Dein erster Schritt zeigt Gott, ob Du auch willst

Tja, wie soll ich beginnen – letzten Freitag hatte ich FREItag und hab mich echt drauf gefreut – morgens Ikea und ein wenig Klamotten shoppen und dann ab 14 Uhr im CZD aushelfen – alles war gut – das Leben war schön und ich rundherum zufrieden – ich wurde gebraucht und mit meinen Gaben eingesetzt – ich freute mich so sehr auf den Abend – Mädelsabend im CZD – das hätte mir mal jemand vor ein paar Jahren sagen sollen – ich freute mich auf den Mädelsabend ??? – gegen 19:30 Uhr strömte es in die Räume – Menschen aus der Gegend aber auch eine sehr liebe Frau aus Ostfriesland, die meine ganze (adoptierte) Familie dort kannte – dann machte mein Handy ein Geräusch und als ich die Nachricht las – fühlte ich wie die Welt über mir zusammen brach. Hintergrund: Meine Mom ist vor einem Jahr gestorben und ihr Nachlass hat alles, was ich verarbeitet hatte wieder schmerzlich ans Licht gebracht – ich setzte mich mit Amtsgerichten auseinander – meine Daten wurden an die beiden Menschen weiter gegeben die ihr Recht verwirkt hatten meine Familie zu sein –ich tat alles, um auf den Ämtern Dinge zu regeln, bezahlte Bescheide und gab als es um Auszahlung eines Betrages – die Adressen an offizielle Stellen weiter, ich wollte Frieden stiften – doch anscheinend wurde das völlig missverstanden…. ich war so glücklich wieder Kontakt zu meiner Schwägerin zu haben, die mir versicherte ihrem Ex-Mann keine Daten von mir zu geben – er war derjenige der mich nicht wie eine Schwester behandelt hat – er hat mich vergewaltigt und nun kurz vor dem Gottesdienst „Was denkst Du wer Du bist?“ bekam ich eine Whatsapp über den Kontakt meiner Schwägerin, die mir Handynummer mitteilte und nach Kontakt fragte – unterschrieben mit “Dein Bruder …!“ „Nein ich will keinen Kontakt“ antwortete ich und verwies darauf, dass er mal alle Dokumente lesen solle.
In Situationen wie dieser, ergreift mich als erstes immer ein Fluchtgedanke – der Wunsch alleine zu sein – fluchtartig die 120 Menschen hinter mir zu lassen – auf der anderen Seite wollte ich die Predigt von Anke hören – sie ist einer meiner Lieblingspredigern und ich hatte sie schon Dienstag aus dienstlichen Gründen verpasst – nein schrie es in mir – nein – wie gelähmt, schloss ich mich dem Strom an der in den Gottesdienstraum floss – auf dem Weg dahin sprach mich eine fremde Frau an, die unbedingt ein Foto von mir machen wollte, weil ich sie an jemanden erinnerte, eine andere ganz fremde Frau lobte mein Outfit und irgendwie lächelten mir so viele der Mädels aufmunternd zu – dann folgte das Intro und es wurde gefragt, wann wir ein Wort der Ermutigung bekommen haben – am liebsten hätte ich vor Freude getanzt und Zeugnis gegeben – aber die dunkle Wolke war noch da …. Während der Predigt wurde um zwei Freiwillige gebeten, die jeweils eine Tasche anheben sollten – ich weiß nicht warum (also heute schon), ich meldete mich und Anke nahm meine Meldung ernst – ich solle eine Tasche aussuchen auf der Lebensgepäck stand …. okay ich nahm die Tüte – wollte sie nehmen – zog und zerrte an ihr stellte mich hinter sie und hob sie mit zwei Händen – dann endlich bewegte sie sich – die Zuschauer dachten sie sei festgeklebt – mein Sohn dachte ich würde schauspielern und zollte mir innerlich Respekt – aber die Wahrheit war dass das Ding sauschwer war, doch ich wollte mich nicht unterkriegen lassen – deshalb war ich nicht da geblieben – nein – ich wollte meinen Teil zur Predigt beitragen und so lief ich mit der schweren Tasche los – die andere Frau war schon viel weiter – nicht nur weil sie jünger war – nein es schein als sei ihre Lebensgepäcktasche leicht wie eine Feder – ich lief – stellte mich ihr in den Weg machte die Wende und schaffte es auch wieder zurück
loslaufen Sieg – als ich mich atemlos setzte – war die Wolke weg, der Frust abgebaut und ich konnte endlich der Predigt ohne Glocke über mir folgen:
Anke packte aus was in meinem Lebensgepäck war:

Steine die Dinger hatten mich den Frust abbauen lassen – meine antrainierten „Muskeln im Herrn“ hatten mich ermutigt – nicht stehen zu bleiben. Fazit aus der Predigt für mich ist:

  • sich die Zukunft nicht durch die Vergangenheit bestimmen lassen
  • egal ob leiblicher Vater oder Mutter nicht familiär waren – Gott vertrauen und ihn als guten Vater akzeptieren
  • das Lebensgepäck an Gott abgeben – nur so wird es leichter ….
  • lese die Bibel, damit Du weißt was Gott über Dich denkt.

