Stille

Frühmorgens, wenn ich auf meinen Knien bin,
bete ich zu Dir, gebe Dir meinen Tag, bitte darum, dass Du groß wirst – in mir
sichtbar für die Welt – als Zeugnis für Dich und Dein Werk,
während meine Sehnsüchte in meinem Herz tanzen
bete ich für all die Menschen, die mir wichtig sind,
kranke oder angegriffene Menschen, enge Freunde und Bekannte
Menschen aus meiner Gemeinde, die darum gebeten haben
flehend und voll Ehrfurcht zitternd knie ich betend
Deine Stimme, die zärtlich zu mir spricht, möchte ich so gern wieder einmal hören
aber Du schweigst – schon seit Wochen höre ich die Stille
das Gebet, dass mir Dein Sohn empfohlen hat,
spule ich an manchen Tagen nur so runter
an anderen Tagen, lege ich mein ganzen Sein in diese Worte

Vater unser …
Deine Nähe vermisse ich
man sagt – es liegt an mir – Du seist niemals fort
ich bin es, die nicht in Deiner Nähe ist,
aber wie kann das sein, ich will doch in Deiner Nähe sein,
wie kann es sein, dass der Alltag so stark ist,
heißt es nicht, dass mich nichts von Deiner Liebe trennt?
Während ich das schreibe, steigen Erinnerungen in mir hoch
es regnet in meinem Gesicht, weil das Licht,
das durch die Scherben meines Lebens strahlt, so bunt so vielfältig und überwältigend ist, unerträglich schön,
doch ein paar Scherben sind noch blind,
aber das macht mir nichts, weil ich weiß, dass Du sie zu Deiner Zeit reinigst,
während meine Sehnsüchte in meinem Herz tanzen,
bist Du der liebende Gott, der lächelt, wie ein Vater seiner Tochter zulächelt,
ein Lächeln, dass nur Du für mich hast – es ist ungewohnt –
Du der Allmächtige lächelst mich an,
während meine Sehnsüchte in meinem Herz tanzen,
ich entscheide mich, dass sie nicht die Herrschaft übernehmen,
es gibt so viele Menschen, denen es schlechter geht als mir,
die Deine Zuwendung viel mehr brauchen,
es gibt so vieles, das wichtiger ist als ich,
aber meine Sehnsüchte tanzen in meinem Herz
zu einer Musik, die schräg klingt – schiefe Töne anschlägt,
auf den Knien bleibe ich – vor Dir – der Kampf in mir, zerreißt mich;
während meine Sehnsüchte in meinem Herz tanzen,
schmerzen meine Versen und Waden, meine Seele verblutet,
leer, kraftlos und schwach,
aber ich knie vor Dir und beschließe den Stecker zu ziehen – keine Energie für schlechte Musik, die ohne Takt mein Herz beschäftigt, ich lege alles vor Dich hin,
ich will, dass Dein Wille geschieht, dass Dein Reich kommt,
Dein tägliches Brot ernährt mich – Körper Geist Seele – Du machst mich stark,
denn nichts kann schöner sein – ich will Dir vertrauen – ich vertraue Dir,

Vater unser …..
lass sie tanzen und zeig mir, was großer ist, wie ich in DEINEN Plan passe ….

Amen

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Über maripoet

I follow the carpenter und lächle, wenn was schief geht - schließlich ist es ja schon passiert und nicht mehr zu ändern ... Es gibt so vieles bemerkenswertes, das wirklich Wert ist bemerkt zu werden und so schreibe ich mir von der Seele was auf ihr liegt, so wird sie leichter und ihr habt was zum grinsen oder denken - an sehr guten Tagen beides :-)
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