Ein ganz normaler Morgen …..

Irgendwann schaue ich auf dieses Bild eine Frau in meinem Alter war dort abgebidlet – sie war mir fremd, aber irgendwie vertraut, ich wundere mich über die tiefen Ränder unter ihren ach so kleinen Augen – waren sie eigentlich geöffnet? Ich erschrak ein wenig, als es sich bewegte – es folgte mir und meinen Bewegungen – als sei die Person – ich – gewisse Ähnlichkeiten hatte sie mit mir, aber so blass und unmotiviert – so trübe Augen – alle Haare in die Höhe gestreckt, als wollten sie die Wolken berühren – nein, das kann ich nicht sein. Zumal ich doch diejenige bin, die einen Ruf als fröhliche Frühaufsteherin genießt, die morgens um vier schon Lieder trällert (nicht immer Töne treffend) und mit Ihren oft lauten, aber immer gut betonten “Guten Morgen“ selbst die Toten zum grüßen veranlasst – Nein, dieses Bild dort bin ich nicht – ich weigere mich es zu sein, erst als ich den kalten Boden unter meinen Füssen spüre , merke ich, dass ich tatsächlich aufgestanden war. Ich stehe im Bad und schaue in den Spiegel, was hatte mich denn hierhin geführt – taub, wie hinter einem Nebel verborgen, erinnere ich mich an den grellen Ton ein Schrillen und Schreien und dann dieser Druck auf die Blase irgendetwas hat mich zu diesem Bild geführt – die Tropfen auf dem Boden gehen in den Wolken des Automatismus unter (heute Abend werde ich sicher das Bad wischen müssen) – später finde ich mich im Büro wieder und denke rückblickend, dass ich so froh bin, dass Jan Willem (mein Auto) weiß, wo ich jeden Morgen hinfahre, als ich (oder eher er) angekommen bin (also irgendwas stellte den Motor ab) , die Tür hat sich geöffnet und es fühlte sich an als wurde ein Schleudersitz betätigt. Da lag ich nun … mitten im Werk … auf der Straße ….. will mich eigentlich nur umdrehen und aus diesem Traum frisch lächelnd erwachen. Kolleginnen hätten sicher auch eine Decke über mich geworfen … ehrlich ich weiß noch nicht mal ob ich noch im Pyjama bin, wieso ist Jan Willem nicht mehr in der Garage und was ist das mit diesem gleißenden Licht über mir??? (Bin ich tot??) ein uniformierter Mann in großen Buchstaben “WERKSCHUTZ“ auf der Brust; kommt schweren Schrittes auf mich zu, nimmt mich in den Arm und begleitet mich “freundlich“ aus dem Werk. Ich höre nur Fetzen von “nicht mitten auf der Straße“ “Ärgernis öffentlicher Verkehr“ – ich bekomm’s nicht zusammen – wundere mich nur, warum er mich so fest in den Arm nimmt. Nun, wenn ich schon mal gehe (oder zumindest daher schlürfe bzw. schneckenschnell einen Fuß vor den anderen setze – was in diesem Moment einem Sprint am Ende des Marathonlauf gleich kommt), dann kann ich auch weiter bis hin in das Bürogebäude in den ich arbeite. Die Empfangsdame hat sofort gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt. (ob es die Schürfwunden im Gesicht sind?) “ich schlafe noch“ hab ich gesagt (oder hab ich das nur geträumt) und bin dann in den Pater Noster nach ca 10 Runden, bin ich auf der vierten rausgefallen …. jetzt sitze ich auf meinem Bürostuhl – nur der Himmel weiß wie ich hierhin gekommen bin.

wer bin ich eigentlich, wie heiße ich und was muss ich tun????

Wo kommt dieser Duft her, ich glaub ich brauch jetzt einen Kaffee

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Über maripoet

I follow the carpenter und lächle, wenn was schief geht - schließlich ist es ja schon passiert und nicht mehr zu ändern ... Es gibt so vieles bemerkenswertes, das wirklich Wert ist bemerkt zu werden und so schreibe ich mir von der Seele was auf ihr liegt, so wird sie leichter und ihr habt was zum grinsen oder denken - an sehr guten Tagen beides :-)
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