Ja, dazu konnte ich ja sagen – ich bin nicht geflüchtet – bin nicht nach Hause gefahren, habe mir den Abend nicht verderben lassen. Als der Gottesdienst zu Ende war, habe ich es sogar geschafft ein Familienfoto mit meinem Sohn und ein weiteres zu machen – aber dann war die Luft raus und ich bin durch die Türe – so ist Gott auch – er gibt uns die Chance nach einem Kraftakt auch Pause zu machen. Die Verabredung für Tanz in den Mai habe ich noch freitags abgesagt – das wäre zuviel geworden und die Nacht war auch nicht die Beste – morgens schrieb mir eine Freundin – als sie las was mir passiert ist, bot sie mir für ein paar Tage Asyl an – welch verführerischer Gedanke – einfach abtauchen – aber nein – das wollte ich nicht – ich bat nur um Gebet und ich glaube auch daran, dass man über etwas sprechen muss, dass einen bedrückt nur um dem nicht den Raum zu geben, den die Bedrückung einnehmen möchte NEIN dazu habe ich mich entschlossen – nachmittags schrieb mir ein alter Freund (Pastor) und bat um Unterstützung für seine Predigt Power Point – wie er mir danken könne, fragte er … Ihr wisst sicher schon was ich ihm antwortete – so bekam ich himmlische Muskeln für die Herausforderung – Gott hatte diese Menschen an mich erinnert und so entschieden, mit wem ich in meiner Not spreche …. Ja er sei im Gebet bei mir sagte mir der Freund und ich solle nicht reagieren – nein reagieren wollte ich nicht – denn nicht reagieren ist auch eine Reaktion …. Dann schrieb ich noch meiner allerbesten Freundin, um sie um Gebet zu bitten und sie versicherte mich in ihr Gebet einzuschließen – so HERR mehr kann ich nicht tun …. Dir alles geben – Dir vertrauen ja das will ich – ich sehe es als Herausforderung an – schließlich gehe ich gerade die ersten Schritte und spreche über Vergebung und darüber, dass es gut für mich ist – Vergebung bedeutet jedoch nicht Schwamm drüber und alles ist vergessen …. das Recht sich mein Bruder oder meine Schwester nennen zu dürfen haben beide verwirkt  -wie steht es noch im Markus 3, 25? “Eine Familie, die ständig in Zank und Streit lebt, bricht auseinander.“  und weiter “26 Wenn sich also der Satan gegen sich selbst erhebt, hätte er keine Macht mehr. Das wäre sein Untergang. 27 Niemand kann in das Haus eines starken Mannes eindringen und ihn berauben. Erst wenn der Starke gefesselt ist, kann man ihn ausplündern.“
Meine Stärke liegt in Gott und der Satan hat schon gegen Gott verloren – also lasse ich mir nicht rauben, was ich von ihm geschenkt bekommen habe.
Wer glaubst Du eigentlich wer Du bist? – Ja, dazu kann ich ganz viel positives sagen, denn Gott hat viel positives über mich gesagt – auch dass ich in Frieden leben darf:
Der HERR ist für mich, ich werde mich nicht fürchten. Was könnte ein Mensch mir tun? Der HERR ist für mich unter denen, die mir helfen.

Psalm 118,6 – 7 ELB

Sogar heute am Sonntag habe ich mich der Angriffsdepression nicht hingegeben – nein ich war da – ich kannte den Titel “Wir sind mutig!“ – ich wurde nochmals in meinem Entschluss gestärkt – sei stark und mutig hat Gott gesagt …. und nochmals und nochmals – ja bin ich!!!
Danke an alle meine Freunde die gebetet haben und weiter beten und Danke, dass Du Gott mich ermutigt hast zu bleiben – nicht ins Schneckenhaus zu gehen, sondern weiter frei zu leben und mich nicht erschrecken lassen
Erschrick nicht und fürchte dich nicht! Denn mit dir ist der HERR, dein Gott, wo immer du gehst. Josua 1,9a

Das schreibe ich nicht, weil ich damit angeben will oder Mitleid suche – nein ich will Dich den Leser ermutigen – weiter zu gehen – voran zu schreiten – nicht stehen zu bleiben – während des heutigen Gottesdienstes bin ich sogar noch einen Schritt weiter gegangen – selbst wenn der Typ vor meiner Türe steht – denn die Ämter haben meine Adresse weiter gegeben – also selbst wenn das passiert, weiß ich dass Gott eine Lösung finden wird mich bewahrt und beschützt . Was könnte ein Mensch mir tun?

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Über maripoet

I follow the carpenter und lächle, wenn was schief geht - schließlich ist es ja schon passiert und nicht mehr zu ändern ... Es gibt so vieles bemerkenswertes, das wirklich Wert ist bemerkt zu werden und so schreibe ich mir von der Seele was auf ihr liegt, so wird sie leichter und ihr habt was zum grinsen oder denken - an sehr guten Tagen beides :-)
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