und nu is mir warm

Dreimal hat Jesus den Petrus gefragt, ob er ihn liebt, ich mag die Geschichte …. und dreimal habe ich heute denselben Vers gehört
ganz früh im Internet (kalifornische Predigt BC)
Jakobus 1,2 My brethren, count it all joy when ye fall into divers temptations; 3 Knowing this, that the trying of your faith worketh patience. 4 But let patience have her perfect work, that ye may be perfect and entire, wanting nothing.

Dann in meiner Gemeinde: (BO)
Jakobus1, 2 Liebe Brüder und Schwestern! Betrachtet es als besonderen Grund zur Freude, wenn euer Glaube immer wieder hart auf die Probe gestellt wird. 3 Ihr wisst doch, dass er durch solche Bewährungsproben fest und unerschütterlich wird. 4 Diese Standhaftigkeit soll in eurem ganzen Leben ihre Wirkung entfalten, damit ihr in jeder Beziehung zu reifen und tadellosen Christen werdet, denen es an nichts mehr fehlt. (HFA)

und dann in Solingen: (US)
Jakobus1, 2 Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, 3 da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt. 4 Das standhafte Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt.
Jede Predigt hatte eine andere Überschrift, einen anderen Anfang und ein anderes Ende – bibelverstechnisch, aber in der Mitte wurde immer dieser Vers zitiert, in einer Predigt sogar zweimal – ich habe bewusst mal drei verschiedene Übersetzungsversionen rausgesucht und werde mir noch mehr raussuchen, einfach weil ich es tief einsacken lasen will. Thematisch war es immer die Glaubensprüfung – kein Glaube ohne Prüfung!!!

Das ist kein Zufall, nicht nur weil ich nicht an Zufälle glaube, sondern weil ich heute früh im Bad schon den Gedanken hatte, dass ich bei der nächsten Prüfung einfach mal durchhalten sollte und gestern ein paar Ideen für meinen nächsten Vortrag bekam – ziemlich untypisch für mich Ideen für einen Vortrag mit Zetteln und Flipchart und Mitmache Parts … also keine Rede von vorne, sondern Aktionen, die zum Ziel führen sollen – kleine Ideen, die einfach mal eingezogen sind und sich nicht verwerfen lassen, weil sie schon sehr cool sind, wenn ich sie richtig umsetze.  Jedes Mal vor einem Vortrag übermannen mich Zweifel – habe ich die richtigen Verse- die richtigen Medien, habe ich überhaupt was zu sagen …. meine Freundinnen ermutigen mich dann und mein Sohn muss es am längsten aushalten ….. die letzte Bemerkung von ihm war “schon wieder? Mutti – ist doch jedes Mal dasselbe“ Natürlich konterte ich – “Nein diesmal ist es ganz anders ….“ und lieferte ihm tausend Argumente und obwohl ich ihm nicht gegenüberstand konnte ich in seinen Augen lesen “Wann versteht sie es denn endlich?“
MEIN LIEBER SOHN – ICH HOFFE JETZT

Und wenn nicht, zitiere bitte beim nächsten Mal Jakobus 1,2-4 oder erinnre mich an heute – und verweise mich auf die vielen Zettel, die ich mir machen werde …..

 

Am besten hat mir gefallen: “Im Feuer gehen die Fremdstoffe verloren – Religiosität, (habe ich als einziges aufgeschrieben) Ist also ein Fremdstoff und das möchte ich verbrennen – ich will nicht mit Bibelzitaten herzlos auf Menschen einschlagen – ich will sehen, was sie brauchen und ihnen helfen …. Mein Leben soll eine Predigt sein – ist noch ein langer Weg dahin – aber den ersten Schritt habe ich heute verstanden!!!!
Gott hat manchmal schon einen schrägen Humor … aber ich liebe es, wie ER um meine Aufmerksamkeit ringt.

PS heute habe ich endlich, wie alle anderen geschwitzt, das frieren hat ein Ende !!!

