Heimat

Heimat ist ein toller Begriff – im englischen gibt es normalerweise mehrfach Begriffe für ein deutsches Wort und ich staune immer wie blumig diese Sprache sein kann – bei Heimat ist Englisch aber sehr klar : HOME!!!!
Mein Freund Wiki Pedia definiert Heimat wie folgt:
Der Begriff Heimat verweist zumeist auf eine Beziehung zwischen Mensch und Raum. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird er auf den Ort angewendet, in den ein Mensch hineingeboren wird und in dem die frühesten Sozialisationserlebnisse stattfinden, die zunächst Identität, Charakter, Mentalität, Einstellungen und Weltauffassungen prägen.

Letzte Woche habe ich zu meiner Kollegin gesagt:
“Heimat ist da, wo die Seele geboren wurde!!“

Nach einer verkorksten Kindheit und einer wilden Jugend beschloss ich meinen USA-Urlaub zu verlängern, aus 3 Wochen wurden 2 Jahre!!! (Sprüche 27,8 Wie ein Vogel, der aus seinem Nest flüchtet, so ist ein Mann, der aus seiner Heimat flieht) Es war gut weit weg von zu Hause zu sein, eigene Erfahrungen zu machen – mich abzunabeln und neu zu finden – allerdings gab es in dieser Zeit immer eine eigenartige Sehnsucht – sie stellte sich nach 2 Monaten ein – ich dachte immer öfters an meine Heimat und bekam später auch echtes Heimweh – diese Gefühl war sehr wertvoll. Die Sehnsucht war nicht nach meinen Eltern oder irgendwelche Freunde – ich sehnte mich nach einem bestimmten Ort in meiner Stadt. Ein Haus in einer Siedlung, das mir als Kind immer als Traumhaus erschien. Es war ein Haus, dessen Inneres ich überhaupt nicht kannte – eine Siedlung in der ich bis dahin nicht gewohnt hatte – aber es war das Bild das immer vor meinem inneren Auge erschien, wenn ich an Heimat dachte. Wenn ich die Erklärung von Wiki lese, ergibt es sogar Sinn – dieses Haus und diese Siedlung (hier heißt das “Kolonie“) sind Ort, die in meiner Kindheit prägend waren. Dort war die Krippe, der Kindergarten – dort verbrachte ich die ersten 6 Jahre – und es gibt einen zweiten Ort, den ich mit Heimat bezeichnen würde – ein Ort an dem ich vier Jahre lang meine Sommerferien verbrachte – an dem ich unbeschwert ich sein durfte, die Tage mit Liebe und Annahme gefüllt waren und ich Freunde hatte, auch wenn diese Freundschaften immer nur für diese Ferien galten – ich genoss diese Zeit, weil sie mir inneren Frieden bescherte und heute noch fast 50 Jahre später ist es so, sobald ich in der Gegend bin, in den Wäldern spazieren gehe, erfüllt mich ein “Heimatgefühl“ ein Gefühl, das mehr ist als Zufriedenheit – es fühlt sich an, als ob mein innerer Mensch mit der Gegend kommuniziert und sich mit einer Wärme füllt, die unbeschreiblich ist. Das gleiche Gefühl habe ich, wenn ich mit Gott Qualitäts-Zeit verbringe – wenn ich bete, die Bibel (interessiert, intensiv) lese und/oder einfach nur in die Gegenwart Gottes eintauche. Dann spüre ich eine Art Heimat. es gibt sogar Zeiten, da nehme ich dieses Gefühl mit da trage ich die Heimat in mir – ich sitze im Auto und lächle, nein ich grinse und genieße. Wenn man mich so sieht glaubt man sicher, ich sei verliebt auf Wolke sieben oder so – aber so ganz ist es nicht so – ich bin dann einfach nur rundrum Mari – so wie es sein soll. Heimatgefühle habe ich auch in Ostfriesland – da gibt es Menschen, die mir Familie sind, Brüder, Schwestern, Eltern – dieses Beziehungsgefühl beruht auf Gegenseitigkeit und ist deshalb ist es “Rund“. Dort bin ich so wie ICH bin. Gut gelaunt, schlecht gelaunt, verletzt, geheilt, wütend, traurig, lustig, gelangweilt – bunt – einfach bunt …. und ich muss mich nicht “benehmen“ – außer einmal, aber das war auch verständlich – während des Sommerfestes m Seniorenheim, sollte auch eine Mari Contenance bewahren und “ruhig“ sein. Aber auch das kann ich …. Stille kann ich genießen, aufsaugen und sein – auch wenn man das von mehr weniger erwartet.
Jeremia 31,17 und deine Nachkommen haben viel Gutes zu erwarten, spricht der HERR, denn deine Söhne sollen wieder in ihre Heimat kommen.

Daher wünsche ich Dir, dass Du eine Heimat hast – nach der Du Dich sehnen kannst – einen Ort, der Dir Wärme gibt – ein Ort der Dich DU sein lässt. Ein Ort zu dem Du immer zurückkehrst …. und wenn es nur Arme sind, in denen Du Dich wohlfühlst ….

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Über maripoet

I follow the carpenter und lächle, wenn was schief geht - schließlich ist es ja schon passiert und nicht mehr zu ändern ... Es gibt so vieles bemerkenswertes, das wirklich Wert ist bemerkt zu werden und so schreibe ich mir von der Seele was auf ihr liegt, so wird sie leichter und ihr habt was zum grinsen oder denken - an sehr guten Tagen beides :-)
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