Samstag der Tag zwischen Verzweiflung und Ewigkeit

Karfreitag ist vorbei – die, die schrien “Kreuzige ihn!“ gingen nach Hause – heiser und müde – der Römer, der die Nägel durch das Fleisch ins Kreuz schlug, hatte seine Arbeit getan – niemals zuvor war eine Kreuzigung wie diese – Menschen standen um das eine Kreuz herum und nicht nur die Mutter, sondern viele weinten, um diesen Mann – und der Verbrecher, den er kreuzigen musste bat um Vergebung für ihn – das war ein besonderer Tag – das Wetter spielte verrückt, es wurde dunkel anders als sonst – es war finster – kein Stern am Himmel – kein Mond und keine Sonne. Und das fröhliche ausgelassene Spiel um das Gewand war intensiver – irgendwas war mit diesem Mann am Kreuz, er musste einfach prüfen, ob er wirklich tot war, bevor er ihn seinen Leuten gab. Das Einzige was noch zu tun war, war getan Jesus liegt im Grab Josephs und damit niemand diesen Toten irgendwie aus dem Grab holt, werden Wachen vor das geschlossene Grab gestellt, ein Stein, der von einer Menschenhand nicht bewegt werden kann – der Körper liegt hinter dem Stein und kann nicht fliehen, selbst wenn er noch lebt stirbt er spätestens dort – es ist vorbei, der Spuk hat ein Ende und seine Gedanken bekommt er auch noch in den Griff, auch wenn es diesmal schwerer scheint als sonst, er wird sich ablenken mit seinen Frauen, seinen Freunden, er will den Tag vergessen ….

Der Tag mittendrin wird in der Bibel nicht groß erwähnt, man liest, dass die Jünger sich voller Angst zurückgezogen hatten. Sie haben 3 Jahre mit Jesus verbracht und mussten zusehen, wie er verraten, verkauft, misshandelt und gekreuzigt wurde … sie haben ihre Hoffnung verloren – Petrus heult sich sicher die Seele aus dem Leib und Thomas zweifelt an all dem was geschehen war – vielleicht diskutieren sie darüber was es bedeutet ES IST VOLLBRACHT, vielleicht schieben sie sich gegenseitig die Schuld zu, weil sie im Garten nicht genug gebeten haben – sie versuchen einen Plan für sich zu finden – wie soll es weitergehen? Sie können nicht oder nur schlecht schlafen – die Ereignisse de letzten Woche sind einfach zu viel sie sind aufgewühlt und verzweifelt. Alles hat sich verändert.

Was macht Maria an diesem Tag? Liegt sie in den Armen Johannes und weint – was empfindet eine Mutter die näher an Gott war als es jemals ein Mensch zuvor oder nachdem war? Der Engel sagte, dass ihr Herz durchbohrt wird, so war es nun am Samstag, aber sie hatte auch die anderen Worte die sie in ihrem Herzen bewegte (Lukas 2,19) vielleicht sprach sie mit Johannes darüber und hoffte aufgrund all der Ereignisse und Wunder, das dies nicht das Ende sein könne. Eine Mutter hat eine innige Beziehung zu Ihrem Kind – insbesondere wenn es so besonders ist. Vielleicht bereitete sie sich auf etwas in großer Erwartung vor, von dem sie nicht wusste was es war, oder vielleicht ahnte sie etwas – der heilige Geist war ja schon einmal mit ihr und die Geschichte von Lazarus kam ihr in Erinnerung – ich weiß es nicht, weil es nirgends geschrieben steht.

Jesus – wie erlebte er diesen Tag dazwischen? Er ging durch die Hölle und zurück!
Sein Vater Gott ist Liebe – das lesen wir in unzähligen Beweisen und Worten in der Bibel – was macht die Liebe an einem Tag wie diesen?
In Offenbarung 21 finden wir diese Worte: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; 4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. 5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! 6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. 7 Wer überwindet, der wird dies ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.

Wenn Gott Liebe ist, dann ist ER an diesem Tag bei Seinem Sohn – feiert mit ihm, dass er treu war und nicht aufgegeben hat weder im Garten noch als ER – Gott –  es nicht mehr ertragen konnte –  Gott feiert mit ihm, tröstet ihn, verbindet die Wunden kümmert sich, Jesus hat den Lauf vollendet!!! ES IST VOLLBRACHT  und dann sitzen sie beisammen und sehen wie die Welt darauf reagiert – die Hoffnung Marias, die Angst der Jünger, die Tränen Maria Magdalenas, sie sprechen darüber wie die Welt auf die Zugabe reagieren wird – wie es wohl sein wird, wenn Jesus Maria Magdalena begegnet – der Geringsten unter allen die mit Jesus zusammen waren – eine Frau, die 7 Dämonen hatte – eine Frau deren Sünden jeder kannte – sie war im Dorf  stadtbekannt und die Jünger wunderten sich immer wieder über die Gnade und Barmherzigkeit die Jesus ihr zu Lebzeiten entgegen brachte. Sie sollte ihn das erste Mal sehen – aber auch hier sollte es keine imposante Erscheinung sein – Jesus solle in Fleisch und Blut als ….Friedhofsgärtner??? zu Maria sprechen. (diese Art Gärtner steht nicht sauber und gewaschen mit der grünen Gießkanne rum, es ist einer der harte Arbeit leistet, mit Dreck und schwerem Gerät umgeht, der schwitzt und schmutzig ist)
Gott und Jesus verbrachten einen sehr guten Vater Sohn Tag, einen Tag der nur ihnen gehörte, einen Tag an dem Jesus Kraft tanken konnte, so wie er es auf Erden in der Wüste oft machte – aber niemals zuvor war er so leer, wie an diesem Tag gewesen – an diesem Tag konnte nur die direkte Beziehung mit Gott – Zeit mit IHM die Kraft, das Blut und den Schweiß zurück geben, Jesus musste lebendiges Wasser zu sich nehmen, durch Gott, damit ER wieder auf die Erde zurück kommen konnte – Gott war an diesme Tag sicher nicht im Himmel, sondern bei ihm im Grab, so nah auf der Erde, wie ER damals Adam den Odem einhauchte – diesmal brauchte sein eigener Sohn Jesus neuen Odem – Engel leuchten die Höhle aus und Gott hält ihn umarmt, tröstet, stärkt und ermutigt ihn und sie feiern, dass Jesus bis zum Ende durchgehalten hat.

So bekam Jesus die Kraft das Zeit- und Raumkontinuum zu durchbrechen, um Maria und den Frauen am Grab, den Aposteln im Versteck und auf den Weg nach Emmaus, am Meer und überall wo er es tat, zu begegnen.

Vielleicht war es so – vielleicht aber auch ganz anders – größer – liebevoller – ich weiß es genau sowenig wie alle, ich bin nur eine liebevolle Mutter – wer weiß was ein liebevoller Vater an einem Tag wie diesen tut….

Jesaja 44, 23 Sing, Himmel, denn der HERR hat es vollbracht. Freue dich, du Tiefe der Erde! Berge und Wälder und alle Bäume, jubelt! Denn der HERR hat Jakob erlöst und wird sich in Israel verherrlichen.

Über maripoet

I follow the carpenter und lächle, wenn was schief geht - schließlich ist es ja schon passiert und nicht mehr zu ändern ... Es gibt so vieles bemerkenswertes, das wirklich Wert ist bemerkt zu werden und so schreibe ich mir von der Seele was auf ihr liegt, so wird sie leichter und ihr habt was zum grinsen oder denken - an sehr guten Tagen beides :-)
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