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Mir ist kalt

Heute sitze ich hier und friere – es waren heute 32 Grad  Celsius und mir ist kalt – mittlerweile ist die Temperatur gesunken und ich habe neben der dicken Wolldecke vom Tag, noch einen Pulli und eine lange Hose an ,23 Grad und mir ist kalt. Vom Balkon her kommt der Duft des Lavendels in mein Wohnzimmer, ich fühle mich, wie im Urlaub. Im Ersten läuft ein typischer Freitagabendfilm nice – nicht mehr – aber ein Satz fällt. Eine Frau ist nicht versöhnt mit ihrer Vergangenheit und Ihr Mann sagt: “Aber irgendetwas hat Dich in bunten Farben malen lassen!! Erinnerst Du Dich  als malen das wichtigste für Dich war und ich Dich ins Bett getragen habe, als Du über Deinem Bild eingeschlafen bist?“
Das hat mich inspiriert meine Seele gekitzelt, egal was ich an meiner Vergangenheit nicht schön finde, oder sogar nicht akzeptiere – es hat mich empathisch gemacht, es lässt mich dichten und malen und es gibt sogar Menschen, die meine Bilder im Wohnzimmer hängen haben, oder wegen meiner Gedichte weinen – oder berührt sind. Das sit doch wertvoll – so war meine Vergangenheit also nur der Schleifstein, der mir die Schönheit des Lebens frei schleift. Ohne sie wäre ich nicht das ICH was ich heute bin und da würde ich was vermissen – okeeeeee – den ein oder andere Umweg hätte ich mir sparen können, aber manchmal braucht man länger, um es zu verstehen z.B. wie wertvoll ich bin und so und dass ich mich nicht verschenken muss, um zu gefallen, sondern, dass ich meinen Wert schätzen lernen muss, auch wenn das bedeutet, dass ich als anspruchsvoll gesehen werde – aber halle, wer will nicht das Beste für sich selbst? Teilen, nein danke und nie wieder – das tut zu weh!!!!.Auch wenn man offenen Auges ins Unglück stürzt. am Ende tut es weh und der Seele nicht gut – ist bei Dir anders – mag sein, war bei mir nie so. Es riecht nach Sommerregen und ich erinnere mich an Sommer in denen ich diesen Regen auf der Haut spürte, weil wir als Kinder immer draußen waren und nie rechtzeitig zu Hause oder im Unterstand – nasse Füße und feuchtes Kleid, Waldmatsche zwischen den Zehen und warten, bis wir wieder zu Hause abgeliefert wurden  Das war schon schön und nun rieche ich den Lavendel und erinnere mich gerne ……

… und während ich die Bilder hochlade, höre ich ein Feuerwerk in der Ferne, das Leben ist schön ….

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Wer bin ich????

Bin ich, was ich so gerne wäre
ein kleiner Punkt, der Himmelssphäre
der Traum, geträumt als kleines Kind
ein Blatt, getrieben durch den Wind

Bin ich, was ich schon immer war
ja ich bin klasse wunderbar
ich will so bleiben, wie ich bin
sonst macht mein Sein doch kein‘ Sinn

Bin ich die Summe meiner Narben,
oder, was andere sagen
sie geben mir die schrägsten Namen
weil sie mein Sein so schwer ertragen

Bin ich die Summe meiner Fehler
oder vielleicht wie Uwe Seeler
Bin ich wertvoll oder Asche
des Narren Witz in seiner Tasche?

Bin ich der Mode Diktatur
was zieh ich an, was trag ich nur
bin ich für and’re unbequem
bereit den and’ren Weg zu gehen?

Bin ich, was ich gern in mir sehe
oder der Job, zu dem ich gehe?
hilf mir oh Herr, dass ich‘s verstehe

Gott ist mir immer gut gesinnt
Seit jeher SEIN geliebtes Kind
so schön bin ich in SEINEN Augen
so wunder voll ich kann’s kaum glauben

Das schreibe ich mir auf ein Blatt
was andres sein, das hab ich satt
den Zettel hänge ich mir hin
damit ich immer sicher bin.

