Wer bin ich????

Bin ich, was ich so gerne wäre
ein kleiner Punkt, der Himmelssphäre
der Traum, geträumt als kleines Kind
ein Blatt, getrieben durch den Wind

Bin ich, was ich schon immer war
ja ich bin klasse wunderbar
ich will so bleiben, wie ich bin
sonst macht mein Sein doch kein‘ Sinn

Bin ich die Summe meiner Narben,
oder, was andere sagen
sie geben mir die schrägsten Namen
weil sie mein Sein so schwer ertragen

Bin ich die Summe meiner Fehler
oder vielleicht wie Uwe Seeler
Bin ich wertvoll oder Asche
des Narren Witz in seiner Tasche?

Bin ich der Mode Diktatur
was zieh ich an, was trag ich nur
bin ich für and’re unbequem
bereit den and’ren Weg zu gehen?

Bin ich, was ich gern in mir sehe
oder der Job, zu dem ich gehe?
hilf mir oh Herr, dass ich‘s verstehe

Gott ist mir immer gut gesinnt
Seit jeher SEIN geliebtes Kind
so schön bin ich in SEINEN Augen
so wunder voll ich kann’s kaum glauben

Das schreibe ich mir auf ein Blatt
was andres sein, das hab ich satt
den Zettel hänge ich mir hin
damit ich immer sicher bin.

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Vom Sessel und anderen Wünschen

Als ich im April in Ostfriesland war, sah ich einen Sessel – knallrot in einem Carport – einsam und verlassen – er schrie förmlich – “Mari hol mich hier raus!!!“… er bewegte mein Herz – wie er da stand. knallrot strahlend.im braunen Bretterverschlag – es kam mir vor als leuchtete er. (so wie in diesen Videospielen immer diese Goldtöpfe leuchten, sah ich das leuchtende Rot irgendwie wie ein Feuerwerk strahlen) Ich wollte mit den Eltern meiner Freundin frühstücken und dann ab nach Hause – so erkundigte ich mich, ob sie wüssten was mit diesem Sessel sei (am liebsten hätte ich ihn sofort mitgenommen) leider konnten sie mir keine Freigabe erteilen, es sei jemand neues eingezogen und seit dem einzig stünde dieser Sessel darum – meine Freundin hatte ihn wohl auch schon gesehen. Er hatte sie schon genauso entzückt wie mich! Da sank meine Hoffnung ihn wirklich zu bekommen und so vergaß ich ihn einfach. Dabei hätte ich ihn so gerne als Ort für meine stille Zeit genutzt.

Letztes Wochenende – fuhr mein Pastor wegen eines Dienstes mit seiner Frau nach Ostfriesland , als er fragte, ob er mir etwas mitbringen könnte, hüfte mein Herz, ich wunderte mich, weil es so bestimmt erwartungsvoll klang – als wüsste er, dass etwas dort auf mich wartet – aber ich verneinte, denn den Sessel hatte ich vergessen – so erwähnte ich ihn noch nicht mal im Scherz.

Sonntagnachmittag erhielt ich eine SMS von Frieda – sie schreibt selten – als ihr Name im Display erschien, bin ich ein wenig erschrocken und hoffte, dass es keine “badnews“ sind. Und dann las ich mit staunenenden Augen (können Augen staunen?)
Nein, lange musste sie nicht warten – ohne Grußformel und jedwedem Anstand reagierte ich prompt mit einem kurzen aussagekräftigen 3 Wörter Satz Ja, ich will!!!

