Ode an den Liebeskummer …

Mein Herz schlägt viel zu schnell, es schmerzt bei dem Gedanken gleich auf „Senden“ zu drücken, aber ich tröste es.
Mit dem Wissen über den Schmerz, der mir entgehen wird.

Jener Schmerz, der entsteht sobald mir bewusst ist, „es“ ist nur ein Moment, ein Augenblick, der wieder verschwindet in die Unendlichkeit der Weite.

Dieser Schmerz ist wie ein alter Freund, leise schleicht er sich an, er weiß genau, wann, wo und wie er mich erwischt. Er umarmt – nein umklammert mich, bis mein Herz bricht. Bunte schillernde Scherben fallen zu Boden, er tanzt darauf zu einer ohrenbetäubenden Musik, die mich lähmt – außer Kraft setzt zu Sein.

Sein Tanz bringt Feuer, ein Feuer, dem ich oft nur mit Gegenfeuer begegnen kann, dass ich so lange anfache, bis es die Hitze des Schmerzen eingenommen hat und ich nicht mehr weiß welcher Schmerz in mir brennt.

Es gibt eine Zeit, die erst nach einem langen Kampf in mir beginnt, in der die Glut unter kalter Asche liegt, dann spüre ich „es“ nicht mehr und alles ist gut.

So weit war ich vor Deinem ersten Anruf – ich hatte fast vergessen was „es“ mit mir macht, wie „süß“ sich das Leben anfühlt, wenn Du die alten Geister, der oft verschmähten Liebe weckst – wie bunt die Seifenblasen der Phantasie schimmern, bis sie platzen und mich unsanft auf das Nagelbett des Alltags fallen lassen.

Ja es liegt an mir, an meinen Erwartungen, an meinen Träumen, dass die Pferde der Hoffnung mit mir durchgehen und die grüne Blumenwiese, durch die Kraft ihrer Hufe, wie einen Acker pflügen, der dann im Rückblick brach daliegt.

All das – war bereits vergessen – auf den Meeresgrund im See des Lebens gesunken 10.000 Meilen tief und mehr – leider hatte ich es noch nicht mit Gewichten der Wahrheit beschwert, es kam so leicht wieder an die Oberfläche.

Sobald ein „Hallo wie geht es Dir ?“ mit dem Klang Deiner Stimme an mich herantritt, ist „es“ da. Dieser Klang schafft es immer wieder mich in diese Leichtigkeit zu versetzen, mich leichtsinnig ( leichten Sinnes) zu machen. Er macht aus dem dunklen grünen Traktor des Seins, einen leuchtendroten Ferrari und ist nicht mehr zu stoppen -. atemlos laufe ich hinter ihm her, um ihn einzuholen und zurück in die Scheune zu fahren – in diesem Lauf kann ich alles ertragen, ich fühle mich leicht und beschwingt – fliege durch den rosa Alltag: hoffe glaube liebe (Dich) …

Nur manchmal in Momenten wie diesem (heute früh um vier) reißt der Vorhang und die Wahrheit schimmert durch – kalt und grau zeigt sie mir, dass „es“ eine Illusion ist, der ich folge, auf die ich mein Leben setze. Ein Haus, das ich auf Sand baue, das von der ersten Böe einer leichten Brise der Wahrheit gestreift, in sich wie ein Kartenhaus zerfällt ….

Mein Nein klingt vielleicht wie ein gellender Schrei, der Dich verletzt, der die Türe zuschlägt. Doch vielleicht tröstet es Dich zu wissen, dass es diesen Spalt gibt, der Dir erlaubt in mein Leben zu treten, wenn Du mehr als nur ein Wimpernschlag sein willst. Daher bitte ich Dich – so lange mir der Rest Mut bleibt – lass Dich nicht von Neugierde treiben – von Sehnsüchten, die niemals in diesen kurzen Momenten gestillt werden. Öffne diesen Spalt erst mit aller Kraft, wenn Du so weit bist, mehr als nur ein Augenblick zu sein, mehr als nur ein paar gestohlene Stunden oder nur Minuten eines (wunderschönen) Anrufs oder ein Gedanke an mich. Komm erst wieder auf mich zu, wenn Du bereit bist mit offenem Herzens ohne Visier, Schutzhelm und Tarnmantel in mein Leben zu treten, ich hoffe und bete dass Du dann die Kraft findest, Deine eigenen Ketten zu sprengen. Dir sei alles gegönnt, was Dich glücklich macht – wenn ich nicht dazu beitragen kann, dann lebe ich damit.

Ein einfaches mündliches Nein – hätte es sicher auch getan – aber dazu fehlt mir die Kraft – weil ich an meinen Traum glaube.

1. Kor 13, 1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle. 2 Und wenn ich weissagen könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also dass ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze. 4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht, 5 sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, 6 sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit; 7 sie verträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles. 8 Die Liebe höret nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhören werden und die Sprachen aufhören werden und die Erkenntnis aufhören wird. 9 Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk. 10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. 11 Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und war klug wie ein Kind und hatte kindische Anschläge; da ich aber ein Mann ward, tat ich ab, was kindisch war. 12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich’s stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. 13 Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

(Anmerkung: dieser Text ist nicht aktuell – nur erst jetzt veröffentlich, weil ich gesundet bin, denn ein paar Tage nachdem ich diesen Text geschrieben hatte, erfuhr ich dass es ein endgültiges Ende gab – eines das weder er noch ich planten – eines mit dem jeder mal rechnen muss. RIP)

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Über maripoet

I follow the carpenter und lächle, wenn was schief geht - schließlich ist es ja schon passiert und nicht mehr zu ändern ... Es gibt so vieles bemerkenswertes, das wirklich Wert ist bemerkt zu werden und so schreibe ich mir von der Seele was auf ihr liegt, so wird sie leichter und ihr habt was zum grinsen oder denken - an sehr guten Tagen beides :-)
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