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Vom Sessel und anderen Wünschen

Als ich im April in Ostfriesland war, sah ich einen Sessel – knallrot in einem Carport – einsam und verlassen – er schrie förmlich – “Mari hol mich hier raus!!!“… er bewegte mein Herz – wie er da stand. knallrot strahlend.im braunen Bretterverschlag – es kam mir vor als leuchtete er. (so wie in diesen Videospielen immer diese Goldtöpfe leuchten, sah ich das leuchtende Rot irgendwie wie ein Feuerwerk strahlen) Ich wollte mit den Eltern meiner Freundin frühstücken und dann ab nach Hause – so erkundigte ich mich, ob sie wüssten was mit diesem Sessel sei (am liebsten hätte ich ihn sofort mitgenommen) leider konnten sie mir keine Freigabe erteilen, es sei jemand neues eingezogen und seit dem einzig stünde dieser Sessel darum – meine Freundin hatte ihn wohl auch schon gesehen. Er hatte sie schon genauso entzückt wie mich! Da sank meine Hoffnung ihn wirklich zu bekommen und so vergaß ich ihn einfach. Dabei hätte ich ihn so gerne als Ort für meine stille Zeit genutzt.

Letztes Wochenende – fuhr mein Pastor wegen eines Dienstes mit seiner Frau nach Ostfriesland , als er fragte, ob er mir etwas mitbringen könnte, hüfte mein Herz, ich wunderte mich, weil es so bestimmt erwartungsvoll klang – als wüsste er, dass etwas dort auf mich wartet – aber ich verneinte, denn den Sessel hatte ich vergessen – so erwähnte ich ihn noch nicht mal im Scherz.

Sonntagnachmittag erhielt ich eine SMS von Frieda – sie schreibt selten – als ihr Name im Display erschien, bin ich ein wenig erschrocken und hoffte, dass es keine “badnews“ sind. Und dann las ich mit staunenenden Augen (können Augen staunen?)
Nein, lange musste sie nicht warten – ohne Grußformel und jedwedem Anstand reagierte ich prompt mit einem kurzen aussagekräftigen 3 Wörter Satz Ja, ich will!!!

Erst nach einigen weiteren Bestätigungen, dass ich wollte und wie ich wollte,  fiel mir auf, dass ich weder Gruß noch sonst irgendwas geschrieben hatte ….. das holte ich natürlich nach und versprach montags anzurufen, um über Abholung usw. zu sprechen – mein erster freier Termin wäre der 30. Juni gewesen (ein Tag den ich opfern würde, denn er war schon für etwas anderes reserviert) sie wünschten sich den 7. Juli (der bei mir nicht passte) und jetzt war 19. Juni ….. kurz (ne Sekunde oder so) dachte ich an den Pastor, der es mir ja angeboten hatte – aber ich wollte ihn nicht behelligen und außerdem wollte ich mit den Sessel ein erstes Abenteuer erlebe.
Montagmorgen: In meinem Kopf entwickelte ich ein Plan ….. dienstags war mein Sohn in der Stadt – er könnte also tragen helfen – wenn ich ganz früh losführe, dann wäre ich mittags zurück….würde das gute Stück in mein Auto passen? – was wenn nicht? – d.h. ich müsste einen Tag frei bekommen – obwohl Monatsabschluss ist, mein direkter Chef Urlaub hat ….da war jetzt mal ein Wunder dran – so rief ich Frieda an und erkundigte mich ganz unschuldig, was sie denn Dienstagmorgen so machen würde – Frühstück bei Freunden – sie sei um 08:45 Uhr weg … aber um 11:30 zurück …. das war das Wunder – so konnte ich morgens früh arbeiten (ab 6 bis 9) alles prüfen, was noch in den Monatsabschluss gehört und dann …..jetzt musste ich nurnoch den Abteilungsleiter überzeugen …. und tatsächlich ….. 08:45 Uhr ging es los – bis auf eine hartnäckige Steckmücke in meinem Auto, die dem Gebläse, dem Durchzug und verschiedenen Vertreibungsaktionen bis nach Ostfriesland trotzte, war die Hinfahrt gemütlich und staufrei – ich hielt noch kurz an einem Blumenladen, um Frieda und der Nachbarin ein kleines Dankeschön zu besorgen und packte mir ein paar Brötchen ein, dann klingelte ich erwartungsvoll an der Haustüre, mitten im Flur stand er – schon abgesaugt und vorbereitet – MEIN Sessel!!!

