Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb….

Diese Aussage wird oft vor der Kollekte/Opfer/Geldsammlung gebraucht, aber gestern vor dem Brunch mit den Königstöchtern (wo ich eigentlich nicht sein wollte) ging mir eine weitere Wahrheit dazu auf.
Zuerst möchte ich den Text teilen, aus dem der Satz oft genommen wird er steht in 2. Korinther – Kapitel 9 und ist mit „Der Segen der Geldsammlung“ überschrieben, sicher ist das einer der Aspekte, aber lesen Sie selbst – ich beginne ab Vers 5:  2.Korinther  9 5 So habe ich es nun für nötig angesehen, die Brüder zu ermahnen, dass sie voranzögen zu euch, fertigzumachen diesen zuvor verheißenen Segen, dass er bereit sei, also dass es sei ein Segen und nicht ein Geiz. 6 Ich meine aber das: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. (Sprüche 11.24, Sprüche 19.17) 7 Ein jeglicher nach seiner Willkür, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. (Römer 12.8) 8 Gott aber kann machen, dass allerlei Gnade unter euch reichlich sei, dass ihr in allen Dingen volle Genüge habt und reich seid zu allerlei guten Werken; 9 wie geschrieben steht: „Er hat ausgestreut und gegeben den Armen; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.“

Gestern Morgen war ich, entgegen aller inneren Widerstände, so gegen 8 Uhr in meiner Gemeinde, um bei der Vorbereitung des Königstöchter Brunchs zu helfen. Es hatten sich 200+ Frauen angemeldet, die wollten einen guten Vormittag miteinander verbringen und wir waren da, um das vorzubereiten – als ich eintraf, standen schon einige Frauen in einem Kreis und hörten der Frau zu, die alle Tätigkeiten auf Karten geschrieben hatte – sie erläuterte, wie die Vorbereitungen organisiert ablaufen sollten.. Dann beteten wir für den Vormittag und die Veranstaltung, ich hatte einen Eindruck in dem ich tanzende Frauen sah, die wie beim Ballett Pirouetten drehten und durch diese Bewegung eine Luftbewegung schafften die, die dunkle Wolke wegschob.  Diese Art Eindruck gibt es oft vor solch einem Ereignis, aber ich teilte den Eindruck doch. Nach dem Gebet machten wir uns alle emsig ans Werk, die vorbereiteten Karten wurden gelesen und jede Helferin nahm sich die Arbeit, die sie gerne machen wollte. (Ein gutes Prinzip, der Zuteilung) Nun wie Eingangs erwähnt, bin ich nicht DIE Frauenarbeitmitarbeiterin, aber irgendwas trieb mich dabei zu sein. So nahm ich mir die Karte auf der stand Gesprächskarten unter die Servietten zu legen.  Diese Karten sind „Gesprächsstoff“ und sollen, wenn das Gespräch einschläft es neu beleben – Du denkst jetzt „hä?“ Das sind Frauen, die reden doch immer – ja, aber bei solchen Events treffen auch Frauen aufeinander, die sich nicht kennen oder einen großen Altersunterschied haben und da ist die ein oder andere etwas scheuer, mit diesen Karten kann man Impulse geben und das Gespräch wieder entfachen. Also legte ich die Karten unter die Servietten, achtete natürlich darauf, dass verschiedene Themen nebeneinander lagen. Während ich das tat, kam unser Pastor und Lobpreisleiter singend an mir vorbei – Lobpreisleiter singen oft, das liegt ja in ihrer Natur – ja, aber es war kurz nach acht am Morgen und das ist so garnicht die „Zeit“ für einen jungen Mann. Seine Frau hielt an diesem Tag die Predigt und er unterstütze den Lobpreis, natürlich wird der Lobpreis bei einem Frauenenvent von einer Frau geleitet. Da kam mir der Gedanke, dass dies ein echtes Zeugnis ist für: “Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!“ Das gilt für alle Gaben, die wir geben – alles was wir haben, unser Geld, unser SEIN. Und das gilt IMMER!!! Nicht nur zur Geldsammlung. Das gilt für Männer, die uns mit Kaffee bedienten, aber auch für diejenigen, die sich einfach an einen Tisch mit Fremden setzen – ich wollte mich mal wieder mit Frauen treffen, die ich lange nicht gesehen hatte und so ergab es sich auch – ich kam als letzte an den langen Tisch und um mich herum saßen liebe Frauen, mit denen ich gerne spreche – eine hatte eine Bekannte mitgebracht, die war zum Ersten Mal da. Das ist schon eine Herausforderung sich als Fremde in meine geliebte Gemeinde zu trauen, so viele Menschen auf einen Haufen und in diesem Fall so viele fremde Frauen. (Frauen können furchterregend sein) Und man selbst ist ganz alleine und kennt nur eine Person. Und dann sind so komische Menschen um einen herum, die alle zwar ziemlich nett sind, aber irgendwie scheinen sie vom andern Stern zu sein. Ich erinnere mich noch gut an mein „erstes Mal“ andere