Gestern – eine Geburtstagsgeschichte

Gerne erinnere ich mich an einen gerade beendeten Tag  – ein weiterer (Geburts-)Tag in meinem Leben …. wer mich wirklich kennt – weiß, dass ich es liebe zu feiern – auf meine Art – immer gern mit Menschen, aber nicht zu vielen, mit gerade so vielen, dass ich ihre Emotionen spüren kann – vielleicht bin ich ja hypersensibel, weil ich, sobald es mehr als 3, 4 Menschen sind, nicht mehr entspannen kann – am allerliebsten habe ich die 1:1 Feiern – Situationen in denen ich auf Menschen eingehen kann –direkten Kontakt mit Ihnen habe. So auch gestern – ein Tag am Meer mit meinen Lieblingsmenschen – mein Sohn und seine Frau – sie hat sich richtig hübsch gemacht, sah aus als sei sie gerade einem Jane-Austin-Film entsprungen – Ihr Hut echt ein Highlight – sie haben nicht nur das Opfer des frühen Aufstehens und Losfahren gebracht – nein sie hat sich Urlaub für den Tag mit ihrer Schwiegermutter genommen – wer macht das schon freiwillig? (Ja, sie hatte die Option nicht mit zu kommen, aber sie wollte – alleine das ist ja schon Ehre genug, oder?) Pünktlich um 6 ging es los …. Richtung Norden – der Tag war nicht ausgeplant (mache ich nie, wegen dem Termindruck) wir hatten ein Ziel vor Augen  Frühstück und lt. Navi sollte es um 9:30 so weit sein – bis dahin Kilometer vor uns – kurzes Gebet für die Fahrer, vor und hinter uns – links und rechts neben uns über und unter uns – für die Fahrerin, den Sohn und mich J lustiges Geschnatter – zwischen ihr und mir auf der Rückbank, ich lese ihr Psalm 139 vor, weil ich an sie denken muss, wenn ich ihn lese, vom Handy, das mit den Schwingungen des Autos wild vor meinen Augen springt – so stocke ich hie und da – nein ich stoppe wohl, weil Gott tiefe Momente und Worte, diese Worte, gerade neu in mein Herz für sie legt (siehe Anhang) – mein Sohn schweigt – Musik läuft – mein Wunsch auf Renaissance Lobpreis wird erfüllt – die Lieder der ersten CD der CG angemacht (aufgenommen im Musikraum der Wohnung im WG-Haus) und ich singe, so wie es mein Gott liebt (schräg und laut), mit, ich mag es einfach, auf dem Weg mit Gott zu sein – früh am Morgen auf der A 31, wenn die Sonne den Horizont kitzelt – langsam kommt auch Leben in meinen Sohn, wir hören bereits Lieder eines uns allen bekannten jungen Mannes, dessen musikalisches Talent ich wirklich verehre (so richtig fanwise) eine Zeitlang hat er mich mal mit seiner Musik durch’s Leben gerappt und ich frage mich gerade wo, die CD hin ist, kennt Ihr das es gibt Menschen, die gehen mit Sprache um, wie kein anderer und er verpackt das auch noch in ein Lied oder zwei oder drei – eines ist so gegensätzlich – recht harter Rap Gesang und Mittelparts mit sanfter umhüllender Songleichte – und genauso die Inhalte – die Raps sind „Lebensbeichten – schwer , kämpferisch, dramatisch kaum auszuhalten – die Mittelteile handeln von der Sehnsucht nach dem Frieden und der Liebe Gottes“ – das hat mir so getragen – damals und auch gestern im Auto berührt es immer noch meine Seele – Sturm der Zeit würde ich heute nicht so ohrenbetäubend laut aufdrehen, aber  – diesem Lied zuzuhören ist wie ein Buch lesen – DAS BUCH der Bücher zu lesen. Ein Lächeln setzt sich – nicht nur auf mein Gesicht, sondern es wurzelt sich tief in meine Seele und bin so dankbar für diesen Menschen (Wenn Du das liest “Herbstliches Blatti [M.L]“ dann hoffe ich, dass meine Wertschätzung rüberkommt. Du bist so cool, dass die Sonne neben Dir frieren würde – deshalb thront sie auch oben am Himmel und hält Abstand.)  die Frau meines Sohnes fährt weiter – erträgt unsere Geschichten und wird so (un)freiwillig ein Teil unseres Lebens. Das gefällt mir an ihr, sie schweigt dabei nicht einfach so, sondern trägt den ein oder anderen Satz dazu bei, sodass sie wirklich Teil dieser Geschichten wird – als sei sie dabei gewesen und wir nehmen sie gerne mit. Das ist glaube ich, auch das Geheimnis – ich habe mich immer gegen den “Du verlierst keinen Sohn, Du gewinnst eine Tochter dazu“- Kalenderspruch gewehrt – nicht, weil es nicht stimmt – ich finde, es kostet etwas um das zu erfüllen, nämlich die Bereitschaft aller Beteiligten, sich darauf einzulassen – mitzunehmen und bereit zu sein – Erwartung, dass es einfach so ist, kann alles kaputt machen – ich bin so dankbar, dass Gott wieder einmal, die richtige Konstellation geschaffen hat. Das hat sich den ganzen Tag über bestätigt – wir waren planlos – aber nicht ziellos – .um 09:30 Uhr in meinem Lieblingscafé Lieblinbgsplatz– zwei Kapitänsfrühstück – + 1 Ei, ich eine Latte (ja ich nenne mich zuerst – war ja Prinzessinnentag – sie, als sie zu uns zurück kam, einen Cappuccino – er setzte aus mit Getränken ….  jetzt war der Moment für Geschenke – ich verteilte sie, für jeden eins – meines hatte ich von der Nacht aufbewahrt – beide schauten ein wenig enttäuscht, als ich sagte “später“, was sich mir erst erklärte, als ich es jetzt öffnete Geschenk– es war eingepackt in pastellfarbenen Punkte  (wie beim Kindergeburtstag, sagt sie), eine Schleife drauf und wunderschön anzusehen – wow – ein breites Grinsen setzte sich in mein Gesicht, als ich realisierte, was es war – das war mal Erfüllung eines Wunsches – mit dem gleichzeitig ein weihnachtliches Ritual starb (immer, wenn ein Wunsch erfüllt wird, stirbt ein Traum)  – die Figur, die ich jedes Jahr, wenn wir in der Adventszeit durch die Läden ziehen, suche, stand jetzt vor mir!!! Da ist sie – alleine, dass sie sich die Mühe gemacht hatten, diese Figur zu suchen, zu finden und zu erwerben – alleine das, war schon Geschenk genug – aber auch der Gedanke hinter dieser Figur – mehr als nur Tinnef der rumsteht – sozusagen ein Danke für die Vergangenheit …. wow, die bekommt einen Ehrenplatz, sie wird nicht einfach nur rumstehen!!! DANKE !!!! (und Entschuldigung, dass ich es nicht sofort ausgepackt habe)

