Überführt – wie Gott mir ein fettes Grinsen entlockte …

Hm, also eigentlich … weiß ich garnicht, wie ich das schreiben soll, aber es muss in die Welt. Es gibt da so einen Wunsch, den ich niemals aussprechen würde – manchmal (in „solchen“ Momenten) wünsche ich ihn mir ganz tief aus dem Herzen, meist denke ich sofort, wie unverschämt dieser Wunsch doch ist und lege ihn beiseite. Denke dann so Sachen wie – Mari, Du musst dankbar sein, Du hast so ein schönes Leben und ja das habe ich wirklich und im Normalfall fehlt mir garnichts – ganz im Gegenteil, da könnte so ne Wunscherfüllung auch ziemlich nervig sein – weil ich Kompromisse eingehen müsste, keine faulen Kompromisse, sondern Kompromisse, um etwas perfekt zu “haben“!  Ist eben ein Wunsch, von dem man träumt, aber über den man nicht spricht – frau schon garnicht und schreiben neee …. besser nicht – was sollen die Leute denn von mir denken, ist ein echter Luxuswunsch, also in besonderen Momenten, denke ich darüber nach, male es mir sogar ein wenig aus, aber um nicht in diese “Aftertraum-Depression“ zu verfallen, lasse ich den Wunsch garnicht zu. Ist so … auf der anderen Seite kann ich aber auch ganz klar äußern, wie ich mir das Leben so vorstelle – mein Arbeitsleben z.B. – ich bin an einen Punkt gekommen, an dem ich mittlerweile echte Luxusprobleme habe und ich mich überhaupt nicht beschweren darf – es geht mir so gut auf der Arbeit, allerdings könnte es „ein wenig“ besser sein und so habe ich letztes Jahr in meiner allerletzten Arbeitswoche alles auf eine Karte gesetzt und gesagt: “Wenn ich es mir wünschen könnte, würde ich gerne einen Job haben, der …“
… Also letztes Jahr mein geheimer Wunsch und mein offener Wunsch …
Am 03.01. diesen Jahres war ich in einer Gemeinde, die nicht “meine“ Gemeinde ist, aber mit der ich durch vieles verbunden bin, mit Freundschaft kann man es überschreiben …. u.a. ist das Pastorenehepaar die gastgebende Familie an Heiligabend gewesen, bei der ich mich einfach eingeladen habe – ziemlich unverschämt – aber lest selbst …. (Link). Nun auf einer Geburtstagsfeier, letztes Jahr, habe ich ein paar Leute aus dieser Gemeinde kennengelernt – bin irgendwie in Fettnäpfchen getreten und hatte viel Spaß – Gott hat mich so richtig auf’s Glatteis geführt und dann durch eine sehr besondere Predigt mitten ins Herz getroffen. So war ich also wieder mal in dieser Gemeinde, weil ich “zufällig“ mitbekam, dass Björn wieder predigt und ich seine Art zu predigen mag, also entschloss ich mich, an diesem Sonntag einfach mal in eine andere Gemeinde zu gehen. Nun, ich muss nicht erwähnen, dass diese Predigt mir genau ins Leben sprach und so beschloss ich anschließend für mich beten zu lassen, das mache ich eigentlich garnicht mehr so oft – ich bat F um Gebet – das war so einfach, sie kennt meine derzeitigen Lebensalltagsfragen und so musste ich nicht groß, was erklärend sagen. „Kannste für mich beten“ hat genügt und dann passierte etwas, dass mich immer noch grinsen lässt – sie betete für meine Fragen bezüglich Arbeit und Berufung und bat darum, dass Gott mir unmissverständlich antwortet – „also so, dass Mari es auch versteht“, sagte sie  – ganz normal, so betet man eben unter Freunden und dann, fuhr sie fort, “bete ich noch und weiß garnicht, ob das in Deinem Sinne ist Mari ….“und sie sprach exakt die Worte meines „unverschämten“ Herzenswunsch aus – sie formulierte es so genau, dass ich es sofort verstanden habe, mir die Tränen in die Augen schossen und ich irgendwie peinlich berührt war, aber so peinlich, dass ich am liebsten sofort laut gelacht hätte, so laut wie Julia Roberts im Film Pretty Woman, als sie die Kette berühren will und Richard Gere die Schachtel zuklappen lässt – so wie, wenn einem der frisch angerichtete Kuchen auf den Boden fällt vor allen Hochzeitsgästen – so peinlich …, dass man sich nur noch durch ein erfrischendes Lachen retten kann. Aber mir blieb das Lachen im Bauch stecken – es kam noch nicht mal bis zu Hals. Amen sagend drehte sie sich um, als wäre nix gewesen, wandte sich irgendwelchen Gemeindemitgliedern zu, sprach mit ihnen und ich wandelte wie auf Watte zum hinteren Ausgang, um auf die Damentoilette zu verschwinden, um erstmal wieder Boden unter die Füße zu bekommen. (Wenn Ihr regelmäßig Gottesdienste besucht – also nicht landeskirchliche – dann wisst Ihr, wie es auf einer Damentoilette nachher zugeht – es ist voll – frau steht Schlange.) In dieser Gemeinde, platzte der Raum gefühlt sogar aus allen Fugen, so voll war es da und ich hatte richtig Zeit für die Landung … ewige Zeiten später, bewegte ich mich, doch noch irgendwie betäubt, über den Gang zur Verabredung zum Kaffee, blieb ne Weile, redete – meldete mich zum Kurs an, sprach noch mit anderen und fuhr dann nach Hause … abends musste ich kurz vor den Einschlafen immer noch grinsen – ich wurde voll erwischt beim geistlichen Kuchennaschen … voll erwischt …
Gott kennt Dein Herz – wie oft hörte ich das schon und dachte immer ja klar, kennter das und tat es wirklich mit einem Handwink ab – weil ich immer dachte, das es IHM nicht wichtig genug ist – aber wenn dem so ist, warum zitiert er dann aus meinem Herzen? (Psalm 139, 1-2″HERR, du erforschest mich und kennest mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.“)
Und das ist allerdings nicht das Ende der Geschichte, denn heute bekam ich die Zusage zum Job, wie ich ihn mir vorstelle … eins zu eins Gebetserhörung in unverschämtester Art und Weise … ja, es wird mich herausfordern, wenn es wirklich so kommt, aber ich freue mich drauf … und irgendwie glaube ich jetzt sogar, dass mein Herzenswunsch in Erfüllung geht, denn ich habe heute eine mir vor Jahren zugesprochene Bibelstelle gelesen und irgendwie sehe ich sie gerade, sich erfüllen …. Jesaja 35Aber die Wüste und Einöde wird lustig sein, und das dürre Land wird fröhlich stehen und wird blühen wie die Lilien …“ und das ist nur Vers 1 – lest es mal, ist ne Hammer Bibelstelle – irgendwie wird 2016 wohl lustig – wie dachte ich gestern noch über die Jahreslosung “Na das kann ja heiter werden!“ ….

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Über maripoet

I follow the carpenter und lächle, wenn was schief geht - schließlich ist es ja schon passiert und nicht mehr zu ändern ... Es gibt so vieles bemerkenswertes, das wirklich Wert ist bemerkt zu werden und so schreibe ich mir von der Seele was auf ihr liegt, so wird sie leichter und ihr habt was zum grinsen oder denken - an sehr guten Tagen beides :-)
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