Erst nach einigen weiteren Bestätigungen, dass ich wollte und wie ich wollte,  fiel mir auf, dass ich weder Gruß noch sonst irgendwas geschrieben hatte ….. das holte ich natürlich nach und versprach montags anzurufen, um über Abholung usw. zu sprechen – mein erster freier Termin wäre der 30. Juni gewesen (ein Tag den ich opfern würde, denn er war schon für etwas anderes reserviert) sie wünschten sich den 7. Juli (der bei mir nicht passte) und jetzt war 19. Juni ….. kurz (ne Sekunde oder so) dachte ich an den Pastor, der es mir ja angeboten hatte – aber ich wollte ihn nicht behelligen und außerdem wollte ich mit den Sessel ein erstes Abenteuer erlebe.
Montagmorgen: In meinem Kopf entwickelte ich ein Plan ….. dienstags war mein Sohn in der Stadt – er könnte also tragen helfen – wenn ich ganz früh losführe, dann wäre ich mittags zurück….würde das gute Stück in mein Auto passen? – was wenn nicht? – d.h. ich müsste einen Tag frei bekommen – obwohl Monatsabschluss ist, mein direkter Chef Urlaub hat ….da war jetzt mal ein Wunder dran – so rief ich Frieda an und erkundigte mich ganz unschuldig, was sie denn Dienstagmorgen so machen würde – Frühstück bei Freunden – sie sei um 08:45 Uhr weg … aber um 11:30 zurück …. das war das Wunder – so konnte ich morgens früh arbeiten (ab 6 bis 9) alles prüfen, was noch in den Monatsabschluss gehört und dann …..jetzt musste ich nurnoch den Abteilungsleiter überzeugen …. und tatsächlich ….. 08:45 Uhr ging es los – bis auf eine hartnäckige Steckmücke in meinem Auto, die dem Gebläse, dem Durchzug und verschiedenen Vertreibungsaktionen bis nach Ostfriesland trotzte, war die Hinfahrt gemütlich und staufrei – ich hielt noch kurz an einem Blumenladen, um Frieda und der Nachbarin ein kleines Dankeschön zu besorgen und packte mir ein paar Brötchen ein, dann klingelte ich erwartungsvoll an der Haustüre, mitten im Flur stand er – schon abgesaugt und vorbereitet – MEIN Sessel!!!

Es ist mir immer wieder eine Freude in dieses Haus zu gehen – auch ohne Sessel – es ist so voller Liebe – man fühlt sich immer herzlich willkommen, gewertschätzt und fröhliches Lachen spielt eine große Rolle in diesem Haus – ich war noch nie da ohne gelacht zu haben. wir sprachen über ernste und lustige Themen – ich wäre so gern noch länger geblieben – diese Menschen wissen wirklich wie man es macht, dass jeder sich bei ihnen zu Hause fühlt. Es gab Kartoffeln, Frikadellen und „Gemüse“ und das obwohl sie selbst eigentlich gar keinen Hunger hatten – wir verbrachten eine gute Mittagszeit – die Sauce des Gemüses war so lecker – auf meinen Klagen, dass es reine Sahne sei, sagte Frieda “nö da ist auch noch ein Stück Butter drin“ (ich erinnerte mich ein halbes Pfund in der Pfanne gesehen zu haben) “und Wasser „ fügte sie hinzu – na Wasser ist ja gut, dachte ich, als ich mir eine weitere Portion Gemüse J auflöffelte. Die Nachbarin (sehr sympathisch) kam kurz rüber – sie hatte sich so über die Kleinigkeit gefreut!!! Und erzählte, dass der Stuhl eigentlich für ihre Schwester vorgesehen war, die sich aber plötzlich unentschieden hatte. genau wie meine Freundin, fanden sie, dass sie keine Platz für ihn hätten ….

Nach einem Stück gedecktem Apfeltorte (ohne Sahne) fühlte ich mich gestärkt und wir luden den Sessel, so gut es ging, ins Auto – das war auch wieder so lustig, mein Finger steckte mehrfach fest, die Kordel hielt nicht, was sie halten sollte und munter plaudernd schafften wir es dann doch, dass ich mich auf die Heimreise machen konnte. 286 km mit offener Klappe …. bitte Gott, lass es nicht regnen ….das Abenteuer begann, um 16:30 Uhr war ich zu Hause. 16:40 Uhr der Sessel steht da, wo er hingehört.  Das Beste: mein Sohn meinte, dass er wie für mich gemacht sei – er passe wie angegossen – ein Ohrensessel auf dem ich im Schneidersitz sitzen kann und die Ohren von ihm in der Höhe meiner Ohren – also genau richtig bei 1,52 m Körpermaß ist das schon ein weiteres Wunder.
Manchmal staune ich, wie Gott Herzenswünsche erfüllt – ich war so verliebt in diesen Sessel – er hatte wirklich meine Seele angesprochen – ich musste ihn aufgeben (loslassen), weil es andere Aspiranten gab und ich nicht damit rechnete, ihn wirklich zugesprochen zu bekommen, dann in kürzester Zeit für nur eine Tankfüllung, ein paar Blumen, ein staufreier Tagesausflug und er landet in meinem Wohnzimmer!!!