Als wir dann alle satt (ich sehr glucklich) glücklich), trocken und gesonnencremt!! waren, ging es weiter – wir flanierten durch einen meiner Lieblingsorte – verpassten kein Geschäft, obwohl das Dörfchen gerade erst wach wurde  – wir sogen auf, was an Farben, Formen und Gerüchen auf uns einströmt – und plötzlich stehen wir im Bonbonladen den Pippi Langstrumpf einst leer kaufte – sofort kamen mir diese Film und Buchszenen ins Gedächtnis – wer hat sich noch nie gewünscht, einmal dort zu sein und das Beste, es gibt dort auch die passenden Süßigkeiten zu kaufen, die wir damals buchlesend oder fernsehguckend verdrückt haben…. z.B. diese Lutscher, die aussehen wie Kreisel mit den lustigen Figurenstäbchen – und alles zu einem erschwinglichen Preis !!!! (nein, die habe ich da nicht gekauft)

 

 

Während mein Sohn einen seiner berühmten Social Media Kurzworkshops gab, stöberten seine Frau und ich träumend durch den Laden, ich fand kleine Geburtstagsgeschenke für sie und eine Freundin (die wir später noch überraschen wollten) ich liebe es, Geschenke zu meinem Geburtstag zu verschenken, ich liebe es Menschen zu überraschen, ich liebe nichts mehr, als ein Lächeln im Gesicht gegenüber zu sehen – ich glaube, wenn ich im Himmel bin, dann werden diese Lächeln (keine emoticon smilies, sondern echte Lächeln) wie Bienen oder Hummeln fliegen, um mich herum düsen, weil Gott alleine weiß, wie sehr ich sie liebe. Alleine diese Vorstellung schenkt mir Vorfreude auf “diesen Moment“ vor dem sich die meisten (egal ob mit oder ohne Gott) – manches Mal auch ich  –  fürchten, mittendrin wird (m)ein Lächeln sein, jene, dass alle Menschen, mit denen ich mich umgebe, mir geschenkt haben. In meiner Fantasie sehe ich, wie es ,in Cellophanpapier mit bunten Bändern bestückt,  auf mich zufliegt, es entspringt im Jetzt. Ein Lächeln, aus der Tiefe meiner Seele lächle ich.
Als wir diesen Laden verlassen, fühle ich mich frei und beschwingt, ich freue mich über diesen Tag und die Menschen, die mit mir sind (hier sei erwähnt, dass ich auch jeden Gruß – per whatsapp, sms und Social Media meine, alle sind an diesem Tag irgendwie bei mir) beschwingt und fröhlich stromern wir weiter – eine ganze Runde – die berühmte Eisdiele hat noch geschlossen, sie wird noch der richtige Ort an diesem Tag sein, wenn ihre Zeit gekommen ist – allerdings ist es erwähnenswert – wie HERRlich unbeteiligt sie an diesem schon ziemlich beschäftigen Platz ist – überall wuselt es von Menschen, die ein- und auskehren – schauen – staunen – berühren – anfassen – mitnehmen – schnattern – schweigen – gehen – stehen – schwitzen – sind oder nur sein wollen – Touristen  – Geschäftsleute – Einheimische –  auf dem Sommerkarussell des Mammons – langsam kommen immer mehr gut oder weniger gute gelaunte Ladenbesitzer/innen beladen mit Kleiderstangen, Ausstellungsobjekten, Ideen der Erinnerung (Souvenir franz. zur Erinnerung)  –  . Wenn ich die geschlossene Eisdiele inmitten all diesem materialistischen Treiben einen Moment lang länger ansehe – hoffe ich etwas von der Leichtigkeit und Gnade zu behalten – die Freiheit zu haben, später zu öffnen, später einzusteigen – zu servieren – kassieren – insistieren – welch eine Gnade – einfach später dran sein zu dürfen, denn noch gibt es keine Schlange, die sich in der Lust auf appetitliche Abkühlung bildet, sich in der Erwartung darauf noch viel mehr erhitzt – die Bänke sind leer – niemand nutzt sie um den Genuss zu genießen und gleichzeitig ohne es zu wissen oder gar zu wollen – Werbeprodukt zu sein. 30725074_1957898567578417_2843794259733638705_nDiese Bänke sind das preiswerteste probate Mittel, um Werbung zu initiieren – direkt – denn man kann den darauf sitzenden Menschen ansehen wie gut dieses Eis ist und wie es Glück und Zufriedenheit produziert – indirekt – auf all den Fotos, die in den Social Medias gepostet werden – oder als Abzug gezeigt werden Uiiiii das sieht aber gut aus – höre ich die Zusehenden sagen – wo seid Ihr da? Und ich denke “Ziel erreicht!“ die meisten Menschen hier sind dankbar, für die kleine Pause, die sie auf dieser Bank verbringen können – ohne zu wissen, dass sie Promoter sind – aber so selbstlos hat der Mensch vielleicht nicht gedacht, der sie dort und genau dort platzierte – wie viele Menschen, die in der Schlange stehen, haben ihre Bestellung verändert, erhöht vielleicht sogar verdoppelt – wegen des Anblicks genießender anderer Kunden – ist es Zufall, dass sich ausnahmslos alle wie eine Perlenkette hintereinander aufreihen um geduldig darauf zu warten ihre Bestellung (verändert) abzugeben – ist es Zufall, dass es kein Sonnensegel oder Markise gibt, die die Wartenden vor der Sonne schützt? Später …. unser Zufluchtsort vor der sengenden Mittagshitze …..
Wir schlendern zum Auto – uns umzuziehen – ans Wasser, ist das erklärte Ziel – über den Deich zum Ottoleuchtturm – in der Mittagssonne – Schuhe wechseln – Sonnenschutz (20 oder50) – Hut – Käppi – Tuch – Handtuch oder Liegematte? – wir fragen uns, ob das Wasser überhaupt da ist – egal, wir gehen entlang des Blumenfeldes genießen den Weg zwischen hochgewachsenen Brombeerbüschen und Feldern

