Wenn Du selbstverständlich sein kannst bist Du zu Hause

So fühlt es sich immer an, wenn ich hier bin – hier das ist ein kleiner Ort in Ostfriesland – ein typisches Dorf mit kleinen Läden – man kennt sich und auch die Touristen dir regelmäßig da sind. Selbst die Kühe winken mir schon zu, wenn ich auf die kleine Straße fahre – an dessen Seite sie stehen – links ein Maisfeld rechts die Kühe – meine Freunde.

Hier will ich sein, wenn ich den letzten Lebensabschnitt lebe – viele meiner Freunde lachen darüber, aber sie sind dann doch wohl eher nur Bekannte – wären sie Freunde, wüssten sie, dass ich hier einfach nur sein kann.

Gestern z:B. kam ich auf die Hauptstraße dieses Dorfes und sofort war ich angekommen … fuhr in das Blumenfachgeschäft und fand sofort meine kleinen Mitbringsel, die ich immer meiner Freundin und Ihren Eltern mitbringe. Meine Freundin arbeitete noch, also bewaffnete ich mich mit gedecktem Apfelkuchen, aus der Bäckerei direkt am Blumenhandel und der nur hier so schmeckt, wie er muss. Fuhr in die gegenüberliegende Straße parkte direkt am Haus klingelte und sah in zwei strahlende Augen und ein herzerwärmendes Lächeln, die Tür war so weit geöffnet, dass niemand mehr sagen musste komm rein und schon stand ich plappernd im Flur – kurz den Ort aufgesucht setzte ich mich in das warme Wohnzimmer Glück, Freude, Wohlsein einfach so. Nach ein paar Sätzen ging ich in die Küche und kochte wie selbstverständlich den Kaffee – ich war zu Hause …. wir deckten gemeinsam den Tisch scherzten und lachten als die Frau des Hauses dazu stieß – ein kurze Gebet mit Dank für die Freude – und haps der Kuchen im Mund …. wie geht es dem und was macht der, eine kleine lustige und irgendwie absurde Geschichte über den verlorenen Schwiegersohn und sein Auto – Tisch abräumen … weiter – im Haus meiner Freundin angekommen – Koffer – schwer wie Blei ins Zimmer getragen in der Küche gesessen und gewartet bis sie von der Arbeit heim kommt …schwer bepackt – müde und erschöpft – ein Blick – zwei Worte und wir schnippeln gemeinsam die Zutaten für die Suppe, die es am nächsten Tag in der Gemeinde geben soll, so als hätten wir uns vor einer Stunde erst gesehen – was macht der – wie geht ihr – weißt doch noch ….gestiefelt und gespornt stehen wir an der Türe schnick schnack schnugg wer holt die Brötchen und ab zum Lobpreisabend – nebeneinander und doch jeder für sich begegnen wir unserem Gott – in der niedlich kleinen Gemeinde, die so voller Liebe steckt, dass ihr Dach sich nach oben wölbt – alte Bekannte treffen und umarmen, die Freude spüren, dass man da ist – und ein Teil von allem sein, als wäre man nie fort gewesen … das ist zu Hause – alles was meinen Alltag so bedrückt liegt nun auf einer Wolke der Glückseligkeit und kommt erst zurück, wenn ich die A 31 in Richtung Köln verlasse … ich bin zu Hause

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Über maripoet

I follow the carpenter und lächle, wenn was schief geht - schließlich ist es ja schon passiert und nicht mehr zu ändern ... Es gibt so vieles bemerkenswertes, das wirklich Wert ist bemerkt zu werden und so schreibe ich mir von der Seele was auf ihr liegt, so wird sie leichter und ihr habt was zum grinsen oder denken - an sehr guten Tagen beides :-)
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