Dieser Sessel wird jetzt meine stille Zeit pimpen, weil er mich täglich daran erinnert – alles was ich mir vorgenommen habe, darin kann und wird er mich unterstützen – das Beste kommt noch …. und ich lasse Euch sicher daran teilhaben.

Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass Herzenswünsche erfüllt werden, wenn man sie loslassen kann, Gott ist großzügig, so will ich auch meinen größten Herzenswunsch loslassen ….

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Heimatlos

Als Du vor zwei Jahren gingst, unfreiwillig,
plötzlich und unerwartet
wurde ich heimatlos
Dein Herz war meine Heimat, es hörte auf zu schlagen – auf der nassen Straße, der Motor heulte noch einmal kurz auf, die Räder drehten, auf der Seite liegend, durch, sie fanden keinen Halt mehr bis die unendliche Stille einkehrte, die erst durch das Martinshorn unterbrochen wurde  – fernab von dieser Szenerie stockte mein Herz – die Welt stand einen Moment lang still, denn Du warst das Beste was mir je passiert ist, mit Dir konnte ich in der Küche tanzen, obwohl ich wusste die Ewigkeit dauerte nur diesen Moment lang. Wenn Du in meiner Nähe warst, war ich furchtlos, selbst Höhe  hatte keine Macht mehr – ich konnte hochsteigen und wusste Du warst da, Du hast darauf gesetzt, dass ich es bis ganz oben schaffe, Du hast Recht behalten – damals auf dem Kran – Du hattest die Gabe mir die Welt ganz neu zu schenken, denn als ich Dich traf, war mein Lebenskonto bankrott,  das war Dir egal, Du machtest mich zum Millionär , nur Du hast es geschafft – Saiten auf dem Instrument meines Lebens zu spielen, die nie zuvor geklungen haben, die seltenen Momente mit Dir waren kostbar, nie zuvor in 30 Jahren so erlebt – Dein ‘Kleines, ich liebe Dich‘ war mehr, es trug mich durch die Tiefen meiner Seele – Du hast mit den Glauben wieder gegeben – Du hast mir Hoffnung geschenkt – Du wusstest, wo ich hingehöre und hast mich ermutigt mein Glück zu suchen, an Orte an denen Du nie sein wolltest – Du sagtest, das seien MEINE Orte – meine Momente, Du sahst die Schönheit meiner Seele, bevor ich wusste, dass es sie gab. Tiefe Dankbarkeit erfüllt mich, weil Du mich ins Leben zurück geholt hast – Du hast mich ermutigt mutig zu sein, Du hast mich gestärkt stark zu sein, Du warst da in meiner Schwäche, die Sicherheit auf der Straße des Lebens, so bekam ich eine Ahnung von dem was Gott in mir sieht, wie ER mich sieht – ohne, dass Du Gott kanntest, hast Du mir SEINE Liebe gebracht, wie ein Engel warst Du da plötzlich und unerwartet, der Erste, dem ich endlos vertrauen konnte. Dein Herz war meine Heimat, doch bevor es aufhörte zu schlagen, schicktest Du mich dorthin, wo ich zu Hause sein kann – Du wusstest was mein Geist und meine Seele brauchen – Du warst das Beste was mir je passiert ist und wegen Dir bin ich nicht heimatlos – Danke!!!