 

 

– neben uns Menschen, die googeln, ob das Meer oder ein Strand in der Nähe sind – wir lachen, hören die Entfernungsbestimmung, die das Handy auswirft – 10 Meter Strand direkt hinter dem Deich – wie einfach ist, es doch einfach auf den Deich zu gehen und den Überblick zu bekommen – haben wir solche logischen Folgerungen in der Abhängigkeit unserer Handy und Apss bereits verlernt – oder ist es nur Bequemlichkeiten? Mein Sohn amüsiert sich köstlich – er merkt nicht wie oft er an diesem Tag schon sein Handy benutzt, auf Anfragen geantwortet, den Weg bestimmt hat – später machen wir es den Menschen ähnlich – googeln wo der Weg hinführt, um zu entscheiden, einfach umzukehren und über den Deich in die berühmte Eisdiele zu gehen …. ohne das Meer oder den Otto Leuchtturm erreicht zu haben-
Nachdem wir uns durch die Anstehschlange ins Innere der typisch ostfriesisch (was wir als Touristen typisch erwarten) eingerichteten Eisdiele gekämpft haben, entscheiden wir uns für einen Fensterplatz – der Raum ist eher ein Wohnzimmer, mit 6 – 8 Tischen für jeweils vier Personen – die Fenster normale Hausfenster, die den Blick auf den Hinterhof zu lassen, sie sind weit geöffnet – aber untypisch für die Region ist es windstill – so ölen wir …. ich denke an des Schild im Pippi Langstrumpf laden Happy Oilydays stand darauf – dieser Zustand ist jetzt erreicht – jede Pore meines Körpers schüttet aus was sie nicht behalten kann – gefühlt bin ich die Quelle lebendigen Wassers – Schweißtropfen, die sich einen Spaß daraus machen, im unpassenden Moment der Nähe, fröhlich ans Tageslicht zu dringen und hüpfend und platschend meine Umgebung erheitern – sie lächelt – ob sie ahnt, wie peinlich mir das ist (ich höre sie faktisch schon  sagen „“Muss es nicht, mir ist auch warm“) , oder ob sie einfach nur höflich ist – ich frage  sie nicht, geh lieber eine Etage tiefer in die Kachelräume, um zu  richten zu retten was noch zu richten oder retten – ist – erfolglos, denn weder meine Frisur (bin immer noch sehr unzufrieden, über das vor zwei Wochen teuer erstandene Ergebnis, der Laden sieht mich echt nicht wieder) noch meine Kleidung sind für einen Tag, wie diesen, geschaffen – ich bin nicht schick, nicht lässig oder leger – ich bin einfach nur ich – kurze blaue Leinenhose- rosa ärmellose Bluse (ja in meinem Alter mit DIESEN Armen trage ich so was, weil ich einfach die Bequemlichkeit eines solchen Kleidungsstückes genießen möchte), an der ein Knopf fehlt und die später mit Erdbeereis und Sahne geschmückt wird …. kennt ihr die Leute, die tragen können was sie wollen und immer schick zumindest gut aussehen – zu dieser Gruppe Menschen gehöre ich eindeutig nicht – was ich grundsätzlich nicht bedaure – aber gerade in diesem Moment trüge ich lieber einen Anzug aus frisch gekühlten Kühlpacs – ohne wie der Michellin Mann auszusehen – aber heute sehe ich auch ohne diese Erfrischung wie einer aus – irgendwann ist auch dieser Kampf gewonnen – straffer Körper mit allem Zapp und rap, dann lebe auch ich leichter ….  