Gemeinde, anderes Ereignis, aber irgendwie seltsam. Zurück zum eigentlichen Thema – Einen fröhlichen Geber …. ja da sind sie nun die beiden Leiterinnen – die eine hochschwanger und die andere jung und „schwach“ wie sie sich selbst in der Predigt bezeichnet – schwach – dabei war sie bis zum letzten Moment vor Ort – sie sorgte nicht nur für eine gute Predigt, sondern auch dafür, dass der letzte Krümel weggewischt war – sie schleppte Kisten, räumte Teller, ermutigte Mitarbeiterinnen, wischte, fegte und alles das, nachdem sie schon Wochen im Voraus für dieses Event im Einsatz war – sie war da und sie war freundlich und fröhlich. machte kleine Witze, erheiterte die Helferinnen, die noch da geblieben waren. Und sie forderte mutig auf sich doch bei der Arbeit zu unterhalten, statt im Türrahmen zu stehen und nichts zu tun und das alles in einem freundlichen, verbindlichen Ton, der nicht verletzte und viel Mut erfordert – Sanftmut eben – schonmal über dieses Wort nachgedacht? Mut Sanft zu sein …. Sanftmut – diese Art Mut habe ich nicht – ich ärgere mich darüber, wenn jemand genau dann ans Wasser will, wenn ich gerade beide Becken voll habe und versuche den Geschirrberg zu verkleinern. Und ich kann diesen Ärger auch nicht verbergen – ich schaffe es höchstens ihn in einer “witzigen“ Bemerkung zu verstecken. Aber sie sagt auf den Punkt was sie möchte, in einer lieben und höflichen Art, dass ich vor Respekt erstarre. Die andere hochschwangere Leiterin wollte uns wegschicken, so vonwegen, habt Ihr noch Lust hier zu sein und zu helfen? Das war wirklich die falsche Frage, wie eine der Helferin treffend bemerkte und ich musste lachen, stellte mir gerade vor was dann passiert und fragte die Leiterin das auch unverblümt, wie es so meine Art ist: “Und dann?“  “Dann mach ich das!“ sagte sie und das war so glaubwürdig, dass es mich wieder von meinem hohen Ross riss – ich glaube das war das gleiche Gefühl wie bei Saulus, als er vom Pferd gerissen wurde – Gott zeigte mir gestern so viele fröhliche Geber, aber auch die, die in Freiheit einfach alle Arbeit liegen ließen um den genialen Tag zu genießen. Ja da war die Sonne sie schien und machte den Tag hell und schön – die Luft war irgendwie klarer als sonst und mein Balkon rief mich aus der 40 km entfernten Stadt, ich konnte ihn hören wie ein Säuseln – erschien er mir in den besten Farben – sein mediterranes Ambiente – die gute Luft da draußen, ach was könnte das Leben schön sein und dann dieses verlockende Angebot “Geh ruhig, Mari!“  ich musste lachen, denn wie oft hatte ich schon auf dem Balkon gesessen und mich tierisch gelangweilt – hier hatte ich Gesellschaft von wunderbaren Frauen, die fröhlich taten was getan werden musste. Ein bunter Haufen Menschen, der unter anderen Umständen nie so zusammen gekommen wäre – es war ein Geschenk und ich habe es genossen – ich wurde so gesegnet. Am besten war der Mann, mit einem Zweibuchstabennamen, mitten in all diesem Getümmel, keine Ahnung wer er war und woher er kommt, er sprach gebrochen Deutsch und war ein echter Putzheld – er scheuerte, wienerte, sortierte Besteck 200 Messer, 200 Gabeln, 400 kleine Löffel, 200 große Löffel, die aus allen Ecken der Gemeinde zusammen getragen waren – er sortierte geduldig ….. war freundlich – hielt das Gespräch in Gang (ohne Karten), trocknete ab, erledigte Aufträge und war irgendwie genau so, wie man sich einen Helden vorstellt. Während ich jeder Pfanne, jedem Glas und Teller laut und leise zurief „Ich will Dich nicht spülen!“ gaben diese Leute ihr Bestes und blieben fröhlich, sie erteilten mir ganz nebenbei eine Lektion Gottes …
Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb ….. wenn Sie wissen wollen was ich mit “fröhlichen Geber“ meine, schauen Sie sich doch mal dieses Video an – das sind auch fröhliche Geber …. https://www.youtube.com/watch?v=_m3_dynniJM

Nun wünsche ich Ihnen, einen fröhlichen ereignisreichen Sonntag, auf dass Sie heute Abend lächelnd einschlafen können und erfrischt in die neue Woche gehen.

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Über maripoet

I follow the carpenter und lächle, wenn was schief geht - schließlich ist es ja schon passiert und nicht mehr zu ändern ... Es gibt so vieles bemerkenswertes, das wirklich Wert ist bemerkt zu werden und so schreibe ich mir von der Seele was auf ihr liegt, so wird sie leichter und ihr habt was zum grinsen oder denken - an sehr guten Tagen beides :-)
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