Es ist mir immer wieder eine Freude in dieses Haus zu gehen – auch ohne Sessel – es ist so voller Liebe – man fühlt sich immer herzlich willkommen, gewertschätzt und fröhliches Lachen spielt eine große Rolle in diesem Haus – ich war noch nie da ohne gelacht zu haben. wir sprachen über ernste und lustige Themen – ich wäre so gern noch länger geblieben – diese Menschen wissen wirklich wie man es macht, dass jeder sich bei ihnen zu Hause fühlt. Es gab Kartoffeln, Frikadellen und „Gemüse“ und das obwohl sie selbst eigentlich gar keinen Hunger hatten – wir verbrachten eine gute Mittagszeit – die Sauce des Gemüses war so lecker – auf meinen Klagen, dass es reine Sahne sei, sagte Frieda “nö da ist auch noch ein Stück Butter drin“ (ich erinnerte mich ein halbes Pfund in der Pfanne gesehen zu haben) “und Wasser „ fügte sie hinzu – na Wasser ist ja gut, dachte ich, als ich mir eine weitere Portion Gemüse J auflöffelte. Die Nachbarin (sehr sympathisch) kam kurz rüber – sie hatte sich so über die Kleinigkeit gefreut!!! Und erzählte, dass der Stuhl eigentlich für ihre Schwester vorgesehen war, die sich aber plötzlich unentschieden hatte. genau wie meine Freundin, fanden sie, dass sie keine Platz für ihn hätten ….

Nach einem Stück gedecktem Apfeltorte (ohne Sahne) fühlte ich mich gestärkt und wir luden den Sessel, so gut es ging, ins Auto – das war auch wieder so lustig, mein Finger steckte mehrfach fest, die Kordel hielt nicht, was sie halten sollte und munter plaudernd schafften wir es dann doch, dass ich mich auf die Heimreise machen konnte. 286 km mit offener Klappe …. bitte Gott, lass es nicht regnen ….das Abenteuer begann, um 16:30 Uhr war ich zu Hause. 16:40 Uhr der Sessel steht da, wo er hingehört.  Das Beste: mein Sohn meinte, dass er wie für mich gemacht sei – er passe wie angegossen – ein Ohrensessel auf dem ich im Schneidersitz sitzen kann und die Ohren von ihm in der Höhe meiner Ohren – also genau richtig bei 1,52 m Körpermaß ist das schon ein weiteres Wunder.
Manchmal staune ich, wie Gott Herzenswünsche erfüllt – ich war so verliebt in diesen Sessel – er hatte wirklich meine Seele angesprochen – ich musste ihn aufgeben (loslassen), weil es andere Aspiranten gab und ich nicht damit rechnete, ihn wirklich zugesprochen zu bekommen, dann in kürzester Zeit für nur eine Tankfüllung, ein paar Blumen, ein staufreier Tagesausflug und er landet in meinem Wohnzimmer!!!

Dieser Sessel wird jetzt meine stille Zeit pimpen, weil er mich täglich daran erinnert – alles was ich mir vorgenommen habe, darin kann und wird er mich unterstützen – das Beste kommt noch …. und ich lasse Euch sicher daran teilhaben.

Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass Herzenswünsche erfüllt werden, wenn man sie loslassen kann, Gott ist großzügig, so will ich auch meinen größten Herzenswunsch loslassen ….