heute trage ich aber noch dieses Desaster, mit mir rum, da an kühleren Tagen kaschiert werden kann, doch es ist da, was so da ist und nur mein Lächeln kann es bezaubernd (schlank) machen (ich tu mein bester vor dem Spiegel – ergebnislos)   – für alles andere ist an diesem Tag kein Platz …. so stolpere ich die Treppen zurück an den reich gedeckten Tisch
Foto 25.07.18, 13 39 30– er Joghurterdbeerbecher – ich Erdbeerbecher – sie Erdbeerspaghettieis mit Joghurteis
…. natürlich stelle ich fest, mein Becher hat als Hauptanteil weißes Schokoladeeis – geschmacklich perfekt – für die eben geführte Diskussion im Kachelbereich kontraproduktiv – so lächle ich ins Händy – selifetime und nebenbei kann ich es nicht verhindern, dass Erdbeersoße und Sahne genau so auf die Bluse tropfen, dass ich es nötig finde, ein neues Oberteil zu erstehen …. aber auch das erreicht nicht, dass ich o.g. Kühlanzug tragen könnte – noch nicht mal einen Eiswürfelanzug – Michelin bleibt Michelin und ich eben ich, da muss ich mich ein anderes Mal drum kümmern … und vielleicht sogar früher als ich es erwarte …. Im Supermarkt mit Getränken bewaffnet steigen wir in das “schwarze“ seit mehreren Stunden in der Sonne stehenden Auto – happy oilydays  verschenken unsere letzte Parkstunde an den Mercedesfahrer…. der Fahrtwind zum nächsten Meerversuch verhindert jedoch, dass wir foto-25-07-18-17-09-02.jpgdurch Schmelzen zu Grunde gehen – und ein lustiges Video gibt’s auch davon, als ich nämlich die Fahrt aufnehme – läuft im Radio “Like Ice in the sunshine I’m melting away On this sunny day !!“  und er dreht das Lied so laut auf, dass es auf dem Video landet …. ES IST EIN SCHÖNER TAG !!!!

Nach kurzer Irrfahrt (Prinzessinnen dulden keinen Widerspruch – und Mama hat immer Recht) endlich am Parkplatz der Seehundstation ankommen das Schimmbad und die Station einmal umkreist gehen wir endlich auf’s Meer zu – er erzählt, dass wir schonmal da waren, kurz hoch gegangen wären und dann wieder zurück – er wisse aber nicht mehr warum ….. (später wusste er’s wieder), denn auch diesmal war es nicht anders – obwohl wir ein Fischbrötchen dazwischen schoben – Strandgebühr 2,50 Euro/Person – für kurz mal die Füße ins Wasser und wieder zurück –  “willste das wirklich ?“ – “nö“ – so wanderten wir weiter ohne unseren Traum aufzugeben  – er meinte ’s koste nur hier was – war aber nicht so –  so viel zur Erklärung  – also Drachenwiese – kurze (unerlaubte) Stippvisite am nicht vorhandenen Meer –

 