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Stille

Frühmorgens, wenn ich auf meinen Knien bin,
bete ich zu Dir, gebe Dir meinen Tag, bitte darum, dass Du groß wirst – in mir
sichtbar für die Welt – als Zeugnis für Dich und Dein Werk,
während meine Sehnsüchte in meinem Herz tanzen
bete ich für all die Menschen, die mir wichtig sind,
kranke oder angegriffene Menschen, enge Freunde und Bekannte
Menschen aus meiner Gemeinde, die darum gebeten haben
flehend und voll Ehrfurcht zitternd knie ich betend
Deine Stimme, die zärtlich zu mir spricht, möchte ich so gern wieder einmal hören
aber Du schweigst – schon seit Wochen höre ich die Stille
das Gebet, dass mir Dein Sohn empfohlen hat,
spule ich an manchen Tagen nur so runter
an anderen Tagen, lege ich mein ganzen Sein in diese Worte

Vater unser …
Deine Nähe vermisse ich
man sagt – es liegt an mir – Du seist niemals fort
ich bin es, die nicht in Deiner Nähe ist,
aber wie kann das sein, ich will doch in Deiner Nähe sein,
wie kann es sein, dass der Alltag so stark ist,
heißt es nicht, dass mich nichts von Deiner Liebe trennt?
Während ich das schreibe, steigen Erinnerungen in mir hoch
es regnet in meinem Gesicht, weil das Licht,
das durch die Scherben meines Lebens strahlt, so bunt so vielfältig und überwältigend ist, unerträglich schön,
doch ein paar Scherben sind noch blind,
aber das macht mir nichts, weil ich weiß, dass Du sie zu Deiner Zeit reinigst,
während meine Sehnsüchte in meinem Herz tanzen,
bist Du der liebende Gott, der lächelt, wie ein Vater seiner Tochter zulächelt,
ein Lächeln, dass nur Du für mich hast – es ist ungewohnt –
Du der Allmächtige lächelst mich an,
während meine Sehnsüchte in meinem Herz tanzen,
ich entscheide mich, dass sie nicht die Herrschaft übernehmen,
es gibt so viele Menschen, denen es schlechter geht als mir,
die Deine Zuwendung viel mehr brauchen,
es gibt so vieles, das wichtiger ist als ich,
aber meine Sehnsüchte tanzen in meinem Herz
zu einer Musik, die schräg klingt – schiefe Töne anschlägt,
auf den Knien bleibe ich – vor Dir – der Kampf in mir, zerreißt mich;
während meine Sehnsüchte in meinem Herz tanzen,
schmerzen meine Versen und Waden, meine Seele verblutet,
leer, kraftlos und schwach,
aber ich knie vor Dir und beschließe den Stecker zu ziehen – keine Energie für schlechte Musik, die ohne Takt mein Herz beschäftigt, ich lege alles vor Dich hin,
ich will, dass Dein Wille geschieht, dass Dein Reich kommt,
Dein tägliches Brot ernährt mich – Körper Geist Seele – Du machst mich stark,
denn nichts kann schöner sein – ich will Dir vertrauen – ich vertraue Dir,

Vater unser …..
lass sie tanzen und zeig mir, was großer ist, wie ich in DEINEN Plan passe ….

Amen

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Gelegenheiten … mitten im Sturm

Gestern hat es bekanntlich in NRW gestürmt – eigentlich habe ich ja Urlaub diese Woche, aber gestern fand ein Seminar in unserer Firma statt, an dem ich teilnehmen sollte. Ziemlich witziges Seminar – trockener Stoff witzig vermittelt – jährlich Neuigkeiten im Arbeits- und Sozialversicherungsrecht vermittelt bekommen. Übel – versüßt durch einen witzigen Dozenten, der kabarettistisches Talent hat!!!

