafür bezahlt Zeitdaten zu verarbeiten, daher würde ich nicht, sondern ich tu’s ist es denn unhöflich zu sagen “Trag bitte meine Komm- und Geh-Zeiten nach“ Nein ist es nicht, denn nicht das “würde und könnte“ ist die Formel der Höflichkeit, sondern das BITTE!!! Natürlich wenn jemand nicht weiß, ob ich etwas kann, kann jemand danach fragen: “Kannst Du das?“ …. könnte und würde unterstellt mir doch Unvermögen und ist somit unhöflich ….. Wer mich kennt weiß, dass wenn ich sage “Würdest Du bitte …“ es keine Bitte, im Sinne von jemanden bitten etwas zu tun, mehr ist, sondern eher ein “Ansage“ – ich nutze den Konjunktiv oft als Nachdruck. Beispiel aus dem Leben: Ich: Sohn (also ich sage natürlich seinen Namen) machst du bitte die Fenster zu? Er: Ja, mache ich. (lächelt meistens dazu)
Klare Bitte – klare Antwort
Wenn ich dann einige Zeit später immer noch im Durchzug stehe (stehen sollte) folgt das hier: Ich: Sohn (also ich sage wieder seinen Namen) würdest du bitte die Fenster zumachen!!!
Er: Ja, sagte ich doch, mache ich . (lächelt immer dazu) (Anmerkung der Redaktion: Mir fällt dann meist auf, dass ich keinen Zeitpunkt genannt habe und ich setze ein “Heute noch!“ hinzu – spätestens dann steht er langsam mit einem “Jaha“ auf.)
So ist der Konjunktiv doch eine missverstandene Form des Deutschen Vokabulars – die Einen meinen super höflich zu sein, die Anderen verstärken ihre Aussage damit. Wird der Konjunktiv dann schriftlich verwendet – weiß man doch garnicht wie er gemeint ist. Man muss die Person kennen, die es schreibt um den Konjunktiv einordnen zu können. Oft wird er sogar aus Unsicherheit heraus verwendet, weil man nicht “befehlen oder anweisen“ möchte. Daher ist es doch viel besser, es ganz zu lassen und dem Ausdruck zu geben was man sagen will (fast hätte ich möchte geschrieben). “Das fällt mir nicht immer leicht, Mari!“, magst Du jetzt denken, oder “Ja eigentlich hättest Du ja Recht und ich könnte da mal was verändern!“ und schon bist du wieder in der Falle – tu’s einfach führe Dir immer wieder vor Augen, dass Du nur etwas erreichst, wenn Du es auch genau definierst und das könnte würde und sollte Dich nicht ans Ziel bringen – sondern die Anker Deines Anliegens am Horizont sind. Sag was Du möchtest und geb‘ dem Anderen die Chance Nein zu sagen oder Ja oder willst Du wirklich ein “Könnte ich ja mal, würde ich ja gern, sollte ich vielleicht“ hören? Es gibt Situation, da sollte man …..mag sein, aber die sind sehr selten!!! Wenn wir uns zu Ja oder Nein bzw. zu konkretem Sein verpflichten würden, könnte die Welt ein wenig besser werden – besser sogar: Wenn wir uns zu Ja oder Nein bzw. zu konkretem Sein verpflichten, wird die Welt besser werden!!! Warum?
Weil jeder weiß, dass Du sagst, was Du willst – dass Dein Versprechen gehalten wird, das Du zu Deinen Wünschen stehst, dass Du zuverlässig bist – und
das erwarten wir doch von jedem in unserer (Um)Welt – Zuverlässigkeit – also starten wir doch bei der Person, die uns am nächsten ist uns selber !!!!

 

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Über maripoet

I follow the carpenter und lächle, wenn was schief geht - schließlich ist es ja schon passiert und nicht mehr zu ändern ... Es gibt so vieles bemerkenswertes, das wirklich Wert ist bemerkt zu werden und so schreibe ich mir von der Seele was auf ihr liegt, so wird sie leichter und ihr habt was zum grinsen oder denken - an sehr guten Tagen beides :-)
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