 

ins Watt wollten weder seine Frau noch ich – auf die Suche nach dem Fischbrötchen – Fotos – Selfie – zurück zum “schwarzen“ seit zwei weiteren Stunden in der Sonne stehenden Auto – happy oilydays  – wir machten uns auf dem Heimweg und planen einen kurzen Zwischenstopp bei meiner Freundin, die mir morgens noch einen „Gruß aus der Ferne“ schickte, sie ahnte ja nicht, wie nah ich ihr war – da sie auf meine Antworten nicht reagierte, hätte ich sie gern angerufen, aber mein Sohn meinte, das würde die Überraschung kaputt machen, als das Telefon klingelte und sie mir doch nach einem langen Arbeitstag persönlich gratulieren wollte J na geht doch J  im Gespräch ließ ich das ein oder andere fallen, um meine Fragen beantwortet zu bekommen, spürte aber, dass sie langsam etwas ahnte (was sie auch tat) und hoffte dann, dass wir noch vor dem geplanten Kinobesuch bei ihr aufschlugen …..Ziel erreicht mit dem Geschenk für sie bewaffnet, erreichten wir das Ziel – wir überraschten sie und ihren Mann, obwohl sie irgendetwas ahnte – ich gratulierte ihr zu meinem Geburtstag gab ihr ihr Geschenk – kassierte ein weiteres Lächeln, sie schenkte uns frisches kühles Wasser ein – unsere Vorräte waren ausgeschöpft – zwischen all den hin und her hüpfenden Wortfetzen wurde sie ein wenig ernsthafter – direkter – sie hätte ja ein Geschenk, für mich, aber es sei nichts neues und nicht eingepackt und auch nicht so, wie ….. ein lautes „Her damit“ unterbrach ihre Zweifel und lächelnd stand sie auf, verließ den Raum, rief mich ein paar Minuten später zu sich in den Flur – zwischendrin hatte ich den Bemerkung gemacht – es sei sicher ein Sessel, meine Schwiegertochter könne dann leider nicht mit uns zurückreisen – ich wollte gerade die Bahnverbindungen checken (Scherz) da rief meine Freundin mich zu sich auf den Flur, stand mit einem !!!Stuhl!!! vor mir …. ist es nicht manchmal unheimlich, wie das Leben spielt (ich will sie anrufen- sie ruft an – ich scherze über einen Sessel – es ist ein Stuhl) ich habe mich so sehr gefreut, bin über den Flur gehüpft, getanzt – gestolpert –so leichtfüßig wie ein abgekämpfter, ermatteter Elefant, tanzte ich den Davidstanz ohne jedwede Scham und Vorbehalte – ich freute mich einfach, alle sollten es sehen – im Gegensatz zur Reaktion bei David – freuten sich meine Freundin und ihr Mann sehr über meine Reaktion – ist es nicht schön, wenn Beschenkte und Schenkende in gleicher Weise und im gleichen Maße fröhlich sind??? ob meine Schwiegertochter sich in diesem Moment mitfreute, weiß ich grad nicht, aber spätestens, als sie sah, dass dies zwar ein kompakter Eisenstuhl