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Heimatlos

Als Du vor zwei Jahren gingst, unfreiwillig,
plötzlich und unerwartet
wurde ich heimatlos
Dein Herz war meine Heimat, es hörte auf zu schlagen – auf der nassen Straße, der Motor heulte noch einmal kurz auf, die Räder drehten, auf der Seite liegend, durch, sie fanden keinen Halt mehr bis die unendliche Stille einkehrte, die erst durch das Martinshorn unterbrochen wurde  – fernab von dieser Szenerie stockte mein Herz – die Welt stand einen Moment lang still, denn Du warst das Beste was mir je passiert ist, mit Dir konnte ich in der Küche tanzen, obwohl ich wusste die Ewigkeit dauerte nur diesen Moment lang. Wenn Du in meiner Nähe warst, war ich furchtlos, selbst Höhe  hatte keine Macht mehr – ich konnte hochsteigen und wusste Du warst da, Du hast darauf gesetzt, dass ich es bis ganz oben schaffe, Du hast Recht behalten – damals auf dem Kran – Du hattest die Gabe mir die Welt ganz neu zu schenken, denn als ich Dich traf, war mein Lebenskonto bankrott,  das war Dir egal, Du machtest mich zum Millionär , nur Du hast es geschafft – Saiten auf dem Instrument meines Lebens zu spielen, die nie zuvor geklungen haben, die seltenen Momente mit Dir waren kostbar, nie zuvor in 30 Jahren so erlebt – Dein ‘Kleines, ich liebe Dich‘ war mehr, es trug mich durch die Tiefen meiner Seele – Du hast mit den Glauben wieder gegeben – Du hast mir Hoffnung geschenkt – Du wusstest, wo ich hingehöre und hast mich ermutigt mein Glück zu suchen, an Orte an denen Du nie sein wolltest – Du sagtest, das seien MEINE Orte – meine Momente, Du sahst die Schönheit meiner Seele, bevor ich wusste, dass es sie gab. Tiefe Dankbarkeit erfüllt mich, weil Du mich ins Leben zurück geholt hast – Du hast mich ermutigt mutig zu sein, Du hast mich gestärkt stark zu sein, Du warst da in meiner Schwäche, die Sicherheit auf der Straße des Lebens, so bekam ich eine Ahnung von dem was Gott in mir sieht, wie ER mich sieht – ohne, dass Du Gott kanntest, hast Du mir SEINE Liebe gebracht, wie ein Engel warst Du da plötzlich und unerwartet, der Erste, dem ich endlos vertrauen konnte. Dein Herz war meine Heimat, doch bevor es aufhörte zu schlagen, schicktest Du mich dorthin, wo ich zu Hause sein kann – Du wusstest was mein Geist und meine Seele brauchen – Du warst das Beste was mir je passiert ist und wegen Dir bin ich nicht heimatlos – Danke!!!

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Stille

Frühmorgens, wenn ich auf meinen Knien bin,
bete ich zu Dir, gebe Dir meinen Tag, bitte darum, dass Du groß wirst – in mir
sichtbar für die Welt – als Zeugnis für Dich und Dein Werk,
während meine Sehnsüchte in meinem Herz tanzen
bete ich für all die Menschen, die mir wichtig sind,
kranke oder angegriffene Menschen, enge Freunde und Bekannte
Menschen aus meiner Gemeinde, die darum gebeten haben
flehend und voll Ehrfurcht zitternd knie ich betend
Deine Stimme, die zärtlich zu mir spricht, möchte ich so gern wieder einmal hören
aber Du schweigst – schon seit Wochen höre ich die Stille
das Gebet, dass mir Dein Sohn empfohlen hat,
spule ich an manchen Tagen nur so runter
an anderen Tagen, lege ich mein ganzen Sein in diese Worte

Vater unser …
Deine Nähe vermisse ich
man sagt – es liegt an mir – Du seist niemals fort
ich bin es, die nicht in Deiner Nähe ist,
aber wie kann das sein, ich will doch in Deiner Nähe sein,
wie kann es sein, dass der Alltag so stark ist,
heißt es nicht, dass mich nichts von Deiner Liebe trennt?
Während ich das schreibe, steigen Erinnerungen in mir hoch
es regnet in meinem Gesicht, weil das Licht,
das durch die Scherben meines Lebens strahlt, so bunt so vielfältig und überwältigend ist, unerträglich schön,
doch ein paar Scherben sind noch blind,
aber das macht mir nichts, weil ich weiß, dass Du sie zu Deiner Zeit reinigst,
während meine Sehnsüchte in meinem Herz tanzen,
bist Du der liebende Gott, der lächelt, wie ein Vater seiner Tochter zulächelt,
ein Lächeln, dass nur Du für mich hast – es ist ungewohnt –
Du der Allmächtige lächelst mich an,
während meine Sehnsüchte in meinem Herz tanzen,
ich entscheide mich, dass sie nicht die Herrschaft übernehmen,
es gibt so viele Menschen, denen es schlechter geht als mir,
die Deine Zuwendung viel mehr brauchen,
es gibt so vieles, das wichtiger ist als ich,
aber meine Sehnsüchte tanzen in meinem Herz
zu einer Musik, die schräg klingt – schiefe Töne anschlägt,
auf den Knien bleibe ich – vor Dir – der Kampf in mir, zerreißt mich;
während meine Sehnsüchte in meinem Herz tanzen,
schmerzen meine Versen und Waden, meine Seele verblutet,
leer, kraftlos und schwach,
aber ich knie vor Dir und beschließe den Stecker zu ziehen – keine Energie für schlechte Musik, die ohne Takt mein Herz beschäftigt, ich lege alles vor Dich hin,
ich will, dass Dein Wille geschieht, dass Dein Reich kommt,
Dein tägliches Brot ernährt mich – Körper Geist Seele – Du machst mich stark,
denn nichts kann schöner sein – ich will Dir vertrauen – ich vertraue Dir,

