Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet ???

Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. Jesaja 66,13 Die Jahreslosung – “Na das kann ja heiter werden!!!!“ …. tja das ist sie wohl und nun? Oft gehen Pastoren oder Prediger, wenn Verse zitiert werden in denen die Liebe Gottes mit der Liebe eines Vaters verglichen wird, darauf ein, dass Väter auch nicht unbedingt gute Väter gewesen sein müssen und die Vaterliebe Gottes anders und besonders ist – obwohl mein Papa, mich nicht offiziell anerkannt hat, zweifle ich niemals an seiner Liebe, denn es gibt genügend persönliche Momente, die mir seine Liebe bewiesen haben und nachdem ich das ein oder andere verarbeitet habe, kann ich die Liebe des Vaters positiv, als etwas das wunderschön ist, sehen.
Bei der Jahreslosung erlebe ich solches allerdings nicht – ich frage mich, ob niemand daran denkt, dass auch Mütter “ohne Liebe“ sein können? Mütter, die nicht fähig sind ihre Kinder zu lieben auch solche gibt es – und ich bin überzeugt, dass die Zahl dieser Mütter nicht viel kleiner (wenn überhaupt) ist als die Zahl der Väter, die ihre Kinder nicht angemessen annehmen können – nur spricht man weniger darüber – weder Kinder noch Mütter können offen über ein solches Verhältnis sprechen. Mit der Erfahrung, dass meine Mutter mich nicht liebt – zumindest keinen Weg gefunden hat, mir Liebe zu zeigen stehe ich nicht alleine – es gibt Kinder in Heimen, die abgegeben wurden, weil sie aus unterschiedlichen Gründen von ihrer Mutter nicht geliebt werden konnten. Es gibt Geschichten, in denen Kinder von ihren Müttern inmitten der eigenen Familie zurück gewiesen werden und “Stiefmütterlich“ behandelt werden. Es gibt den Ausdruck der “Rabenmutter“ der allerdings nicht wirklich sagt, was ich meine: Wikipedia schreibt folgendes: Rabenmutter ist ein deutsches Schmäh- oder Schimpfwort für eine Mutter, die ihre Kinder aus Sicht des Sprechers vernachlässigt. Der Begriff wird insbesondere für berufstätige Frauen, die sich angeblich ungenügend um ihre Kinder kümmern, verwendet. Aber auch hier gilt es nur für berufstätige Frauen …. Nun, ich habe meinen Sohn allein erzogen – ich war immer berufstätig und mein Sohn würde mich sicher nicht als Rabenmutter betiteln, denn dass ich ihn liebe und tröste, das kann niemand, der uns kennt verleugnen. Also Rabenmutter trifft es auch nicht. Hiob 38,41 sagt es anders: “Wer bereitet den Raben die Speise, wenn seine Jungen zu Gott rufen und fliegen irre, weil sie nicht zu essen haben?“ oder Psalm 147.9„“der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die ihn anrufen.“ Zu essen und zu trinken hatte ich immer, aber seelisches Essen und Trinken – also Trost war rar – eigentlich nie – ich erinnere mich daran, als ich mit 7 oder 8 einen Autounfall hatte, meine linke Rippenseite voller Schürfwunden war und meine Mutter darum besorgt war, was jetzt ihr Ruf war – sie war ebenso wie ich berufstätig – allerdings litt sie immer darunter, dass man sie als Rabenmutter bezeichnete, weil sie mich oft alleine ließ. Mit ca. 6 Jahren erlebte ich einen Alptraum zu Hause, weil der Mann meiner Schwester stundenlang versuchte in die Wohnung zu gelangen, in der ich alleine war. Er klingelte unten und an der Wohnungstür und ließ das Telefon klingeln – außerdem warf er Kieselsteine gegen die Fenster. Meine Schwester war vor ihm getürmt (und hatte ihre Tochter im Stich gelassen), meine Eltern verbrachten den Abend in einer Kneipe, wie an jedem Wochenende ahnungslos – als sie heimkehrten, war ich wohl ziemlich aufgelöst und ängstlich, aber meine Mutter nahm mich nicht Ernst, schickte mich zurück in mein Bett. Überhaupt war ich als Kleinkind an den Wochenenden nachts alleine und so kann ich heute die Angst meiner Mutter nachvollziehen, dass sie mich ihr wegnehmen und sie dann doof da steht. Leider war diese Angst größer, als alles was uns verbinden könnte und so entwickelte sich auch die Beziehung entsprechend – natürlich habe ich ihr vergeben und trage es auch nicht mehr nach, allerdings sollte man nicht vergessen, dass so etwas möglich ist – auch heute noch. Deshalb habe ich Bauchschmerzen, wenn ich höre wie selbstverständlich die Losung über das Jahr ausgesprochen wird. Mein erster Gedanke war “Na das kann ja heiter werden!!!!“ Es gibt Geschichten von Töchtern, die wie bei Aschenbrödel, nur leider von der eigenen Mutter so behandelt werden, als ob sie Dienstmägde sind – oder einfach ignoriert werden.
Ja auch Mütter können fehlbar sein – fehlbar im Sinne von, es nicht so machen, wie es für eine Mutter-Kind-Beziehung gut wäre. Ja auch das gibt es – sogar heute noch und was ist mit denen? Müssen die jetzt leiden? NEIN!!!! Denn Gott ist gut – Gott denkt sich dabei etwas “Wie eine Mutter ihr Kind tröstet!“ – liebe Leserin, die den Trost ihrer Mutter nie bekommen hat – ich bin sicher, denn so war es in meinem Leben auch – Gott weiß von dem Mangel, den Eure Mutter hatte und ER hat sicher mindestens einen Menschen in Euer Leben gestellt, die Euch getröstet hat, die sich gekümmert hat – Menschen, die sich um Euch sorgten, bei denen Ihr weinen konntet, die ihre Arme ausgebreitet haben, wenn Du es brauchtest!!! Und so weiß ich, dass Gott tröstet – wie eine Mutter tröstet!!! Gott ist treu und mittlerweile darf ich ein Vielfaches der Liebe erleben, die eine Mutter gibt – ein Vielfaches von dem was ich entbehren musste …und Dir ist das sicher auch geschehen – versuche Dich daran zu erinnern, denn der Liebesbrief Gottes an Dich ist schon lange geschrieben und er findet immer jemanden, der an Mutter statt eintritt, wenn das nötig ist:
Wie sonst erklärt sich Das Hohelied der Liebe: 1. Korinther – Kapitel 13 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weissagen könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also dass ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht, sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit; sie verträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles. Die Liebe höret nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhören werden und die Sprachen aufhören werden und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und war klug wie ein Kind und hatte kindische Anschläge; da ich aber ein Mann ward, tat ich ab, was kindisch war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich’s stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. Jesaja 66,13 und ich freu mich drauf – ich bin so dankbar für Frau Hausmann, Frau Burgmeister, Frau Gierden, Frau Ratz, Frau Czerlinski, Misses B.(Schäfer), Renate – wer kann schon sagen, er hat 7 Mütter, die einen trösten und das sind lange noch nicht alle …..
Suche auch Du in Deinem Leben nach den Tröstern, damit der Dieb Dir den Segen der Jahreslosung nicht stiehlt!!!!

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Über maripoet

I follow the carpenter und lächle, wenn was schief geht - schließlich ist es ja schon passiert und nicht mehr zu ändern ... Es gibt so vieles bemerkenswertes, das wirklich Wert ist bemerkt zu werden und so schreibe ich mir von der Seele was auf ihr liegt, so wird sie leichter und ihr habt was zum grinsen oder denken - an sehr guten Tagen beides :-)
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