war, aber dass man ihn falten konnte (nein nicht klappen – man faltet den Sitz hoch und die Armlehnen zum Rückenteil) Foto 26.07.18, 18 43 35es ist ein echter uralter Gartenstuhl, der sich in die Jane Austin Filme anstandslos einfügen könnte (sie würde dieses Bild perfekt komplettieren mit ihrem Hut und Faltenrock) im Auto so wenig Platz einnahm, dass sie ohne weiteres MIT uns die Rückreise antreten konnte (dafür hätte ich im Übrigen alles getan – sie gehört zu diesem Tag wie das a zwischen T und g.) Jetzt war es Zeit …. wir verabschiedeten uns nutzten den Kachelbereich – nahmen noch eine Flasche Wasser mit, begegneten zwei herrlich überraschten jungen Menschen und stiegen wieder einmal ins “schwarze“ nicht in der Sonne stehenden, aber trotzdem aufgeheizten Auto, beschlossen kurz auf der Fahrt zu halten um Maces aufzusuchen (Michelin lässt grüßen) und dort das Abendmahl zu uns zu nehmen. Die Maus im Heck schlief ein – mein Vorschlag durchzufahren wurde ignoriert – der Himmel wurde immer schwärzer ….als wir dann (ich im Pulli) draußen im heftigen Wind vor dem Essen saßen – betete Ich danke Gott “für’s Essen und lass es bitte nicht regnen, bis wir fertig sind.“ Foto 25.07.18, 23 28 28Als wir zum Auto gingen, spürte ich den ersten Tropfen Sommerregen auf der Nase – und auf der Autobahn fuhren wir in diesen Regenvorhang, der heftig auf uns niederprasselte – die Temperaturen sanken um 10°C, sie schlief nicht mehr ein. Tatsächlich schafften wir es noch um 21:50 am Real zu sein, mein Sohn sprang schnell rein, um mir Milch zu besorgen – deshalb muss ich heute nicht raus – was ein echter Segen und Geschenk ist. Wir aßen nicht mehr Torte – ich teilte sie packte ihnen ihren Anteil ein, sie waren genauso müde wie ich, nur noch nach Hause auf die Couch stand in ihren lächelnden Gesichtern – der Tag hat sich echt gelohnt. so begann ich die erworbenen Schätze auszupacken und ein wenig Ordnung zu schaffen – sofern es meinem müden Körper gelang.
In meinem Lieblingssessel angekommen – öffne ich die letzten Geschenke des Tages und kommentiere jedes einzelne, als sei es mir persönlich überreicht worden – lese die Grüße und Botschaften, die mich bei FB erreichen – egal wie lang, blumenreich oder kurzgefasst – wertschätzend oder sachlich gratuliert – jedem Einzelnen war es wert, den Moment zu nehmen, um Worte zu schreiben – alleine dafür, bin ich so dankbar, es gibt Menschen, die sich Zeit nehmen – aus welchen Gründen auch immer – sie sind die Nahrung, meiner Herzensblumen, das will ich noch so gut ich kann, ehren und hoffe inständig dabei, keinen Gruß zu übersehen ….