Vater unser …..
lass sie tanzen und zeig mir, was großer ist, wie ich in DEINEN Plan passe ….

Amen

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Gelegenheiten … mitten im Sturm

Gestern hat es bekanntlich in NRW gestürmt – eigentlich habe ich ja Urlaub diese Woche, aber gestern fand ein Seminar in unserer Firma statt, an dem ich teilnehmen sollte. Ziemlich witziges Seminar – trockener Stoff witzig vermittelt – jährlich Neuigkeiten im Arbeits- und Sozialversicherungsrecht vermittelt bekommen. Übel – versüßt durch einen witzigen Dozenten, der kabarettistisches Talent hat!!!

Während das Seminar immer lustiger wurde – tobte der Sturm draußen!!!
Die Außenjalousien schlugen gegen das Fenster – sie waren defekt und drohten sich zu verselbständigen – die Verkleidung des Hauses gegenüber wackelte und vibrierte – es stürmte – so manch eine Teilnehmerin schaute ängstlich drein – erschreckte sich bei jeden Knall und Rumms, die sonst so lustige Veranstaltung wurde mit einem herrlichen Geschepper begleitet – irgendwann erfuhr eine Kollegin, dass es keine Zuge mehr nach Hause gab – sie war gestrandet. Intuitiv bot ich ihr mein Gästezimmer an – wofür sonst habe ich es? Und tatsächlich, sie freute sich darüber und nahm das Angebot an – wir kamen ins Gespräch über dies und das und ich erzählte ihr, dass ich heute früh zum Gebet muss – 6 Uhr Düsseldorf …. ich komme mit Brötchen nach Hause, hab‘ ich ihr versprochen. Wir hielten an einem Supermarkt, kauften Lebensmittel – ich wollte kochen, während sie noch Mails abarbeitete. So räumte ich das Gästezimmer um, bezog das Bett frisch und startete in der Küche – während ich kochte, klingelte der Nachbar mit seiner Tochter, um seine Habseligkeiten, die auf meinem Balkon gelandet waren, abzuholen …. Wir wurden gleichzeitig fertig – als ich rief Essen ist fertig, rief sie „ich auch!“ Der Tisch war schnell gedeckt – sollte ich wirklich??? Naja jetzt habe ich so überzeugt von meinem Glauben gesprochen, da musste ich wohl auch das bezogen …. – ich dankte Gott für die Bewahrung, das Essen und befahl ihm den Abend an – so wie ich es immer tue – ganz normal ohne Formel so wie ich bin – sie lächelte – das gleiche Lächeln sah ich heute Morgen, als ich beim Frühstück betete – dankte und den Tag der Herrn gab – sowie für eine gute Zugverbindung betete.

Die Kollegin ist nun auf dem Weg nach Hause – sie hat sich einen Zug rausgesucht, der tatsächlich auch gefahren ist. und ich danke für die Gelegenheit mit einer mir eigentlich fremden Frau am Tisch zu beten. Keine Ahnung was draus wird – aber wie sagte ein Freund – es war der Ort und die Zeit zu der ich da sein sollte, wo ich war ….
Danke Herr für Freunde, die einem das sagen, danke dafür, dass ich sein kann wie ich bin und dass das genau das ist, was DU mein Gott nutzt.
Kein Gebet geht verloren …..       

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