Schreibblockade – läuft bei mir

Du fehlst mir so,
ich kann ohne Dich nicht leben
obwohl Du nie wirklich Teil meines Lebens warst
es war ein Abschnitt ein paar Jahre und diese noch nicht mal vollzählig Du warst wie ein zerfetztes Stück Papier – ich musste die Puzzleteile zusammenfügen und mir ein Bild daraus machen – manchmal frage ich mich
hat es Dich überhaupt gegeben
warst Du es, der mich damals aus dem Schlinge zog
oder habe ich es mir nur so sehr gewünscht
habe ich geträumt – am Tag und alles nur verklärt wie durch Nebel erlebt
gelebt – verlebt – verliebt
mit rosaroten Gedanken durch die Welt geschwebt
gelebt oder geträumt
das Wahre und Echte somit versäumt
vielleicht wünsche ich mir nur jetzt in der Nachbetrachtung, dass alles so schön war, wie ich mich erinnere
Du kannst Dich nicht erinnern
nicht mehr
Du fielst, wie ein Blatt im Herbst vom Baum – aus dem Leben
aus der Traum
Dabei war es erst Mai – ein Samstag – der Frühling in voller Blüte, es war so schön, dass Du mit Deinen beiden Freunden einen Ausflug machtest,
der jedoch abrupt endete – niemand hat damit gerechnet – auch Deine Pläne nicht, die sich in Luft auflösten – um die Mittagszeit nur weil Du jemanden überholen wolltest – schneller sein als alle
Du warst auch immer schneller als ich – Deine Entscheidungen ließen mir nie die Gelegenheit mich zu erklären – so wie jetzt Du bist fort und fehlst mir – obwohl Du nie wirklich Teil meines Lebens warst
Mit Dir ist meine Muse gegangen. Mit den sachlichen Bildern der Unfallstelle haben sich weiße Blätter in mein Hirn gebrannt, genau dort wo eigentlich die Poesie ihren Platz hatte, ist jetzt nur Leere – nichts füllt die Gedanken, außer Trauer, Tod, Zweifel – wie kann aus Zuversicht Hoffnungslosigkeit werden, nur weil Du einen Ausflug machtest und letztendlich unter diesem Auto gelandet bist – ich wüsste gern was Dein letzter Gedanke war – obwohl nein, es ist gut das nicht zu wissen, denn so ist die Hoffnung nicht mit Dir gestorben – die Hoffnung darauf, dass mich jemand liebt – mich so liebt, wie ich bin, mit all meinen Narben und Schürfwunden – jemand der Schönheit in meinen Augen sieht, mein Lachen bejubelt und in dem Klang meiner Stimme versinkt, so wie wir es geträumt haben – damals in der Sommernacht‘92 auf der Bank Rücken an Rücken – Du hast den Alptraum fern gehalten, der damals über mir schwebte um mich einzunehmen – aber leider galt das nicht für die Ewigkeit – Du hast mir einen neuen Alptraum geschenkt, weil Du der falsche Boden warst auf den ich gebaut habe – aus Sand und die Flut hat ihn mitgerissen …. ich muss versuchen Dich zu vergessen, die Hoffnung begraben – herunterlassen in das Erdloch in dem Du liegst und dann darauf warten dass die Hoffnungen und Träume Dünger werden, denn mein Leben geht weiter – ohne Dich

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Über maripoet

I follow the carpenter und lächle, wenn was schief geht - schließlich ist es ja schon passiert und nicht mehr zu ändern ... Es gibt so vieles bemerkenswertes, das wirklich Wert ist bemerkt zu werden und so schreibe ich mir von der Seele was auf ihr liegt, so wird sie leichter und ihr habt was zum grinsen oder denken - an sehr guten Tagen beides :-)
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