PS. FB hat mir heute ein Video angeboten mit Posts von  gestern, zu viel Show zu wenig Ihr. hab’s verborgen… konnte es FB leider nicht korrekt feedbacken – im Sinne von weniger Show von Euch mehr Posts von Freunden, aber ok, die Idee ist gut ….

wichtiges PS: Kommas und Punkte sind oft unterbrechende Zeichen, die in der deutschen Rechtschreibung geregelt sind und Sinn erfüllen, aber manchmal ist mir der Sinn des Textes wertvoller,  ich vergesse sie, setze sie dort, wo ich glaube, dass sie ihren ureigenen Sinn erfüllen – also nicht mit korrigierendem Auge lesen, sondern mit dem Auge des Herzens – und vielleicht entsteht nur deshalb, ein Sinn. Denn mit meinen Geschichten möchte ich Dich träumen lassen, vielleicht Deine Seele berühren und nicht Dein Wissen abrufen.

Foto 25.07.18, 23 17 30

Psalm 139 Version C.T.

 01 Für die Lobpreisleiterim: Ein Psalm Davids.
Herr, DU hast mein Herz geprüft und weißt alles über mich.
02 Wenn ich sitze oder wenn ich aufstehe auch morgens um 06:00 Uhr, Du weißt es. Du kennst alle meine Gedanken.
3 Wenn ich gehe oder wenn ich ausruhe und gut schlafe, obwohl andere schlaflos sind, Du siehst es und bist mit allem, was ich tue, vertraut. auch wenn ich morgens früh im Auto fahre
04 Und Du, Herr, weißt, was ich sagen möchte, noch bevor ich es ausspreche. selbst wenn ich mich zurückhalte und abwarte
05 Du bist vor mir und hinter mirüber und unter mir  und legst Deine schützende Hand auf mich.
06 Dieses Wissen ist zu wunderbar für mich, zu groß, als dass ich es begreifen könnte!
07 Wohin sollte ich fliehen vor Deinem Geist, und wo könnte ich Deiner Gegenwart entrinnen?
08 Flöge ich hinauf in den Himmel, so bist Du daselbst in Ostfriesland bist Du schon; stiege ich hinab ins Totenreich1, so bist du auch da.
09 Nähme ich die Flügel der Morgenröte oder wohnte am äußersten Meer,
10 würde Deine Hand mich auch dort führen und dein starker Arm mich halten. auch wenn andere zweifeln, Du nicht Du ermutigst mich und machst mich stark
11 Bäte ich die Finsternis, mich zu verbergen, und das Licht um mich her, Nacht zu werden –
12 könnte ich mich dennoch nicht vor Dir verstecken; denn die Nacht leuchtet so hell wie der Tag und die Finsternis wie das Licht. auch der Schein der Sonne liegt in Deiner Hand

13 Du hast alles in mir geschaffen und hast mich im Leib meiner Mutter geformt. Auch meine wunderschönen Augen  – mein Lächeln hast Du gemacht
14 Ich danke Dir, dass Du mich so herrlich und ausgezeichnet gemacht hast! für meine wunderschönen Augen und Wimpern – für die Art wie ich gehe und stehe – dafür, dass ich aussehen darf wie jemand im Jane Austin Film Wunderbar sind deine Werke, das weiß ich wohl.
15 Du hast zugesehen, wie ich im Verborgenen gestaltet wurde, wie ich gebildet wurde im Dunkel des Mutterleibes. und Du weißt über alles Bescheid – alle Hintergründe und alle Pläne, die andere für mich hatten und immer noch haben.
16 Du hast mich gesehen, bevor ich geboren war. Jeder Tag meines Lebens war in deinem Buch geschrieben. Jeder Augenblick stand fest, noch bevor der erste Tag begann. Du liebst mich so sehr und deshalb darf ich Dir vertrauen Deine Liebe sieht weiter als nur meine Ängste und Sorgen – sie versteht alles und ich muss nichts tun, um Dir noch mehr zu gefallen – denn als ich noch nicht im Stande war irgendetwas zu tun – hast Du mich schon geliebt.
17 Wie kostbar sind Deine Gedanken über mich, Gott! Es sind unendlich viele.
18 Wollte ich sie zählen, so sind sie zahlreicher als der Sand! Und wenn ich am Morgen erwache, bin ich immer noch bei dir!
19 Gott, wenn Du doch nur die Gottlosen vernichten wolltest! Fort mit Euch aus meinem Leben, ihr Mörder! 20 Sie verhöhnen Dich und lehnen sich gegen Dich auf.
21 Sollte ich die nicht hassen, Herr, die Dich hassen, und sollte ich die nicht verachten, die sich Dir widersetzen? Auf diese Frage akzeptiere ich jede Antwort von Dir mein Gott 22 Ja, ich hasse sie von ganzem Herzen, denn Deine Feinde sind auch meine Feinde. Und wenn Du sagst, ich soll sie lieben, werde ich sie von ganzem Herzen lieben, weil es Dein Gebot ist.

23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, prüfe mich und erkenne meine Gedanken.
24 Zeige mir, wenn ich auf falschen Wegen gehe und führe mich den Weg zum ewigen Leben.

 

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Über maripoet

I follow the carpenter und lächle, wenn was schief geht - schließlich ist es ja schon passiert und nicht mehr zu ändern ... Es gibt so vieles bemerkenswertes, das wirklich Wert ist bemerkt zu werden und so schreibe ich mir von der Seele was auf ihr liegt, so wird sie leichter und ihr habt was zum grinsen oder denken - an sehr guten Tagen beides :-)
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