Während das Seminar immer lustiger wurde – tobte der Sturm draußen!!!
Die Außenjalousien schlugen gegen das Fenster – sie waren defekt und drohten sich zu verselbständigen – die Verkleidung des Hauses gegenüber wackelte und vibrierte – es stürmte – so manch eine Teilnehmerin schaute ängstlich drein – erschreckte sich bei jeden Knall und Rumms, die sonst so lustige Veranstaltung wurde mit einem herrlichen Geschepper begleitet – irgendwann erfuhr eine Kollegin, dass es keine Zuge mehr nach Hause gab – sie war gestrandet. Intuitiv bot ich ihr mein Gästezimmer an – wofür sonst habe ich es? Und tatsächlich, sie freute sich darüber und nahm das Angebot an – wir kamen ins Gespräch über dies und das und ich erzählte ihr, dass ich heute früh zum Gebet muss – 6 Uhr Düsseldorf …. ich komme mit Brötchen nach Hause, hab‘ ich ihr versprochen. Wir hielten an einem Supermarkt, kauften Lebensmittel – ich wollte kochen, während sie noch Mails abarbeitete. So räumte ich das Gästezimmer um, bezog das Bett frisch und startete in der Küche – während ich kochte, klingelte der Nachbar mit seiner Tochter, um seine Habseligkeiten, die auf meinem Balkon gelandet waren, abzuholen …. Wir wurden gleichzeitig fertig – als ich rief Essen ist fertig, rief sie „ich auch!“ Der Tisch war schnell gedeckt – sollte ich wirklich??? Naja jetzt habe ich so überzeugt von meinem Glauben gesprochen, da musste ich wohl auch das bezogen …. – ich dankte Gott für die Bewahrung, das Essen und befahl ihm den Abend an – so wie ich es immer tue – ganz normal ohne Formel so wie ich bin – sie lächelte – das gleiche Lächeln sah ich heute Morgen, als ich beim Frühstück betete – dankte und den Tag der Herrn gab – sowie für eine gute Zugverbindung betete.

Die Kollegin ist nun auf dem Weg nach Hause – sie hat sich einen Zug rausgesucht, der tatsächlich auch gefahren ist. und ich danke für die Gelegenheit mit einer mir eigentlich fremden Frau am Tisch zu beten. Keine Ahnung was draus wird – aber wie sagte ein Freund – es war der Ort und die Zeit zu der ich da sein sollte, wo ich war ….
Danke Herr für Freunde, die einem das sagen, danke dafür, dass ich sein kann wie ich bin und dass das genau das ist, was DU mein Gott nutzt.
Kein Gebet geht verloren …..       

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Friedlich eingeschlafen

“sie ist gestern friedlich eingeschlafen“ lautet die Whatsapp und sofort kam ich ins Zweifeln – ein typischer Reflex, wenn jemand stirbt, von dem ich nicht weiß, ob sie das Wichtigste im Leben getan hat – nämlich das Opfer von Jesus für sich ganz persönlich akzeptiert – wenn es richtig ist, was ich glaube (und das heißt ich weiß es nicht besser), ich stelle also bewusst ein wenn davor – WENN es also richtig ist, dann muss man sich persönlich entscheiden, um nach dem Tod dort hinzukommen. von dem allgemein jeder sagt “Himmel“. Falls ich so was nicht weiß und eine Person stirbt, dann ist das für mich wie “vegetarisches Steak“ – es sieht so aus wie eins – vielleicht schmeckt es auch annährend so – ist es aber nicht.

Ein echtes Steak ist aus gutem Fleisch und nicht aus Ersatzprodukten oder Gemüse. Beim Steak ist es auch einfach das so zu behaupten.

Und jetzt? Was sage ich denn den Angehörigen?

Genau das ist meine Frage – Beerdigungen in TV Sendungen sind immer so bestimmend zuversichtlich, dass die Person, wenn sie dann eine gute Person war, in den Himmel kommt – echte Beerdigungen sagen oft “Asche zu Asche“ und “Staub zu Staub“. Oft höre ich dann ein zustimmendes Amen oder sehe ein Nicken, der ein oder andere Schluchzer ertönt. Was bedeutet dieser Satz denn? Ist es ein hilfloses Zitieren, oder eine stoische Traditions-andacht, ich frage mich, ist es die Hilflosigkeit des Pastors oder Pfarrers, der selbst nicht weiß was er sagen soll oder gar wirklich nicht weiß, wie es geht? (darf man so was behaupten? Ein Pfarrer weiß es selbst nicht?)

Oder will er den Trauernden nur nicht noch mehr Leid zufügen und wenn mein Glaube (und das heißt ich weiß es nicht besser) stimmt, ist das der richtige Weg?

Sollte man eine Trauerrede nicht dafür nutzen die noch Lebenden aufzuklären? Mir ist schon klar, dass dieser Post Unmut und Zorn hervor rufen kann, aber das ist doch der erste Schritt – die Menschen aufrütteln, sie zu schütteln und zu fragen: “Was ist so schwer daran nur mal eben das Opfer anzunehmen?“ Ist die Angst vor den Reaktionen bzw. vor dem richtigen Leben größer, als die Angst vor den Folgen des Tods? “Irgendwie geht’s schon?“ oder wie der Kölner sagt “Et hätt noch immer jot jejange“?

Ich habe keine Ahnung und schreie hinaus WAS SOLL ICH SAGEN????

Ist Schweigen hier ehrlich?
Soll ich was sagen?
Wie wird Gott verherrlicht?
Kann ich beitragen?

Ist Mut hier nun richtig?
Oder liege ich falsch?
Das ist mir so wichtig!
Es lässt mich nicht kalt!

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Den Nebel aushalten

Durch den Nebel gehen ist besonders, auch für Dich oder gerade für Dich – jetzt –
ein Schleier des Schweigens liegt um Dich, seine Stille auszuhalten ist wahrscheinlich die größte Herausforderung vor der Du jemals Standst
schreien, toben lachen, das ist eigentlich was Du gerade möchtest, aber es geht nicht – keine Kraft vorhanden, selbst das was bisher für Dich Leben bedeutete schweigt. Nniemand, der die Stille unterbricht – kein Netz – kein Lachen nur das unaufhörliche Piepen der Messgeräte neben Dir,
monoton piep. piep. piep ………… piep …..
ab und an ein warmer Händedruck eines nahem Verwandten, eine streicheleinheit, die sich warm anfühlt und doch so fern ist, ein Schleier umhüllt Dich,
Du freust Dich über alle, die sich so bemühen, das auszudrücken, dafür fehlt Dir die Kraft,

so bist Du nur
einatmen ausatmen, den Brustkorb leicht schwingen
das nimmt DIR den allerletzten Samen Deiner Kraft,
Du fühlst Dich leerer als das Fass ohne Boden.
Nicht zu wissen was draußen passiert und es auch einfach passieren lassen, Deine Nuegir ist gestorben, überdekct,
Deine Welt ist in grüne Kittel und Mundschütz gehüllt– grün, grün, grün,
das Sorgenmonster verwindet, denn es fehlt die Kraft es zu ernähren
wenn es tanzen will, ist es Dir egal, soll es doch all seine Kräfte verschwenden
Du kannst einfach nur sein

Sein ist die einzige Form, die Du gerade (er)lebst
und das ist das Größte was es gibt – für mich, für Deine Menschen um Dich herum, so lange Du bist -gibt es Hoffnung

Du hoffst auf ein Date mit Deinem besten Freund, die Zeit dafür ist nicht jetzt will ich rufen, denn so hoffe ich, und im gleichen Augenblick schäme ich mich dafür, wie selbstsüchtig ich immer noch bin, obwohl Du keine Kraft mehr hast

Es geht doch nur um Dich, um Dich und Gott und Gottes Entscheidung für Dich

So faste und bete ich, dass Du das Verborgene erkennst, dass Du Durchbruch erfährst und dass das Leben wir die ersten Strahlen der Sonne nach einem langen kalten Winter, langsam wieder zurück kehrt, dass Du neue Hoffnung schöpfst und Kraft bekommst, dass Du für Dich den Willen bekommst weiter zu sein, stark zu sein. Alles was Dir die Kraft nimmt soll weichen im Namen  Gottes und er der vollmacht Jesu – Sieg ist für Dich bestimmt – was immer für Dich gut ist soll geschehen und der Plan Gottes für Dein Leben soll sich erfüllen.

Nur dann ist Dein Nebel HERRlich

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